"Probenheld.de"

Produkte umsonst? Wer hier hineintappt, gerät in fiese Abofalle

+
Wenn kein eindeutig gekennzeichneter Kauf-Button am Ende des Bestellvorgangs ist, ist der Vertrag auch nicht kostenpflichtig.

Zahlreiche Deutsche sollen auf eine fiese Abofalle im Internet hereingefallen sein. Die Masche: Produkte für lau. Was die Verbraucherzentrale jetzt rät, hier.

Das Angebot der Internetseite Probenheld.de. hat sich wohl für einige Deutsche zu verlockend angehört. Wer würde schließlich Nein dazu sagen, wenn er jede Woche ein Paket mit kostenlosen oder vergünstigten Produkten erhält? Und die dann am Ende auch noch behalten darf? Doch es war einfach zu schön, um wahr zu sein: Nun müssen sich zahlreiche Internet-User mit horrenden Rechnungen und Inkasso-Drohungen herumschlagen.

Verbraucherzentrale warnt: Kostenlose Produkte? Eher dubiose Abofalle im Internet

Sie sind Opfer einer fiesen Abo-Masche geworden, wie jetzt die Verbraucherzentrale NRW warnt. Kunden, die sich auf der Seite registriert haben, sollen nun für angebliche Mitgliedschaften und Bestellungen zahlen, denen sie nie zugestimmt hatten. Im Gegenteil. Nach der Registrierung sei teilweise überhaupt nichts mehr passiert, erst später seien plötzlich Forderungen dubioser Unternehmen im Briefkasten gelandet.

Auch interessant: Postbank dreht Rentnerin diesen riskanten Fond an - die verliert zehntausende Euro.

So berichtet die Verbraucherzentrale von einem ominösen Dating-Portal Seitensprung.tv, dass nach einer 30-tägigen kostenlosen Testphase von den Verbrauchern satte 79 Euro pro Monat fordert. Das Abo soll über 24 Monate laufen - allerdings werden für ein Jahr im Voraus fast 950 Euro verlangt. Doch auch wenn ein Abo abgeschlossen wurde, sei eine Vorauszahlung der Verbraucherzentrale zufolge nicht rechtens.

Inkassoschreiben, horrende Rechnungen: Das können Sie dagegen tun

Andere "Kunden" berichteten dagegen, dass sie von einer Kreditkartengesellschaft namens der Platinum Card Services Ltd. mit Sitz in London angeschrieben wurden, weil sie angeblich eine MasterCard bestellt hätten. Die Betroffenen bekamen dann per Brief einen Voucher mit einer PIN zugeschickt. Dafür sollten Sie dann fast 100 Euro Ausgabegebühr zahlen. Wer dieser Forderung nicht nachkam, dem flatterte schon das Inkassoschreiben mit saftigen Mahngebühren ins Haus. Doch was tun?

Erfahren Sie hier: Diese beliebten Marken-Produkte kauft jeder - doch sie sind megateure Mogelpackungen.

Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen rät, nicht auf die Zahlungsforderungen einzugehen und stattdessen den "abgeschlossenen" Vertrag schriftlich zu widerrufen. Auf ihrer Homepage bietet sie hierzu kostenlose Musterbriefe an. Schließlich käme nur dann ein Vertrag zustande, wenn am Ende des Bestellvorgangs eindeutig gekennzeichnet sei, dass es sich hierbei - zum Beispiel durch einen Kauf-Button - um eine kostenpflichtiges Angebot handelt.

Lesen Sie auch: Sie lassen Ihr Handy-Ladekabel ständig in der Steckdose? Das könnte teuer zu stehen kommen.

jp

Abgezockt: Die schlimmsten Fälle der Verbraucherzentrale

Copyright: Verbraucherzentrale © 
Copyright: Verbraucherzentrale © 
Copyright: Verbraucherzentrale © 
Copyright: Verbraucherzentrale © 
Copyright: Verbraucherzentrale © 
Copyright: Verbraucherzentrale © 
Copyright: Verbraucherzentrale © 
Copyright: Verbraucherzentrale © 
Copyright: Verbraucherzentrale © 
Copyright: Verbraucherzentrale © 
Copyright: Verbraucherzentrale © 
Copyright: Verbraucherzentrale © 
Copyright: Verbraucherzentrale © 
Copyright: Verbraucherzentrale © 
Copyright: Verbraucherzentrale © 
Copyright: Verbraucherzentrale © 
Copyright: Verbraucherzentrale © 
Copyright: Verbraucherzentrale © 
Copyright: Verbraucherzentrale © 
Copyright: Verbraucherzentrale © 
Copyright: Verbraucherzentrale © 
Copyright: Verbraucherzentrale © 

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesene Artikel

Steuererklärung: Bei diesen Fehlern kann es für Sparer teuer werden

Wer privat fürs Alter vorsorgt, sollte beim Absetzen der Beträge nichts falsch machen. So vermeiden Sie bei der Steuererklärung, dass Sie unnötig Geld verschenken.
Steuererklärung: Bei diesen Fehlern kann es für Sparer teuer werden

300 Euro pro Kind: Familien bekommen jetzt mehr Geld durch Kinderbonus

Wegen der Corona-Krise sollen Familien mit Kindern finanziell unterstützt werden. Geplant ist ein sogenannter Kinderbonus.
300 Euro pro Kind: Familien bekommen jetzt mehr Geld durch Kinderbonus

So viel Zeit bleibt Ihnen noch für die Steuererklärung 2019

Für die Steuererklärung 2019 gibt es eine klare Abgabefrist. Wer merkt, dass er sie nicht einhalten kann, sollte rechtzeitig eine Fristverlängerung beantragen.
So viel Zeit bleibt Ihnen noch für die Steuererklärung 2019

20 Euro auf der Straße gefunden? Vorsicht! Darum sollten Sie es nicht aufheben

Sie sind auf der Straße unterwegs, schauen plötzlich nach unten - und entdecken einen Geldschein. Doch Vorsicht, Sie könnten sich angreifbar machen.
20 Euro auf der Straße gefunden? Vorsicht! Darum sollten Sie es nicht aufheben

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.