Fristverlängerung und mehr

Steuererklärung: Diese Steuererleichterungen gelten aufgrund des Coronavirus

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Aufgrund der Coronavirus-Krise hat die Regierung einige Steuererleichterungen beschlossen.

Aufgrund des Coronavirus hat die Regierung Steuererleichterungen beschlossen. Falls Sie von der Krise betroffen sind, können Sie von den Änderungen profitieren.

  • Die Regierung hat Steuererleichterungen beschlossen.
  • Grund dafür ist die Verbreitung des Coronavirus in Deutschland.
  • Insbesondere Unternehmer und Selbstständige profitieren davon.

Wer jetzt gerade seine Steuererklärung aufsetzt, sollte sich zunächst erkundigen, welche neuen Regelungen aufgrund der Coronavirus-Pandemie gelten. Neben umfangreichen staatlichen Hilfspaketen hat die Regierung nämlich auch Steuererleichterungen beschlossen, um jenen unter die Arme zu greifen, die besonders unter den aktuellen Ereignissen leiden.

Insbesondere Unternehmer und Selbstständige haben Vorteile, sofern Sie beweisen können, dass ihre Arbeit durch die Krise beeinflusst wird.

Fristverlängerung bei Umsatzsteuervoranmeldungen und Lohnsteueranmeldungen

Das Coronavirus* beeinflusst den Alltag vieler Menschen. Mittlerweile ist auch das Arbeitsleben unzähliger Personen betroffen, weshalb die Regierung versucht, mit Hilfspaketen* sowie Steuererleichterungen insbesondere kleine Unternehmen zu schützen. Für jegliche steuerliche Erleichterungen, die Sie beantragen, gilt allerdings, dem Finanzamt konkret darzulegen, inwiefern das Coronavirus Sie und Ihre Arbeit negativ beeinflusst. Andernfalls werden Ihnen die Vorteile nicht gestattet.

Wie das Bundesfinanzministerium in einem Schreiben darlegt, sind die Finanzämter dazu angewiesen worden, Anträge auf Steuererleichterungen möglichst schnell zu bearbeiten. Entsprechend sollten Sie mit einer baldigen Rückmeldung rechnen können.

Doch welche Erleichterungen wurden konkret beschlossen? Betroffene Unternehmer und Selbstständige können eine Fristverlängerung beantragen, falls sie ihre Umsatzsteuervoranmeldungen und Lohnsteueranmeldungen nicht bis zum 10. April abgeben können. In Hessen und Nordrhein-Westfalen fällt die Abgabe am 11. Mai 2020 an, in Bayern sogar erst spätestens am 10. Juni 2020. Es ist davon auszugehen, dass andere Bundesländer ähnliche Regelungen aufstellen. Übrigens gilt die Fristverlängerung auch, falls Ihr Steuerberater von der Coronavirus-Krise betroffen ist.

Lesen Sie auchSteuererklärung 2020 - Machen Sie diese Sonderausgaben unbedingt geltend.

Steuerfreie Prämien und mehr: Diese Änderungen gelten nun ebenfalls

Die Steuererklärungen* von 2018 hätten Sie spätestens am 31. Juli 2019 einreichen müssen, beziehungsweise bis Ende 2019, falls Sie einen Steuerberater beauftragen. Auch hier gilt allerdings eine Sonderregelung: Sofern sich die Abgabe wegen des Coronavirus verzögert hat, sollten Sie Ihrem Sachbearbeiter unbedingt die Gründe schildern. Im Idealfall wird kein Zwangsgeld festgesetzt und es drohen keine Schätzungsbescheide.

Und es kommt zu einer weiteren Neuerung: Finanzminister Olaf Scholz (SPD) hat angekündigt, eine Versteuerung von Bonus-Zahlungen von bis zu 1500 Euro auszusetzen. Zuvor haben mehrere Unternehmen laut der Deutschen Presse-Agentur beschlossen, dass Mitarbeiter, die während der Coronavirus-Krise hart arbeiten, mit Prämien zu belohnen. Die Regierung will den Arbeitnehmern deshalb entgegenkommen. Als Beispiel für solche betroffenen Berufe nannte Scholz etwa die Pflegekräfte, Kassiererinnen im Supermarkt, Ärzte in Krankenhäusern und Lkw-Fahrer.

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Steuererklärung 2019 kompakt: Änderungen, Frist und rückwirkend abgeben

Grundsätzlich galt bislang der 31. Mai als letzter Abgabetermin. Doch im Rahmen des "Gesetzes zur Modernisierung des Besteuerungsverfahrens" haben Arbeitnehmer in Bayern, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen bis zum 31. Juli Zeit. Allerdings nur, wenn Sie Ihre Steuererklärung authentifiziert elektronisch über Elster an das Finanzamt überweisen. Falls Sie allerdings nicht dazu verpflichtet sind, können Sie sich auch vier Jahre Zeit lassen und rückwirkend die Steuererklärung abgeben. Oftmals erhalten Sie dann mehr Geld zurück.
Grundsätzlich galt bislang der 31. Mai als letzter Abgabetermin. Doch im Rahmen des "Gesetzes zur Modernisierung des Besteuerungsverfahrens" haben Arbeitnehmer in Bayern, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen bis zum 31. Juli Zeit. Allerdings nur, wenn Sie Ihre Steuererklärung authentifiziert elektronisch über Elster an das Finanzamt übermitteln. Falls Sie allerdings nicht dazu verpflichtet sind, können Sie sich auch vier Jahre Zeit lassen und rückwirkend die Steuererklärung abgeben. Oftmals erhalten Sie dann mehr Geld zurück. © dpa / Hans-Jürgen Wiedl
Mit Frei- und Pauschbeträgen lässt sich viel Geld bei der Steuererklärung sparen. Diese werden in der Steuererklärung in der Anlage N separat angegeben. Unter Pauschbeträge werden Werbungskosten und Sonderausgaben gezählt. Unter Freibeträge fallen die "außergewöhnlichen Belastungen", wie der Kinderfreibetrag, Entlastungsbetrag, Ausbildungsfreibetrag, Pflege-und/oder Behindertenpauschbetrag. Diese erhalten Sie allerdings erst, wenn Sie die jeweilige Einkommenssumme überschritten haben. Nachweise sind nicht mehr nötig.
Mit Frei- und Pauschbeträgen lässt sich viel Geld bei der Steuererklärung sparen. Diese werden in der Steuererklärung in der Anlage N separat angegeben. Unter Pauschbeträge werden Werbungskosten und Sonderausgaben gezählt. Unter Freibeträge fallen die "außergewöhnlichen Belastungen", wie der Kinderfreibetrag, Entlastungsbetrag, Ausbildungsfreibetrag, Pflege-und/oder Behindertenpauschbetrag. Diese erhalten Sie allerdings erst, wenn Sie die jeweilige Einkommenssumme überschritten haben. Nachweise sind nicht mehr nötig. © dpa /Jens Wolf
Frischgebackene Ehepaare haben bei einer ersten gemeinsamen Steuererklärung viele Vorteile zu Unverheirateten - schließlich profitieren sie davon, dass sie je nach Einkommen zwischen drei Steuerklassen-Kombinationen wählen können. Außerdem greift hier das Ehegattensplitting, wenn sie unterschiedlich verdienen. Hierbei wird das Einkommen des Ehepaares zusammen veranlagt, die Summe halbiert und aus dieser die Einkommenssteuer errechnet. Anschließend wird sie verdoppelt. So gilt das Ehepaar steuerlich als eine Person.
Frischgebackene Ehepaare haben bei einer ersten gemeinsamen Steuererklärung viele Vorteile zu Unverheirateten – schließlich profitieren sie davon, dass sie je nach Einkommen zwischen drei Steuerklassen-Kombinationen wählen können. Außerdem greift hier das Ehegattensplitting, wenn sie unterschiedlich verdienen. Hierbei wird das Einkommen des Ehepaares zusammen veranlagt, die Summe halbiert und aus dieser die Einkommenssteuer errechnet. Anschließend wird sie verdoppelt. So gilt das Ehepaar steuerlich als eine Person. © pixabay / Takmeomeo
Kinder kosten viel Geld - doch Familien werden bei der Steuererklärung berücksichtigt. Schließlich erhalten Sie Kindergeld, sogar, wenn Ihr Kind noch volljährig und in Ausbildung ist. Zudem profitieren Sie vom Kinderfreibetrag, der 2018 auf 7.428 Euro gestiegen ist. Außerdem können Eltern Betreuungskosten (maximal 4.000 Euro) unter Anlage Kind von der Steuer absetzen. Schließlich können Sie bereits vor der Steuererklärung Steuern sparen, wenn Sie Ihre bis zum 30. November des laufenden Jahres Auskünfte über etwaige Kosten in Bezug auf Ihre Kinder auf Ihrer Lohnsteuerbescheinigung angeben.
Kinder kosten viel Geld – doch Familien werden bei der Steuererklärung berücksichtigt. Schließlich erhalten Sie Kindergeld. Sogar, wenn Ihr Kind noch volljährig und in Ausbildung ist. Zudem profitieren Sie vom Kinderfreibetrag, der 2018 auf 7.428 Euro gestiegen ist. Außerdem können Eltern Betreuungskosten (maximal 4.000 Euro) unter Anlage "Kind" von der Steuer absetzen. Schließlich können Sie bereits vor der Steuererklärung Steuern sparen, wenn Sie Ihre bis zum 30. November des laufenden Jahres Auskünfte über etwaige Kosten in Bezug auf Ihre Kinder auf Ihrer Lohnsteuerbescheinigung angeben. © iStockphoto
Bereits als Student macht es Sinn, eine Steuererklärung abzugeben. Zwar sind Studenten gesetzlich nicht dazu verpflichtet, doch so lassen sich ein paar Euros sparen. Besonders dann, wenn Sie über den Grundfreibetrag von 8.652 Euro kommen oder Ihr Zweitstudium, zum Beispiel einen Master, beginnen. Die Steuererklärung können Sie vier Jahre rückwirkend machen und Werbungskosten, also Arbeitsmaterialien, PC & Co. sowie Sonderausgaben wie Fahrtkosten, Studienreisen oder Miete absetzen.
Bereits als Student ergibt es Sinn, eine Steuererklärung abzugeben. Zwar sind Studenten gesetzlich nicht dazu verpflichtet, doch so lassen sich ein paar Euro sparen. Besonders dann, wenn Sie über den Grundfreibetrag von 8.652 Euro kommen oder Ihr Zweitstudium, zum Beispiel einen Master, beginnen. Die Steuererklärung können Sie vier Jahre rückwirkend machen und Werbungskosten, also Arbeitsmaterialien, PC & Co. sowie Sonderausgaben wie Fahrtkosten, Studienreisen oder Miete absetzen. © pixabay / janeb13
ElsterOnline, ElsterFormular oder Wiso: Es gibt einige Steuerprogramme, die die Steuererklärung erleichtern sollen. Mit diesen haben Sie die Möglichkeit, die Steuererklärung elektronisch zu machen und online an das Finanzamt zu übermitteln. Die Softwares sind alle ähnlich aufgebaut und teilweise kostenlos. Sie werden in den Programmen Schritt für Schritt durch die Steuererklärung geführt. Allerdings bemängeln manche Nutzer, dass die Steuer-Programme für Einsteiger anfangs unübersichtlich sein können.
ElsterOnline, ElsterFormular oder Wiso: Es gibt einige Steuerprogramme, die die Steuererklärung erleichtern sollen. Mit diesen haben Sie die Möglichkeit, die Steuererklärung elektronisch zu machen und online an das Finanzamt zu übermitteln. Die Programme sind alle ähnlich aufgebaut und teilweise kostenlos. Sie werden Schritt für Schritt durch die Steuererklärung geführt. Allerdings bemängeln manche Nutzer, dass die Steuer-Programme für Einsteiger anfangs unübersichtlich sein können. © pixabay / Simon
Sie haben die Frist verpasst? Dann sollten Sie sich schnell an Ihr zuständiges Finanzamt wenden und auf die Milde des jeweiligen Beamten hoffen. Wenn Sie sich allerdings still halten, dem droht ein satter Verspätungszuschlag. Dieser kann schon mal bis zu zehn Prozent der Steuersumme (maximal 25.000 Euro) ausmachen. Das liegt wiederum im Ermessen des Finanzamtes, dass dann eine Steuerschätzung vornimmt. Zudem entbindet es sie nicht, die Steuererklärung nachzuholen.
Sie haben die Frist verpasst? Dann sollten Sie sich schnell an Ihr zuständiges Finanzamt wenden und auf die Milde des jeweiligen Beamten hoffen. Wenn Sie sich allerdings still halten, dem droht ein satter Verspätungszuschlag. Dieser kann schon mal bis zu zehn Prozent der Steuersumme (maximal 25.000 Euro) ausmachen. Das liegt wiederum im Ermessen des Finanzamtes, dass dann eine Steuerschätzung vornimmt. Zudem entbindet es sie nicht, die Steuererklärung nachzuholen. © iStockphoto

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