Test von zwölf Anbietern

Depot-Kosten können Rendite erheblich schmälern

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Anleger sollten ihre Depotkosten überprüfen. Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn

Manchmal lohnt es sich, bei Geldanlagen zweimal hin zu schauen: Lohnt sich das Einrichten eines Depots wirklich bei allen Anbietern? Die Verbraucherzentrale NRW hat verschiedene Banken und Onlineanbieter unter die Lupe genommen.

Düsseldorf (dpa/tmn) - Wie erfolgreich sich eine Geldanlage entwickelt, hängt nicht nur von Kursgewinnen ab. Eine große Rolle spielen auch die Nebenkosten.

Wer langfristig anlegt, sollte daher auch auf günstige Depotgebühren achten, erklärt die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen nach einer Stichprobe bei zwölf Geldinstituten. Vor allem bei kleineren Anlagesummen können hohe Kosten eine erwirtschaftete Rendite erheblich schmälern.

Die Verbraucherschützer errechneten die Depotkosten für zwei Szenarien: In einem Fall investierte ein Anleger 1000 Euro in börsengehandelte Indexfonds (ETF), im anderen Fall wurden 10 000 Euro angelegt. Das Ergebnis: Bei Filialbanken mussten Kunden oft tief in die Tasche greifen. Hier lagen die Kosten für das 1000-Euro-Depot in einem Fall sogar bei 147 Euro. Beim 10 000-Euro-Depot wurden bis zu 250 Euro verlangt.

Günstiger waren hingegen meist Online-Anbieter. Die Depotkosten lagen hier in einem Fall bei 10 Euro, andere Institute stellen bis zu rund 20 Euro in Rechnung. Eine Ausnahme: Ein Geldinstitut verlangte von Online-Kunden bei einem Anlagebetrag von 1000 Euro fast 12 Euro pro Quartal, wenn nicht mindestens eine Order in diesem Zeitraum durchgeführt wurde.

Stichprobe der VZ NRW

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