Das sollten Sie wissen

So viel Zeit bleibt Ihnen noch für die Steuererklärung 2019

Die Frist für die Steuererklärung 2019 ist am 31. Juli 2020.
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Die Frist für die Steuererklärung 2019 ist am 31. Juli 2020.

Für die Steuererklärung 2019 gibt es eine klare Abgabefrist. Wer merkt, dass er sie nicht einhalten kann, sollte rechtzeitig eine Fristverlängerung beantragen.

  • Den 31. Juli sollten Sie sich für die Steuererklärung 2019 im Kalender eintragen.
  • Dann ist die offizielle Abgabefrist.
  • Die gute Nachricht: Beim Ausfüllen der Anträge haben Sie es im Vergleich zu früher etwas einfacher.

Steuererklärung 2019: Abgabefrist am 31. Juli 2020

Für die Steuererklärung 2019 sollten Sie sich dieses Datum in den Kalender schreiben: Spätestens am 31. Juli 2020  müssen Sie die ausgefüllten Formulare beim Finanzamt abgeben.

Es sei denn, es hilft ein Lohnsteuerhilfeverein oder ein Steuerberater, dann verlängert sich die Abgabefrist bis Ende Februar 2021. Weil der letzte Februartag im Jahr 2021 aber auf einen Sonntag fällt, muss man solche Erklärungen spätestens bis zum 1. März 2021 einreichen.

Die Fristen sind maßgeblich für alle, die eine Steuererklärung* abgeben müssen. Eine Pflicht besteht zum Beispiel dann, wenn jemand zusätzlich zum Arbeitslohn Einkünfte von mehr als 410 Euro erzielt hat. Das gilt auch dann, wenn jemand Lohnersatzleistungen von mehr als 410 Euro im Jahr bekommen hat, also zum Beispiel Arbeitslosengeld, Elterngeld oder Kurzarbeitergeld.

Sich mit der Steuererklärung* beschäftigen müssen zudem alle, die nebeneinander mehrere Arbeitgeber hatten. Die Formulare ausfüllen müssen auch Ehegatten, wenn beide Arbeitslohn bezogen haben und ein Partner mit der Steuerklasse V oder VI besteuert wurde oder das Paar das sogenannte Faktorverfahren (Steuerklasse IV/Faktor) gewählt hatte.

Eine Steuererklärung abgeben müssen zudem die Selbstständigen, Freiberufler und Gewerbetreibenden.

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Steuererklärung 2019: Trödeln wird auto­matisch teurer

Aufschub gewährt das Amt nur bei einem triftigen Grund. Wer die Abgabe unent­schuldigt versäumt, zahlt eventuell drauf, warnt Stiftung Warentest  Das Finanz­amt kann demnach einen Verspätungs­zuschlag verlangen. Dieser beträgt 0,25 Prozent der fest­gesetzten Steuer, mindestens 25 Euro je Verspätungs­monat. "Wird die Erklärung erst 14 Monate nach Ablauf des Steuer­jahres – also im März 2021 – abge­geben, wird der Verspätungs­zuschlag fest­gesetzt." Das erfolge auto­matisch, wenn das Finanz­amt eine Nach­forderung fest­gesetzt hat. "Gibt es eine Erstattung oder beträgt die Steuer null Euro, liegt es im Ermessen der Finanz­beamten, ob ein Zuschlag fällig wird."

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Steuererklärung 2019: So einfach geht es im Vergleich zu früher

Die gute Nach­richt: "Die Steuererklärung 2019 geht schneller als bisher – nicht nur online, sondern sogar auf Papier", erklären die Experten von Stiftung Warentest*. Bei den Formularen sind einige Zeilen und Felder jetzt grün hinterlegt und mit einem kleinen "e" markiert. Das Ausfüllen wird ein wenig einfacher: "Alle Daten, die Steuerzahler dort bislang eintragen mussten, trägt jetzt das Finanz­amt ein", heißt es bei test.de. Arbeit­geber, Krankenkasse oder Renten­versicherung müssten ihm diese Daten bis Ende Februar elektronisch über­mittelt haben. "Die über­mittelten Daten gelten als Angaben des Steuerzah­lers. Daher sollten alle ihren Steuer­bescheid später genau prüfen."

Die grün hinterlegten Felder seien in den Anlagen N, R und Vorsorgeaufwand zu finden. Sie haben daher vor allem für Arbeitnehmer und Rentner Bedeutung. Praktisch: "Arbeitnehmer müssen zum Beispiel nicht mehr die Werte aus ihrer Lohn­steuer­bescheinigung über­tragen. Sie lassen die Felder etwa für den Brutto­lohn oder die gezahlte Lohn­steuer einfach frei." Gleiches gelte für Beiträge zu den Sozial­versicherungen in der Anlage Vorsorgeaufwand. "Rentner müssen in der Anlage R nicht mehr ihren Renten­betrag* oder den Beginn ihrer Rente angeben", teilt Stiftung Warentest weiter mit.

Neben Lohn­steuer­daten und Renten* werden Beiträge für Riester- oder Rürup-Renten, vermögens­wirk­same Leistungen oder Arbeits­losengeld als E-Daten an das Finanz­amt über­mittelt. "Steuerzahler sollten die markierten Felder freilassen und sie nur ausfüllen, wenn sie sicher sind, dass die über­mittelten Daten falsch oder unvoll­ständig sind. Tragen sie in diese Felder nämlich etwas ein, wird beim Finanz­amt auto­matisch eine persönliche Kontrolle durch einen Sach­bearbeiter ausgelöst. Dieser wird dann vermutlich Belege anfordern, die zeigen, warum die über­mittelten Daten falsch oder unvoll­ständig sind."

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Steuererklärung 2019: Keine Belege mitschi­cken

"Belege müssen der Abrechnung nicht mehr beiliegen – auch keine Spendenquittungen und Steuer­bescheinigungen der Bank", so die Experten von Stiftung Warentest. Anleger müssten nur Verlust­bescheinigungen immer vorlegen. Beim Behindertenpausch­betrag sei der Nach­weis zumindest einfacher als bisher. "Nur wenn der Pausch­betrag erst­malig beantragt wird oder sich etwas ändert, müssen Steuerzahler Nach­weise einreichen."

Die Experten raten: "Heben Sie alle Belege nach Erhalt des Steuer­bescheids noch ein Jahr lang auf. Die Beamten fordern sie bei Bedarf an. Sie können Belege auch elektronisch über­mitteln – etwa einge­scannt per E-Mail."

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Quellen: dpa, Stiftung Warentest, test.de

ahu

"Gut und günstig": Diese zehn Marken lieben die Deutschen - doch Sieger ist nicht Aldi

Platz 10: Ikea - Ob Billy-Regal oder Pax-Kleiderschrank: Viele Deutsche verbringen ganze Samstage mit ihrer Familie in der schwedischen Möbelhaus-Kette, die für ihre günstigen Preise bekannt ist. Kein Wunder also, dass der Einrichtungskonzern es 2019 unter die Preis-Leistungs-Sieger geschafft hat.
Platz 10: Ikea - Ob Billy-Regal oder Pax-Kleiderschrank: Viele Deutsche verbringen ganze Samstage mit ihrer Familie in der schwedischen Möbelhaus-Kette, die für ihre günstigen Preise bekannt ist. Kein Wunder also, dass der Einrichtungskonzern es 2019 unter die Preis-Leistungs-Sieger geschafft hat. © dpa / Jens Kalaene
Platz 9: Amazon - Der Online-Versandriese wächst und wächst - trotz umstrittener Mitarbeiterpraktiken. In der Untersuchung konnte er auf einer Skala von -100 bis +100 Punkte 44,2 Punkte abstauben. Zwar ist er im Vergleich zum Vorjahr abgestiegen (damals belegte Amazon Platz sechs im Ranking), dennoch hält er sich immer noch hartnäckig in der Top 10.
Platz 9: Amazon - Der Online-Versandriese wächst und wächst - trotz umstrittener Mitarbeiterpraktiken. In der Untersuchung konnte er auf einer Skala von -100 bis +100 Punkte 44,2 Punkte abstauben. Zwar ist er im Vergleich zum Vorjahr abgestiegen (damals belegte Amazon Platz sechs im Ranking), dennoch hält er sich immer noch hartnäckig in der Top 10. © dpa / Uli Deck
Platz 8: C&A - Neben H&M ist die deutsche Modekette einer der Lieblinge der Deutschen in Sachen Fashion. Allerdings musste der Konzern ebenfalls Punkte einbüßen - und bekam 2019 "nur" 44,8 Punkte.
Platz 8: C&A - Neben H&M ist die deutsche Modekette einer der Lieblinge der Deutschen in Sachen Fashion. Allerdings musste der Konzern ebenfalls Punkte einbüßen - und bekam 2019 "nur" 44,8 Punkte. © dpa / Christian Charisius
Platz 7: Rossmann - Die deutsche Drogeriemarktkette hält sich standhaft gegenüber der Konkurrenz von dm und Müller. Dieses Jahr landete sie mit 45,8 Punkten auf Rang sieben.
Platz 7: Rossmann - Die deutsche Drogeriemarktkette hält sich standhaft gegenüber der Konkurrenz von dm und Müller. Dieses Jahr landete sie mit 45,8 Punkten auf Rang sieben. © dpa / Peter Kneffel
Platz 6: eBay Kleinanzeigen - Tauschen, sammeln oder verkaufen: Auf der Online-Markt-Plattform können die Deutschen Gebrauchtes und Neues nach Belieben an den Mann (oder Frau) bringen. Mit Erfolg. Mit 47,0 Punkten belegt eBay Kleinanzeigen Platz sechs.
Platz 6: eBay Kleinanzeigen - Tauschen, sammeln oder verkaufen: Auf der Online-Markt-Plattform können die Deutschen Gebrauchtes und Neues nach Belieben an den Mann (oder Frau) bringen. Mit Erfolg. Mit 47,0 Punkten belegt eBay Kleinanzeigen Platz sechs. © dpa / Monika Skolimowska
Platz 5: Balea - Nicht nur die Drogeriemarktkette dm, sondern auch ihre Hausmarke hat es in die Top 5 geschafft. Und sie ist beliebter denn je: Mit 47,2 Punkten konnte sie im Vergleich zum Vorjahr gleich drei Plätze aufsteigen.
Platz 5: Balea - Nicht nur die Drogeriemarktkette dm, sondern auch ihre Hausmarke hat es in die Top 5 geschafft. Und sie ist beliebter denn je: Mit 47,2 Punkten konnte sie im Vergleich zum Vorjahr gleich drei Plätze aufsteigen. © dpa / Uli Deck
Platz 4: Aldi Süd - Der Discounter hält seine Platzierung von 2018 und landete wieder mit 47,5 Punkten auf dem vierten Platz.
Platz 4: Aldi Süd - Der Discounter hält seine Platzierung von 2018 und landete wieder mit 47,5 Punkten auf dem vierten Platz. © dpa / Sina Schuldt
Platz 3: Deichmann - "Markenschuhe so günstig" - das gefällt auch vielen Deutschen, weshalb es der Schuhkonzern auf das Siegertreppchen geschafft hat. Damit behält er ebenfalls seinen Platz vom Vorjahr (52,1 Punkte).
Platz 3: Deichmann - "Markenschuhe so günstig" - das gefällt auch vielen Deutschen, weshalb es der Schuhkonzern auf das Siegertreppchen geschafft hat. Damit behält er ebenfalls seinen Platz vom Vorjahr (52,1 Punkte). © dpa / Marc Tirl
Platz 2: dm - Sie ist und bleibt des Deutschen liebste Drogeriemarktkette: dm. Mit 53,8 Punkten schoss dm auf den zweiten Platz - und damit fünf Plätze vor seinem Erzrivalen Rossmann.
Platz 2: dm - Sie ist und bleibt des Deutschen liebste Drogeriemarktkette: dm. Mit 53,8 Punkten schoss dm auf den zweiten Platz - und liegt damit fünf Plätze vor seinem Erzrivalen Rossmann. © dpa / Uli Deck
Platz 1: Lidl - "Lidl lohnt sich": Diesem Slogan vertrauen offenbar viele Deutsche - so konnte sich der Discounter 2019 die Poleposition mit 54,5 Punkten ergattern. Laut den meisten befragten Deutschen bietet er das beste Preis-Leistungs-Verhältnis an.
Platz 1: Lidl - "Lidl lohnt sich": Diesem Slogan vertrauen offenbar viele Deutsche - so konnte sich der Discounter 2019 die Poleposition mit 54,5 Punkten ergattern. Laut den meisten befragten Deutschen bietet er das beste Preis-Leistungs-Verhältnis an. © dpa / Matthias Balk

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