Umfrage

Verbraucher haben genug vom Verpackungsmüll

+
In vielen Haushalten häuft sich in kurzer Zeit jede Menge Verpackungsmüll an. Dabei würde die Mehrheit der Verbraucher den Müll gern reduzieren. Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild

Und schon wieder ist die Tonne voll. Beim Anblick des täglich anfallenden Verpackungsmülls fragt sich so mancher Verbraucher: Muss das sein? Eine Umfrage zeigt, wie gern viele Menschen diesen Müll vermeiden würden.

Düsseldorf (dpa) - Die wachsende Flut von Verpackungsmüll stößt bei den deutschen Verbrauchern auf zunehmenden Widerwillen. Rund 95 Prozent der Befragten plädierten in einer aktuellen Umfrage der Unternehmensberatung PwC dafür, die Materialmenge bei Verpackungen auf ein Minimum zu reduzieren.

Über 80 Prozent fanden außerdem, dass bei Produkten wie Obst und Gemüse eine Verpackung grundsätzlich überflüssig sei. Die Hauptverantwortung für eine Reduzierung des Verpackungsmülls liegt nach Einschätzung der Verbraucher bei den Herstellern der Produkte. Erst an zweiter Stelle folgt der Handel, an dritter Stelle der Gesetzgeber. Nur wenige Verbraucher sehen die Hauptverantwortung bei sich selbst.

Die große Mehrheit der Befragten (94 Prozent) glaubt, dass bei vielen Produkten weniger Verpackungsmaterial ausreichen würde. Besonders bei Drogerie- und Hygieneartikeln sehen sie Übertreibungen - etwa die zusätzlich in eine Pappschachtel verpackte Zahnpasta-Tube.

Rund drei Viertel der Supermarktkunden achten nach eigenen Angaben beim Einkauf von Lebensmitteln inzwischen darauf, Produkte mit so wenig Verpackung wie möglich auszuwählen. Mehrweg-Verpackungen sind deshalb beliebt. Neun von zehn Verbrauchern begrüßen der Umfrage zufolge derartige Angebote. Doch hat die Sache einen Haken: Mehr als 40 Prozent klagen darüber, dass sie oft Probleme haben zu erkennen, ob sie eine Einweg- oder Mehrwegverpackung in den Händen halten.

Angesichts des Siegeszuges des Online-Handels und der damit verbundenen zusätzlichen riesigen Menge an Kartons, Folien und Kisten zeigten sich die Verbraucher auch grundsätzlich offen für neue Ideen zur Müllvermeidung im E-Commerce. Drei Viertel der Befragten würden zum Beispiel ein Mehrwegsystem bei Versandverpackungen gutheißen.

Mehr zum Thema

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesene Artikel

GEZ-Urteil: Kippt das Bundesverfassungsgericht am Mittwoch den Rundfunkbeitrag?

Ob der Rundfunkbeitrag von ARD und ZDF - früher auch GEZ genannt - eine Steuer ist, darüber entscheidet am 18. Juli 2018 das Bundesverfassungsgericht.
GEZ-Urteil: Kippt das Bundesverfassungsgericht am Mittwoch den Rundfunkbeitrag?

Kreditkarten bei Stiftung Warentest: Hier werden Kunden abgezockt

Sind Kreditkarten wirklich kostenlos, wie es viele Anbieter versprechen? Oder lauern versteckte Kosten? Stiftung Warentest hat 23 unter die Lupe genommen - und fiese …
Kreditkarten bei Stiftung Warentest: Hier werden Kunden abgezockt

Geburtstagsfeier in der Firma kann von Steuer absetzbar sein

Die Kosten für eine Geburtstagsfeier können von der Steuer abgesetzt werden - wenn es sich um ein berufliches Event handelt, um etwa das kollegiale Miteinander im Team …
Geburtstagsfeier in der Firma kann von Steuer absetzbar sein

Privatversicherte sollten Kostenübernahme vorab klären

Private Krankenversicherungen sind aufgrund ihrer oft günstigen Beiträge reizvoll. Doch es gibt nicht nur Vorteile, wie die Zeitschrift "Finanztest" berichtet. …
Privatversicherte sollten Kostenübernahme vorab klären

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.