Es kann teurer werden

Viele Paketdienste kassieren dieses Jahr Weihnachtszuschläge

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In einer Paket-Zustellbasis liegt eine LKW-Ladung Pakete bereit. Foto: Bernd Wüstneck/dpa/Illustration

Weihnachtszeit ist für viele auch Pakete-Zeit. Immer mehr Geschenke werden bei Onlinehändlern bestellt. Das könnte jetzt für manche Kunden mehr kosten als im letzten Jahr.

Düsseldorf (dpa) - Viele deutsche Paketdienste verlangen in diesem Jahr von Online-Händlern und anderen gewerblichen Versendern Zuschläge für Sendungen in der Weihnachtszeit.

In den Wochen vor dem Fest würden deutlich mehr Pakete zugestellt als im Jahresdurchschnitt. Das verteuere die Zustellung erheblich, begründete Peter Rey vom Paketdienst DPD am Donnerstag den Schritt. Zuvor hatte die "Wirtschaftswoche" darüber berichtet.

DPD verlangt nach Angaben des Sprechers von Geschäftskunden in der Regel rund 75 Cent mehr pro Paket. Auch der Konkurrent Hermes erhebt zwischen Anfang November und Ende Dezember einen sogenannten "Peak-Zuschlag" - für Pakete, aber auch für Retouren. Die Höhe werde individuell mit den Unternehmen verhandelt, sagte eine Firmensprecherin. UPS verteuert im Weihnachtsgeschäft nach eigenen Angaben vor allem Pakete, die besonders groß oder schwer sind. Der Marktführer, Deutsche Post DHL, will dagegen auf Weihnachtszuschläge verzichten.

Ob die Endkunden beim Online-Geschenke-Shopping etwas von den Preisaufschlägen zu spüren bekommen, ist ungewiss. Denn jeder Händler muss für sich entscheiden, ob er den Preisaufschlag der Paketdienste an seine Kunden weitergibt.

Die ständig wachsende Flut der Sendungen gerade zu Weihnachten stellt die Paketdienste seit Jahren vor große Herausforderungen. Die Post rechnet damit, an den arbeitsreichsten Tagen vor dem Fest in diesem Jahr rund elf Millionen Pakete pro Tag ausliefern zu müssen. Das sind mehr als doppelt so viele wie an normalen Tagen. Die meisten Paketdienste stellen daher in großem Stil Aushilfen ein. Allein die Post wird vor dem Fest rund 10.000 Zusatzkräfte beschäftigen, DPD rund 4000, Hermes bis zu 6500.

Bericht der Wirtschaftswoche

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