Tipps für die Steuererklärung

Mit Spenden Steuern sparen: Einfacher Nachweis bis 200 Euro

+
Wer Geld spendet, sollte immer einen Einzahlungsbeleg oder eine Quittung der Spende für die Steuererklärung aufbewahren. Foto: Tobias Kleinschmidt/dpa/lnw

Das Geschäft mit Mitleid und Hilfsbereitschaft boomt. Etwa sieben Milliarden Euro spenden die Deutschen pro Jahr und tun damit auch etwas für den eigenen Geldbeutel. Denn Spenden lassen sich steuerlich absetzen. Wie viel Aufwand das ist, hängt von der Spendenhöhe ab.

Berlin (dpa/tmn) - Alle Jahre wieder - vor allem in der Vorweihnachtszeit flattern Spendenaufrufe ins Haus. Das Gute dabei: Wer gibt, bekommt auch etwas zurück. Denn das Engagement der Steuerzahler wird steuerlich gefördert.

Kirchliche, mildtätige und gemeinnützige Spenden können bis zu 20 Prozent des Gesamtbetrags der Einkünfte in der Einkommensteuererklärung als Sonderausgaben abgesetzt werden. Überschreiten die geleisteten Spenden diesen Höchstbetrag, kann der übersteigende Betrag in die nächsten Jahre vorgetragen und dann steuerlich geltend gemacht werden.

Voraussetzung für den Steuerabzug ist in der Regel eine ordnungsgemäße Zuwendungsbescheinigung. "Die Bestätigung erhält man vom Empfänger der Spende", erklärt Uwe Rauhöft, Geschäftsführer des Bundesverbandes der Lohnsteuerhilfevereine (BVL). "Dieser kann die Bescheinigung auch direkt elektronisch an das Finanzamt übermitteln."

Allerdings gilt für Spenden bis 200 Euro ein vereinfachter Zuwendungsnachweis. Ausreichend ist hier zum Beispiel ein Einzahlungsbeleg oder der Kontoauszug, aus dem die Spende hervorgeht. Wer den Aufwand des Nachweises seiner Spenden gegenüber dem Finanzamt also verringern will, kann größere Beträge auch aufteilen und verschiedenen Organisationen Spenden bis zur Grenze von 200 Euro zukommen lassen.

Wichtig für die Steuererklärung 2017: Bescheinigungen müssen für diesen Veranlagungszeitraum nur auf Verlangen des Finanzamts eingereicht werden. Allerdings muss die Bescheinigung ein Jahr nach Erhalt des Steuerbescheides aufbewahrt werden. Und das Finanzamt kann verlangen, dass die Belege dennoch eingereicht werden müssen.

Mehr zum Thema

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesene Artikel

Diese zehn Tipps sollten Sie unbedingt befolgen, bevor Sie Aktien kaufen 

Wer langfristig viel Geld machen will, muss in Aktien anlegen, so die Meinung von Profi-Tradern. Welche zehn Regeln vor dem Aktienkauf zu beachten sind, lesen Sie hier.
Diese zehn Tipps sollten Sie unbedingt befolgen, bevor Sie Aktien kaufen 

Darum sollten Sie als Student unbedingt die Steuererklärung 2018 machen

Unimaterialien, Fahrtkosten und Miete: Viele Studenten leben am Existenzminimum. Doch mit ein paar Tricks können Sie mit einer Steuererklärung Geld zurückholen.
Darum sollten Sie als Student unbedingt die Steuererklärung 2018 machen

Krypto-Experte enthüllt: Genau dann knackt Bitcoin wieder sein Allzeithoch

Der Bitcoin-Kurs schwankt extrem – aktuell ist er um 1.000 Euro gefallen. Seit seinem Allzeithoch sind das 60 Prozent Verlust. Das juckt diesen Krypto-Experten wenig.
Krypto-Experte enthüllt: Genau dann knackt Bitcoin wieder sein Allzeithoch

Hat Ihre 2-Euro-Münze dieses Detail? Dann freuen Sie sich über 150.000 Euro

Oh là là: Diese 2-Euro-Münze treibt Händler wie Interessenten die Schamesröte ins Gesicht. Schließlich hat sie ein pikantes Detail, das sehr viel Geld wert ist.
Hat Ihre 2-Euro-Münze dieses Detail? Dann freuen Sie sich über 150.000 Euro

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.