In besonderen Fällen

So wehren Sie sich legal gegen die Rundfunkgebühr

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Viele sind empört über die Rundfunkgebühr. Doch es gibt Möglichkeiten, den Rundfunkbeitrag zu umgehen.

Der Rundfunkbeitrag ist für alle verpflichtend. Doch viele Deutsche sind damit nicht einverstanden - und wehren sich dagegen. Was Sie dabei beachten müssen.

Seit Januar 2013 müssen alle deutschen Haushalte Haushalte einen einheitlichen Rundfunkbeitrag zu zahlen, der vom Beitragsservice allgemein erhoben wird. Das Geld daraus fließt an die öffentlich-rechtliche Sendern wie ARD, ZDF und Deutschlandradio. Doch mit der Einführung vor vier Jahren gab es viel Unmut bei den Deutschen. Schließlich ist die Rundfunkgebühr in vieler Augen nicht fair.

Rundfunkgebühr: Pauschalbetrag bleibt immer gleich

Der Grund: Während man früher für jedes Medium im Haushalt einen Beitrag zahlen musste, gibt es nun für alle einen Pauschalbetrag von 17,50 Euro im Monat. Und das sogar, wenn man eigentlich gar keine oder nur wenige Medien nutzt.

Der neue Beitrag richtet sich nicht nach der Anzahl der dort lebenden Personen oder wie viele Medien tatsächlich vorhanden sind. Das heißt: Die Gebühr muss von jedem Haushalt bezahlt werden – ohne wenn und aber.

Der Pauschalbetrag bleibt dabei immer gleich – egal, ob in dem Hausstand ein Single, eine mehrköpfige Wohngemeinschaft oder ein Paar lebt. Doch es gibt ein paar "Schlupflöcher", die dabei helfen, die GEZ-Gebühr zu umgehen.

Umzug in Wohn- oder Lebensgemeinschaften: Beitrag schnellstmöglich abmelden

Wer in eine WG zieht oder mit seinem Lebenspartner zusammenzieht, der kann sich vom Rundfunkbeitrag befreien lassen. Schließlich gibt es dort bereits einen Beitragszahler. Dazu melden Sie sich einfach beim "ARD ZDF Deutschlandradio Beitragsservice" ab.

So funktioniert's: Gehen sie auf das Online-Portal www.rundfunkbeitrag.de. Dort finden Sie das offizielle Formular zur "Abmeldung der Wohnung/en". Darin erklären Sie dann Folgendes: "Ich ziehe zu einem anderen Beitragszahler. Mein Mitbewohner/Lebenspartner/Familienangehöriger zahlt bereits Rundfunkbeiträge für die Wohnung." Nicht vergessen: Geben Sie im Formular die Beitragsnummer des zahlenden Mitbewohners an.

Das Formular nutzen übrigens auch diejenigen, die ins Ausland umziehen, eine Zweitwohnung kündigen oder einen verstorbenen Beitragszahler abmelden müssen.

"Besondere wirtschaftliche Härte" - Ausnahmefälle werden befreit

Aber auch Personen, die zum Beispiel Arbeitslosengeld II, Sozialhilfe oder BAföG beziehen, können sich auf Antrag hin befreien lassen beziehungsweise eine Minderung des Beitragspreises erhalten.

Diese Haushalte unterliegen einer "besonderen wirtschaftlichen Härte" – und sind daher bei den Rundfunkgebühren zu berücksichtigen. Dazu zählen unter anderem:

  • Sozialhilfeempfänger
  • Asylbewerber
  • Empfänger von Grundsicherung im Alter
  • Pflegebedürftige
  • Volljährige, die in einer stationären Einrichtung leben
  • BAföG-Empfänger, die nicht bei den Eltern wohnen
  • Empfänger von Berufsausbildungsbeihilfe
  • Empfänger von Ausbildungsgeld, die nicht bei den Eltern wohnen
  • Taubblinde Personen
  • Empfänger von Blindenhilfe
  • Sonderfürsorgeberechtigte

Schwerbehinderte können dagegen eine Beitragsminderung von 5,99 Euro pro Monat beantragen und müssen diesen mit dem Merkzeichen "RF" im Ausweis kennzeichnen.

Erfahren Sie hier, wie Sie die Rundfunkgebühr legal kündigen können - bei Umzug oder im Todesfall.

GEZ-Gebühr: So beantragen Sie die Beitragsbefreiung

Wer sich also unter einer "besonderen wirtschaftlichen Härte" sieht, benutzt das ebenfalls zur Verfügung stehende Formular auf dem Online-Portal des Beitragsservices.

Dieses nennt sich "Antrag auf Befreiung und Ermäßigung aus sozialen und gesundheitlichen Gründen". Dort werden Sie Schritt für Schritt durch das Formular angeleitet. Drucken Sie es am Ende aus und legen Sie die zum Nachweis geforderten Unterlagen bei. Beides schicken Sie dann schriftlich an die Adresse des Beitragsservices:

ARD ZDF Deutschlandradio

Beitragsservice

50656 Köln

Lesen Sie auch: Warum Sie die Rundfunkgebühr besser nicht in bar bezahlen - und wann Ihnen sogar der Gerichtsvollzieher drohen kann.

Mehr nützliche Tipps und Infos lesen Sie in unserem großen Rundfunkbeitrag-Ratgeber.

Von Jasmin Pospiech

Hier müssen Sie jetzt draufzahlen - und wo Sie viel sparen können

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