Personalengpässe

Rente während Corona-Krise: Hinzuverdienstgrenze 2020 um das Siebenfache erhöht

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Die Coronavirus-Pandemie hat auch Auswirkungen auf die Rentenbezüge. 

Wer in Rente ist, darf normalerweise 6.300 Euro jährlich dazu verdienen. Wegen der Corona-Krise wird die Verdienstgrenze dieses Jahr drastisch erhöht.

  • Rentner dürfen normalerweise 6.300 Euro im Jahr dazu verdienen.
  • Dieses Jahr wird die Grenze wegen der Corona-Krise um das Siebenfache erhöht.
  • Rentner sollen durch ihre Tätigkeiten Personalengpässe abfangen - doch es gibt einen Haken.

Die Bundesregierung hat eine drastische Erhöhung der Hinzuverdienstgrenze für Rentner beschlossen. Diese liegt normalerweise bei 6.300 Euro im Jahr. 2020 dürfen Rentner nun allerdings 44.590 Euro dazu verdienen, ohne dass ihre Rentenbezüge mit Abzügen belastet werden.

Begründet wird diese Maßnahme damit, dass die Weiterarbeit oder Wiederaufnahme einer Beschäftigung nach dem Renteneintritt dadurch erleichtert wird. Aufgrund der Corona-Krise seien nämlich Personalengpässe in vielen Bereichen entstanden, wegen Erkrankungen oder Quarantäne-Anordnungen. Für Rentner soll die Aufnahme einer Nebentätigkeit dadurch attraktiver werden.

Rente: Erhöhung der Hinzuverdienstgrenze nicht von Dauer

Die Erhöhung der Hinzuverdienstgrenze ist jedoch nur vorübergehend. Auf der Seite der Deutschen Rentenversicherung heißt es hierzu, dass sie ab 2021 wieder auf 6.300 Euro pro Kalenderjahr zurückgesetzt wird.

Höherer Hinzuverdienst während der Rente: Das sind die Bedingungen

Wer die Regelaltersgrenze von 67 Jahren (ab Jahrgang 1964) erreicht hat, der darf ohnehin unbegrenzt hinzuverdienen. Allerdings sind diese Personen an Nebentätigkeiten meist eher weniger interessiert. Die Neuregelung ist daher vor allem für Frührentner* interessant. Wer vor der Regelaltersgrenze Anspruch auf Rente hat, der muss bei der Aufnahme von Nebentätigkeiten die Hinzuverdienstgrenze berücksichtigen.

Wer dieses Jahr also Frührentner ist und seine alte Tätigkeit wieder aufnimmt, darf dieses Jahr 44.590 Euro beziehungsweise 3.715 Euro brutto im Monat verdienen und bezieht gleichzeitig seinen vollen Rentenbetrag.

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Personalengpässe in der Gesundheitsversorgung sollen abgefangen werden

Dass Rentner durch diese neue Übergangsregelung wieder zum Arbeiten motiviert werden sollen steht natürlich im Widerspruch dazu, dass ältere Menschen ab etwa 60 Jahren zu den Risikogruppen zählen, die vor einer Infektion mit Covid 19* eigentlich besonders geschützt werden sollen. Bei der Auswahl der Tätigkeiten sollte man dies definitiv bedenken. Seitens der Deutschen Rentenversicherung erhofft man sich trotzdem, dass Personalengpässe unter anderem auch in Krankenhäusern und Pflegeheimen abgefangen werden.

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ök

*Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

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