Freude fürs Finanzamt

Weihnachtsgeschenke sind steuerpflichtig? Das müssen Sie jetzt wissen

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Über manche Weihnachtsgeschenke freut sich auch das Finanzamt

Wer anderen etwas schenkt, beschenkt sich selbst. Doch bei welchen Geschenken wird das Finanzamt mit beschenkt? Ab wann muss die großzügige Oma Steuern zahlen?

  • Geschenke können steuerpflichtig werden, auch an Weihnachten.
  • Um das Finanzamt zu vermeiden, müssen Sie bestimmte Kriterien beachten.
  • So ermitteln Sie Anlass, Art und Wert von Geschenken.

Sind Sie auch schon in Weihnachtsstimmung und haben eventuell schon die ersten Geschenke besorgt? Haben Sie sich dabei schon einmal Gedanken über mögliche Steuern gemacht?

In diesem Fall sind Weihnachtsgeschenke steuerpflichtig

Damit nach dem Fest der Liebe nicht das böse Erwachen kommt, erklärt Prof. Dr. Matthias Hiller, Professor für Rechnungswesen an der SRH Fernhochschule – The Mobile University, warum bei manchen großzügigen Gaben Steuern fällig werden und bei anderen nicht.

"Grundsätzlich unterliegt jede 'freigebige Zuwendung unter Lebenden' der Erbschafts- und Schenkungssteuer. Aber keine Sorge, der Schmuck, das neue Smartphone und die selbst gehäkelten Socken müssen nicht versteuert werden. Denn auf 'übliche Gelegenheitsgeschenke' welche einer 'sittlichen Pflicht' entsprechen, wird keine Steuer erhoben. Man spricht in diesem Zusammenhang auch von der Üblichkeit eines Gelegenheitsgeschenks", erklärt Prof. Hiller. Die Üblichkeit eines Geschenkes ist hierbei aus den Lebensgewohnheiten der jeweiligen Bevölkerungsschichten abzuleiten. Diese unterliegen jedoch einem ständigen Wandel und jeder Mensch hat ein anderes Verständnis davon, was ein normales Geschenk ist.

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Diese drei Kriterien müssen Geschenke erfüllen, um steuerfrei zu bleiben

Um von der Steuer befreit zu werden, muss ein Geschenk drei Kriterien erfüllen: Es muss vom Anlass, von der Art und zuletzt vom Wert her als üblich angesehen werden. "Der Anlass ist mit Weihnachten ganz leicht zu begründen und die geringste Hürde. Schwieriger zu belegen sind jedoch die Art und der Wert", weiß der Steuerexperte. Von der Art her sind Schenkungen von unbeweglichen Gegenständen, also zum Beispiel ein Grundstück, als unüblich anzusehen.

Besonders auslegungsfähig ist jedoch die Frage, welchen Wert das Geschenk haben darf, um steuerfrei zu bleiben. Dabei wird vor allem der Geldwert im Verhältnis zur Leistungsfähigkeit des Schenkenden betrachtet. Auch das Verwandtschaftsverhältnis und die soziale Schicht der Beteiligten wird einbezogen. "Von reichen, sehr nahen Verwandten sind wertvollere Geschenke als üblicher anzusehen, wie von entfernten Verwandten", erläutert Prof. Hiller die Ziele der Regelung.

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Steuerpflichtige Geschenke: Diese Freibeträge gelten

Wer also dieses Jahr sehr großzügig bedacht wurde und eine Erbschaftsteuererklärung unter dem Tannenbaum vermeiden will, dem mag es eine Erleichterung sein, dass das Gesetz weitere Freibeträge kennt. In Abhängigkeit des Verwandtschaftsgrades können Weihnachtsgeschenke, die als nicht üblich angesehen werden, bis zu 500.000 Euro steuerfreigestellt werden.

"Damit dürfte eine Schenkungsteuer auf Weihnachtsgeschenke in der Regel die Ausnahme bleiben" so Prof. Hiller. Und für alle anderen hat Prof. Hiller noch einen Tipp für die besinnlichen Tage: "Sprechen Sie Ihre Liebsten doch einmal auf die Üblichkeit der Weihnachtsgeschenke an. Diese Frage ermöglicht sicherlich spannende Diskussionen und ist eine gelungene Abwechslung zu Tischgesprächen über Politik oder das Wetter."

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Platz 10: Google-Mitbegründer Larry Page hat gut lachen - der 45-Jährige hat mit einem stolzen Vermögen von 50,8 Milliarden Dollar 2019 einen Platz im Olymp der Superreichen ergattert.
Platz 10: Google-Mitbegründer Larry Page hat gut lachen - der 45-Jährige hat mit einem stolzen Vermögen von 50,8 Milliarden Dollar 2019 einen Platz im Olymp der Superreichen ergattert. © dpa / Christoph Dernbach
Platz 9: Ex-Bürgermeister von New York und Gründer des gleichnamigen Medienkonzerns - kein Wunder also, dass Michael Bloomberg sein Vermögen im vergangenen Jahr von 50 auf 55,5 Milliarden Dollar steigern konnte.
Platz 9: Ex-Bürgermeister von New York und Gründer des gleichnamigen Medienkonzerns - kein Wunder also, dass Michael Bloomberg sein Vermögen im vergangenen Jahr von 50 auf 55,5 Milliarden Dollar steigern konnte. © dpa / Henning Kaiser
Platz 8: Nicht nur in der Öffentlichkeit hat Mark Zuckerbergs Image durch die Facebook-Datenskandal Schaden genommen, auch sein Vermögen ist geschrumpft. Während es 2018 noch 70 Milliarden Dollar waren, sind es heute lediglich 62,3 Milliarden Dollar.
Platz 8: Nicht nur in der Öffentlichkeit hat Mark Zuckerbergs Image durch die Facebook-Datenskandale Schaden genommen, auch sein Vermögen ist geschrumpft. Während es 2018 noch 70 Milliarden Dollar waren, sind es heute lediglich 62,3 Milliarden Dollar. © dpa / Kay Nietfeld
Platz 7: Software-Unternehmer Larry Ellison hat turbulente Zeiten hinter sich - bereits während der 2000er-Jahre hatte er 58 Milliarden Dollar auf der Kante. Nach einer Krise verlor er mehr als die Hälfte seines Kapitals. 2019 hat er es sogar auf 62,5 Milliarden Dollar steigern können.
Platz 7: Software-Unternehmer Larry Ellison hat turbulente Zeiten hinter sich - bereits während der 2000er-Jahre hatte er 58 Milliarden Dollar auf der Kante. Nach einer Krise verlor er mehr als die Hälfte seines Kapitals. 2019 hat er es sogar auf 62,5 Milliarden Dollar steigern können. © dpa / Herbert Neubauer
Platz 6: Zu Amancio Ortegas Textil-Imperium zählt auch die spanische Modekette Zara. Laut "Forbes" hat ihm dies über 62,7 Milliarden Dollar eingebracht. Das sind immerhin sieben Milliarden weniger als noch 2018.
Platz 6: Zu Amancio Ortegas Textil-Imperium zählt auch die spanische Modekette Zara. Laut "Forbes" hat ihm dies über 62,7 Milliarden Dollar eingebracht. Das sind immerhin sieben Milliarden weniger als noch 2018. © dpa / Cabalar
Platz 5: Carlos Slim Helu. Der umstrittene Unternehmer aus Mexiko hält sich seit Jahren in den Top Ten der Superreichen. Wegen angeblicher dubioser Geschäfte hatte er es in den 90er-Jahren zu Wohlstand geschafft. Heute beträgt das Vermögen des Milliardärs 64 Milliarden Dollar.
Platz 5: Carlos Slim Helu. Der umstrittene Unternehmer aus Mexiko hält sich seit Jahren in den Top Ten der Superreichen. Wegen angeblicher dubioser Geschäfte hatte er es in den 90er-Jahren zu Wohlstand geschafft. Heute beträgt das Vermögen des Milliardärs 64 Milliarden Dollar. © dpa / Georgi Licovski
Platz 4: Bernard Arnault ist als französischer Textil-Unternehmer kein Unbekannter in der Modeindustrie. Sein Imperium umfasst Marken wie Louis Vuitton oder die Kosmetik-Kette Sephora. Doch auch sein stattliches Vermögen von 76 Milliarden Dollar kann sich sehen lassen. Zum Vergleich: Im Vorjahr waren es noch 72 Milliarden Dollar.
Platz 4: Bernard Arnault ist als französischer Textil-Unternehmer kein Unbekannter in der Modeindustrie. Sein Imperium umfasst Marken wie Louis Vuitton oder die Kosmetik-Kette Sephora. Doch auch sein stattliches Vermögen von 76 Milliarden Dollar kann sich sehen lassen. Zum Vergleich: Im Vorjahr waren es noch 72 Milliarden Dollar. © dpa / Peter Foley
Platz 3: Die US-Investmentlegende Warren Buffett hat es sich 2019 wieder auf dem Siegertreppchen gemütlich gemacht. Zwar kann er 2019 "nur" noch 82,5 Milliarden Dollar (zum Vergleich: 2018 waren es noch 87 Milliarden Dollar) aufweisen, aber das reicht immer noch für die Bronzemedaille.
Platz 3: Die US-Investmentlegende Warren Buffett hat es sich 2019 wieder auf dem Siegertreppchen gemütlich gemacht. Zwar kann er 2019 "nur" noch 82,5 Milliarden Dollar (zum Vergleich: 2018 waren es noch 87 Milliarden Dollar) aufweisen, aber das reicht immer noch für die Bronzemedaille. © dpa / Larry W. Smith
Platz 2: Auch auf dem zweiten Platz hat sich wenig getan: Microsoft-Mitbegründer Bill Gates verteidigt seine Silbermedaille - und konnte dabei sein Vermögen sogar weiter steigern. Satte 96,5 Milliarden Dollar soll er nun besitzen.
Platz 2: Auch auf dem zweiten Platz hat sich wenig getan: Microsoft-Mitbegründer Bill Gates verteidigt seine Silbermedaille - und konnte dabei sein Vermögen sogar weiter steigern. Satte 96,5 Milliarden Dollar soll er nun besitzen. © dpa / Matthias Balk
Platz 1: Das zweite Jahr in Folge konnte Amazon-Gründer Jeff Bezos die Poleposition für sich beanspruchen. Er war der erste Mensch der Welt, dessen Vermögen einen dreistelligen Milliardenbetrag erreichte. Unglaubliche 131 Milliarden Dollar machen ihn zum reichsten Menschen der Geschichte.
Platz 1: Das zweite Jahr in Folge konnte Amazon-Gründer Jeff Bezos die Poleposition für sich beanspruchen. Er war der erste Mensch der Welt, dessen Vermögen einen dreistelligen Milliardenbetrag erreichte. Unglaubliche 131 Milliarden Dollar machen ihn zum reichsten Menschen der Geschichte. © picture alliance / Jörg Carstens

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