Gefährliches Wildtier?

Wolf im Wald: Verhaltensregeln für Spaziergänger

+
Wer im Wald auf einen Wolf trifft, sollte ihm Raum lassen. Vertreiben lässt er sich meist schon mit einem Händeklatschen. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert

Was Landwirte verunsichert, erfreut Naturschützer: Der Wolf breitet sich in Deutschland weiter aus. Damit wird es auch wahrscheinlicher, beim Spaziergang auf das Tier zu treffen. Was ist in dem Fall zu tun?

Berlin (dpa/tmn) - Bei einem Waldspaziergang auf einen Wolf zu treffen, ist unwahrscheinlich - und kein Grund für Hysterie. Es gelten die allgemeinen Grundregeln für den Umgang mit Wildtieren, erklärt der Naturschutzbund Deutschland (NABU).

Das bedeutet konkret: respektvoll Abstand halten, nicht hinterherlaufen, nicht füttern und Jungtiere keinesfalls anfassen. Gegenüber Wildschweinen zum Beispiel sind dieselben Verhaltensgrundsätze zu beachten. Sie leben fast überall in den Wäldern. Von Wildschweinen gehe durch ihre Wehrhaftigkeit und große Anzahl schon allein statistisch gesehen eine größere Gefahr aus als vom Wolf, schreibt der NABU in einem Wolf-Ratgeber im Internet. Der Wald werde durch die Rückkehr des Wolfes nicht gefährlicher.

Wölfe ziehen sich im Normalfall zurück, wenn sie auf Menschen treffen. Dafür sollte man ihnen bei einer Begegnung genug Raum lassen. Wer sich unwohl fühlt, kann sich aufrichten und großmachen. Mit lautem Rufen und Klatschen lassen sich die Tiere verscheuchen.

Wer einen Wolf beobachtet hat, sollte das melden - und hat im Idealfall sogar ein Foto von dem Tier gemacht. Das hilft den Behörden bei der Dokumentation. Die zuständigen Ansprechpartner für das Wolfsmanagement in den Bundesländern sind im Internet unter www.dbb-wolf.de aufgelistet.

Gesunde Wölfe, die man nicht provoziert oder anfüttert, stellen für den Menschen laut NABU in der Regel keine Gefahr dar. Seitdem es sie in Deutschland wieder gibt, habe es keine Situation gegeben, bei der freilebende Wölfe aggressiv gegenüber Menschen waren.

NABU: FAQ zu Wölfen

Ansprechpartner für Wolfsmanagment in den Bundesländern

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesene Artikel

Schutz vor Pfändung braucht keine Rechtfertigung

Ein P.-Konto bietet einen Pfändungsschutz. Der Anspruch auf ein solches Konto ist rechtlich nicht an bestimmte Bedingungen geknüpft. Eine Klage der Verbraucherzentrale …
Schutz vor Pfändung braucht keine Rechtfertigung

So befreien Sie sich jetzt ganz legal vom Rundfunkbeitrag

Der Rundfunkbeitrag ist für alle deutschen Haushalte verpflichtend. Doch viele Deutsche sind damit nicht einverstanden - und wehren sich. Was Sie dabei beachten müssen, …
So befreien Sie sich jetzt ganz legal vom Rundfunkbeitrag

"Bares für Rares": Verkäufer will "Sperrmüll" loswerden - und blamiert Lichter vor laufender Kamera

"Bares für Rares"-Moderator Lichter ist stets gut gelaunt, hat immer einen flotten Spruch auf den Lippen. Doch jetzt brachte ihn ein Verkäufer aus der Fassung.
"Bares für Rares": Verkäufer will "Sperrmüll" loswerden - und blamiert Lichter vor laufender Kamera

Mann ging mit 34 in Rente - drei Jahre später lernte er eine wichtige Lektion

Sie wollen sparen? Dann können Sie es machen wie dieser junge Mann, der sich mit 34 Jahren den schönen Dingen des Lebens widmete - um etwas Wichtiges zu lernen.
Mann ging mit 34 in Rente - drei Jahre später lernte er eine wichtige Lektion

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.