"Trist" und "zu viel Grau"

"Bares für Rares": Experte fällt vernichtendes Urteil - doch die Händler strafen ihn Lügen

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Die Händler wissen genau, was sie an den Mann bringen können und was nicht - obgleich der Experten-Meinung.

Für ein Erbstück, das in "Bares für Rares" unter den Hammer kommen soll, hat der Experte nur ein mildes Lächeln über. Dabei ist es international gefragt. Doch die Händler sehen das anders.

Das Paar Löffelsender aus Esens in Niedersachen kam voller Erwartung ins Pulheimer Walzwerk - mit im Gepäck: ein uraltes Ölgemälde. Dieses hatte das Paar von Ute Löffelsenders Vater geerbt, 50 Jahre lang hatte es in dessen Wohnung gehangen. Eigentlich genau Experte Albert Maiers Geschmack - oder etwa doch nicht?

"Bares für Rares": Experte kann Bild nicht leiden - es ist ihm "viel zu Grau"

Der schien nicht so begeistert, sein Lächeln wirkte verkniffen. Und das, obwohl der Experte schnell erkannte, dass es sich hierbei um einen international renommierten Künstler handelte. "Es ist ein holländischer Maler, Louis Apol. Der Name ist sehr bekannt in der Kunstwelt", erklärte er fachmännisch. Dieser soll sich besonders um Ende des 19. Jahrhunderts einen Namen gemacht haben. Aus dieser Zeit müsse auch das Bildnis stammen, schätzte der Experte.

Moderator Horst Lichter war hingegen von dem Kunstwerk einfach hin und weg. Verzückt starrte er das Bild an und wollte auch Albert Maier mit seiner Begeisterung anstecken. Das gelang aber weniger. Schließlich stellte sich heraus: Nicht das Bild an sich ist Maiers Problem, sondern dessen schlechte Verfassung.

Auch interessant: "Bares für Rares": Lichter outet sich als Trödel-Banause - und sorgt damit für Kopfschütteln.

Händler sind von Gemälde begeistert - und bieten sich ein fulminantes Duell

So sei der pompöse Rahmen zwar echt, soll aber mehrfach restauriert worden sein. Dennoch weise es starke Beschädigungen auf, die den Wert des Gemäldes massiv verringern würden, so der Experte weiter. Zudem sei das Motiv selbst sehr "trist", "viel zu Grau", so sein abschließendes Urteil. Aufgrund dessen schätzt Maier das Bild auch "nur" auf maximal 600 Euro.

So hatten es sich die Löffelsender nicht vorgestellt. Doch glücklicherweise sahen die Händler das Bild mit ganz anderen Augen. Allen voran Julian Schmitz-Avila - der ist vom Hochformat des Kunstwerks begeistert. Doch auch Susanne Steiger fand das Bild toll - statt Grau versprühe es eine "schöne Stimmung".

Am Ende lieferten sich die beiden Händler ein atemloses Duell - und kamen dabei schnell über den Schätzwert des Experten hinaus. Doch plötzlich grätscht ihnen Kollege Ludwig Hofmaier hinein. Der bietet dem Verkäufer-Paar satte 1.000 Euro. Die Löffelsender schlagen sofort zu - und ziehen glücklich von dannen.

Lesen Sie auch: Das gab's noch nie in "Bares für Rares": Expertin fällt überraschendes Urteil über Unikat.

jp

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