Bald wertvoller als Apple?

Finanzguru prophezeit: So viel wird Bitcoin in fünf Jahren wert sein

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Der Apple-Mitgründer springt überraschend für Bitcoin in die Bresche.

Goldman Sachs hat mit einem Bericht Bitcoin mächtig unter Druck gesetzt. Nun eilt ihm ausgerechnet eine Apple-Größe zu Hilfe. Was es damit auf sich hat.

Wer Steve "Woz" Wozniak schon mal zugehört hat, weiß, dass der Apple-Mitgründer kein Blatt vor den Mund nimmt. Meist sorgt er mit seinen umstrittenen Reden für viel Furore in der Tech-Branche. Nun auch wieder auf der Konferenz "Money 20/20" in Las Vegas, auf der über die Zukunft des Geldes per se, aber auch über Finanztechnologien wie Bitcoin diskutiert wird. Doch was er über die Digitalwährung zu sagen hat, haben wohl viele nicht kommen sehen – und überraschte die anwesenden Gäste. Der Grund: Wozniaks steile These über den Bitcoin.

Apple-Mitgründer wettert: Bitcoin ist besser als Gold oder US-Dollar

Seiner Meinung nach sei das Digitalgeld nämlich um vieles besser als das gute, alte Gold – oder sogar als der US-Dollar. Damit zieht er direkt Stellung zum kürzlich erschienen Bericht der US-Großbank Goldman Sachs, die zwei Analysten auf den Bitcoin angesetzt hatte. Der Auftrag: Sie sollten das Cybergeld mit Gold vergleichen – und zwar im Hinblick auf die Merkmale einer offiziellen, seriösen Währung. Das Ergebnis: Dabei schnitt Bitcoin nicht besonders gut ab – im Gegensatz zu Gold. Während letztere eine sichere, stabile und lukrative Geldanlage böte, sei der Bitcoin nur ein leeres, unzuverlässiges Investment, dessen Kurs zudem ständig gefährlich schwanke. Außerdem sei Gold eine endliche Ressource, während Bitcoin (bis jetzt noch) unendlich geschürft werden könne.

Wozniak resümiert: Bitcoin ist begrenzt - und daher wertvoller als Gold

Doch der Apple-Mitgründer sieht das anders – seiner Meinung nach sei es genau andersherum. So könne Gold immer weiter geschürft werden, während nur eine begrenzte Anzahl an Bitcoins bereit stehe. Außerdem unterliegt das Cybergeld unveränderlichen mathematischen Grundlagen und sei so reguliert. Das mache Bitcoin in den Augen von Wozniak viel wertvoller als Gold. Auch im Vergleich zum US-Dollar oder gar dem Euro schneide Bitcoin besser ab – da Papiergeld von Bankern schließlich ständig nachgedruckt werden könne.

Damit gesellt er sich zu den Krypto-Verteidigern, unter ihnen auch McAfee-Gründer John McAfee. Dieser hatte schon früher auf Jamie Dimons Betrugsanspielung gegenüber dem Cybergeld geantwortet, dass nicht Bitcoin, sondern der US-Dollar eine reine Mogelpackung sei. Der Grund dafür: Für jeden Bitcoin, der geschürft wird, müsse man 1.000 Dollar (etwa 860 Euro) aufbringen, während man für einen US-Dollar nur das Papier, auf dem es gedruckt werde, zahlen müsse, so McAfee. Staatschefs und Banker hätten deshalb auch die größte Angst vor Kryptowährungen wie Bitcoin, argumentierte er weiter.

Dieser Mann lässt sich nicht beirren - er hat alles für Bitcoin aufgegeben, um damit reich zu werden.

Finanzexperte glaubt: Bitcoin in fünf Jahren wertvoller als Apple

Doch ob Apple-Mitgründer Wozniak auch die Ansicht von Finanz-Analyst Ronnie Moas von Standpoint Research teilt? Dieser glaubt nämlich, dass Bitcoin in fünf Jahren eine höhere Marktkapitalisierung als Apple aufweisen könnte. Zum Vergleich: Der Tech-Riese gilt derzeit als wertvollstes Unternehmen der Welt – mit einer Börsennotierung von etwa 806 Milliarden US-Dollar (rund 700 Milliarden Euro). Hätte die Gesamtsumme aller umlaufenden Bitcoins denselben Wert, würde sich der Kurs auf etwa 50.000 US-Dollar (circa 43.000 Euro) belaufen. "Für mich ist das Angebot-Nachfrage-Verhältnis irre. 200 Millionen Menschen rund um die Welt versuchen ein paar Millionen Bitcoins in die Finger zu bekommen“, schließt Moas im Interview gegenüber dem US-Fernsehsender CNBC.

Ein weiterer Finanzexperte ist sich zudem sicher: So viel wird Bitcoin in zehn Jahren wirklich wert sein.

jp

Diese Finanzgurus wettern gegen Bitcoin - und sagen ihm DAS voraus

Jordan Belfort, auch genannt der "Wolf of Wall Street", verriet vor kurzem in einem Interview, dass er keine Zukunft für den Bitcoin sehe. Die Kryptowährung sei dem berüchtigten Hochstapler, der wegen Geldwäsche und Wertpapierbetrugs 22 Monate im Gefängnis saß, einfach zu unsicher. Der heutige Motivationstrainer investiere daher lieber in Gold. Dennoch findet er die Blockchain-Technologie dahinter sehr spannend und kann sich eine Digitalwährung an sich vorstellen, betonte er. Allerdings ausgehend von den Zentralbanken.
Jordan Belfort, auch genannt der "Wolf of Wall Street", verriet vor kurzem in einem Interview, dass er keine Zukunft für den Bitcoin sehe. Die Kryptowährung sei dem berüchtigten Hochstapler, der wegen Geldwäsche und Wertpapierbetrugs 22 Monate im Gefängnis saß, einfach zu unsicher. Der heutige Motivationstrainer investiere daher lieber in Gold. Dennoch findet er die Blockchain-Technologie dahinter sehr spannend und kann sich eine Digitalwährung an sich vorstellen, betonte er. Allerdings ausgehend von den Zentralbanken. © picture alliance / dpa / Robin Van Lonkhuijsen
James "Jamie" Dimon zeigte sich vor kurzem öffentlich sehr ungehalten, als die Sprache auf den Bitcoin kam. Der Chef der US-Großbank JP Morgan Chase hält die Kryptowährung für überbewertet und bezeichnete sie sogar als "Betrug". Außerdem drohte er Mitarbeitern, die mit dem Cybergeld Handel treiben würden, sie sofort zu entlassen, da sie "dumm" seien.
James "Jamie" Dimon zeigte sich vor kurzem öffentlich sehr ungehalten, als die Sprache auf den Bitcoin kam. Der Chef der US-Großbank JP Morgan Chase hält die Kryptowährung für überbewertet und bezeichnete sie sogar als "Betrug". Außerdem drohte er Mitarbeitern, die mit dem Cybergeld Handel treiben würden, sie sofort zu entlassen, da sie "dumm" seien. © Pixabay
Warren Buffett gilt als einer der einflussreichsten Investoren weltweit. Doch auch der 87-jährige Milliardär hält nichts vom Bitcoin. Bereits 2014 sagte er in einem Interview mit CNBC, dass die Kryptowährung reine "Abzocke" sei. Er rät sogar, sich von dem Cybergeld fernzuhalten, da es keinen großen inneren Wert habe. Zwar ist der Kurs seitdem enorm angestiegen - dennoch investiert er lieber weiter in (Apple-)Aktien und ist nun sogar zum Hauptaktionär der Bank of America aufgestiegen.
Warren Buffett gilt als einer der einflussreichsten Investoren weltweit. Doch auch der 87-jährige Milliardär hält nichts vom Bitcoin. Bereits 2014 sagte er in einem Interview mit CNBC, dass die Kryptowährung reine "Abzocke" sei. Er rät sogar, sich von dem Cybergeld fernzuhalten, da es keinen großen inneren Wert habe. Zwar ist der Kurs seitdem enorm angestiegen - dennoch investiert er lieber weiter in (Apple-)Aktien und ist nun sogar zum Hauptaktionär der Bank of America aufgestiegen. © picture alliance / dpa / Larry W. Smith
Axel A. Weber ist seit 2012 Verwaltungsratspräsident der Schweizer Großbank UBS Group AG. Auch er sieht den Aufstieg von Bitcoin kritisch - und bezeichnete sie jüngst als bloße "Transaktionswährung". Doch für einen Notenbanker wie ihn müsse eine richtige Währung mehrere Funktionen erfüllen. Unter anderem müsse sie allgemein akzeptiert sein, als Wertaufbewahrung und offizielles Zahlungsmittel dienen. Daher vertraue er dem Cybergeld nicht.
Axel A. Weber ist seit 2012 Verwaltungsratspräsident der Schweizer Großbank UBS Group AG. Auch er sieht den Aufstieg von Bitcoin kritisch - und bezeichnete sie jüngst als bloße "Transaktionswährung". Doch für einen Notenbanker wie ihn müsse eine richtige Währung mehrere Funktionen erfüllen. Unter anderem müsse sie allgemein akzeptiert sein, als Wertaufbewahrung und offizielles Zahlungsmittel dienen. Daher vertraue er dem Cybergeld nicht. © picture alliance / dpa / Thomas Delley

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