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Experten decken Erstaunliches auf: So viel soll Bitcoin wirklich wert sein

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Laut einer Studie ist Bitcoin nicht so viel wert, wie der Kurs scheint.

2017 hat die Kryptowährung eine wahre Kursexplosion erlebt. Doch gerade "dümpelt" sie bei der 8.000 Dollar-Marke herum. Forscher wollen aber ihren wahren Wert kennen.

Anfang des Jahres mussten Bitcoin-Anhänger eine Achterbahn der Gefühle durchstehen – schließlich ist die beliebte Kryptowährung immer wieder extremen Kursschwankungen unterworfen. Während sich Anleger letztes Jahr noch über ein Rekordhoch von 20.000 Dollar freuen durften, sind sie seit Januar 2018 am Hoffen und Bangen, dass das Digitalgeld wieder an Zugkraft aufnimmt. Stattdessen hängt es seit Wochen an der 8.000 Dollar-Marke fest.

Studie ergibt: So wenig ist der Bitcoin wirklich wert

Doch zwei Ökonomen bestreiten diesen Kurswert – und behaupten zu wissen, wie viel ein Bitcoin wirklich wert sein soll. Die beiden Wirtschaftswissenschaftler – Savvas Savouri und Richard Jackman – wollen dazu eine Quantitätsgleichung aus dem Jahre 1911 des US-Ökonomen Irving Fisher auf die Kryptowährung übertragen haben. Diese nannten sie schließlich "Côtes du Rhône Theory".

Laut dieser basiert sie auf der Grundannahme, dass der Wert einer Währung mithilfe dreier Faktoren ermittelt werden kann. Diese sind:

  • die Geldmenge,
  • die Umlaufgeschwindigkeit,
  • Anzahl der Waren und Dienstleistungen, für die es ausgegeben wird.

Das Ergebnis der beiden Forscher ist ernüchternd. Schließlich kommen sie auf einen Betrag, der viel geringer ausfällt. So sei ein Bitcoin ihnen zufolge gerade mal 20 US-Dollar wert.

Auch interessant: Experte stellt irre These über das Ende von Bitcoin auf.

Studie umstritten - da Bitcoin nicht fassbar?

Der Grund dafür: Die aktuell verfügbare Menge an Bitcoins soll sich auf etwa 15 Millionen belaufen. Da diese etwa vier Mal im Jahr verwendet werden, müssten circa 60 Millionen Bitcoin-Zahlungen stattgefunden haben. Zudem wurden Waren und Dienstleistungen mit Bitcoins im Wert von 1,2 Milliarden Dollar bezahlt. Teilt man diese Summe durch die angenommen Bitcoin-Zahlungen kommen die Forscher angeblich schließlich auf den tatsächlichen (geringen) Wert der Kryptowährung.

Lesen Sie hier: Wer jetzt noch in Bitcoin investiert, sahnt richtig ab, so dieser Experte.

Doch laut dem US-Finanzportal Bloomberg hinkt der Vergleich deutlich. Schließlich haben die Wissenschaftler nur Schätzwerte herangezogen. So hatte bereits auch ein anderer Analyst mithilfe derselben Theorie einen Wert von 600 Dollar berechnet. Andere Finanzexperten wiederum stehen dem Digitalgeld noch kritischer gegenüber – und schätzen seinen inneren Wert auf glatte Null ein. Schließlich sei es hohles Spekulationsgeld, das nicht wirklich existiere.

Lesen Sie auch: Bitcoin-Kurs abgestürzt - wann er wieder ansteigen soll.

jp

Diese Finanzgurus wettern gegen Bitcoin - und sagen ihm DAS voraus

Jordan Belfort, auch genannt der "Wolf of Wall Street", verriet vor kurzem in einem Interview, dass er keine Zukunft für den Bitcoin sehe. Die Kryptowährung sei dem berüchtigten Hochstapler, der wegen Geldwäsche und Wertpapierbetrugs 22 Monate im Gefängnis saß, einfach zu unsicher. Der heutige Motivationstrainer investiere daher lieber in Gold. Dennoch findet er die Blockchain-Technologie dahinter sehr spannend und kann sich eine Digitalwährung an sich vorstellen, betonte er. Allerdings ausgehend von den Zentralbanken.
Jordan Belfort, auch genannt der "Wolf of Wall Street", verriet vor kurzem in einem Interview, dass er keine Zukunft für den Bitcoin sehe. Die Kryptowährung sei dem berüchtigten Hochstapler, der wegen Geldwäsche und Wertpapierbetrugs 22 Monate im Gefängnis saß, einfach zu unsicher. Der heutige Motivationstrainer investiere daher lieber in Gold. Dennoch findet er die Blockchain-Technologie dahinter sehr spannend und kann sich eine Digitalwährung an sich vorstellen, betonte er. Allerdings ausgehend von den Zentralbanken. © picture alliance / dpa / Robin Van Lonkhuijsen
James "Jamie" Dimon zeigte sich vor kurzem öffentlich sehr ungehalten, als die Sprache auf den Bitcoin kam. Der Chef der US-Großbank JP Morgan Chase hält die Kryptowährung für überbewertet und bezeichnete sie sogar als "Betrug". Außerdem drohte er Mitarbeitern, die mit dem Cybergeld Handel treiben würden, sie sofort zu entlassen, da sie "dumm" seien.
James "Jamie" Dimon zeigte sich vor kurzem öffentlich sehr ungehalten, als die Sprache auf den Bitcoin kam. Der Chef der US-Großbank JP Morgan Chase hält die Kryptowährung für überbewertet und bezeichnete sie sogar als "Betrug". Außerdem drohte er Mitarbeitern, die mit dem Cybergeld Handel treiben würden, sie sofort zu entlassen, da sie "dumm" seien. © Pixabay
Warren Buffett gilt als einer der einflussreichsten Investoren weltweit. Doch auch der 87-jährige Milliardär hält nichts vom Bitcoin. Bereits 2014 sagte er in einem Interview mit CNBC, dass die Kryptowährung reine "Abzocke" sei. Er rät sogar, sich von dem Cybergeld fernzuhalten, da es keinen großen inneren Wert habe. Zwar ist der Kurs seitdem enorm angestiegen - dennoch investiert er lieber weiter in (Apple-)Aktien und ist nun sogar zum Hauptaktionär der Bank of America aufgestiegen.
Warren Buffett gilt als einer der einflussreichsten Investoren weltweit. Doch auch der 87-jährige Milliardär hält nichts vom Bitcoin. Bereits 2014 sagte er in einem Interview mit CNBC, dass die Kryptowährung reine "Abzocke" sei. Er rät sogar, sich von dem Cybergeld fernzuhalten, da es keinen großen inneren Wert habe. Zwar ist der Kurs seitdem enorm angestiegen - dennoch investiert er lieber weiter in (Apple-)Aktien und ist nun sogar zum Hauptaktionär der Bank of America aufgestiegen. © picture alliance / dpa / Larry W. Smith
Axel A. Weber ist seit 2012 Verwaltungsratspräsident der Schweizer Großbank UBS Group AG. Auch er sieht den Aufstieg von Bitcoin kritisch - und bezeichnete sie jüngst als bloße "Transaktionswährung". Doch für einen Notenbanker wie ihn müsse eine richtige Währung mehrere Funktionen erfüllen. Unter anderem müsse sie allgemein akzeptiert sein, als Wertaufbewahrung und offizielles Zahlungsmittel dienen. Daher vertraue er dem Cybergeld nicht.
Axel A. Weber ist seit 2012 Verwaltungsratspräsident der Schweizer Großbank UBS Group AG. Auch er sieht den Aufstieg von Bitcoin kritisch - und bezeichnete sie jüngst als bloße "Transaktionswährung". Doch für einen Notenbanker wie ihn müsse eine richtige Währung mehrere Funktionen erfüllen. Unter anderem müsse sie allgemein akzeptiert sein, als Wertaufbewahrung und offizielles Zahlungsmittel dienen. Daher vertraue er dem Cybergeld nicht. © picture alliance / dpa / Thomas Delley

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