Statistisches Bundesamt

Mehr als 580.000 Verbraucher in Schuldnerberatung

2019 hatten die Schuldner- und Insolvenzberatungsstellen mehr Zulauf als im Jahr zuvor. Foto: Angelika Warmuth/dpa
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2019 hatten die Schuldner- und Insolvenzberatungsstellen mehr Zulauf als im Jahr zuvor. Foto: Angelika Warmuth/dpa

Wer in eine finanzielle Schieflage gerät, kann sich an eine Schuldner- und Insolvenzberatungsstelle wenden. 2019 suchten dort mehr Menschen Hilfe als noch im Jahr zuvor. Was sind die häufigsten Auslöser für eine Überschuldung?

Wiesbaden (dpa) - Mehr als 580.000 Menschen in Deutschland haben im vergangenen Jahr wegen finanzieller Probleme Hilfe von Schuldner- und Insolvenzberatungsstellen in Anspruch genommen. Ein Jahr zuvor lag diese Zahl nach Angaben des Statistischen Bundesamtes noch etwas niedriger bei knapp 571.500 Privatleuten und ehemaligen Selbstständigen.

Hauptauslöser für Überschuldung ist seit Jahren Arbeitslosigkeit: Im Jahr 2019 war in jedem fünften Fall (19,9 Prozent) der Verlust des Arbeitsplatzes der Auslöser. Fast ebenso häufig (16,3) sind Erkrankung oder Unfall der Hauptauslöser.

Mehr als ein Drittel (35 Prozent) der überschuldeten Menschen, die im Jahr 2019 die Hilfe einer Schuldnerberatungsstelle in Anspruch nahmen, lebten nach Angaben der Wiesbadener Statistiker mit mindestens einem unterhaltspflichtigen Kind im eigenen Haushalt.

Die Ergebnisse der Statistik beruhen auf Angaben von 577 der etwa 1450 Schuldnerberatungsstellen in Deutschland zu etwa 142.000 beratenen Menschen. Die Daten wurden anschließend hochgerechnet.

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