Vergleichsportal berichtet

Sparer aufgepasst: Immer weniger Banken zahlen Zinsen aufs Tagesgeld

Eine Frau hält eine Geldbörse mit Banknoten in der Hand.
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Keine leichten Zeiten für Sparer.

Wie eine aktuelle Auswertung zeigt, zahlen schon vier von fünf Banken gar keine Zinsen mehr aufs Tagesgeld. Erfahren Sie hier mehr über die Ergebnisse.

Im anhaltenden Zinstief haben es Sparer* nicht einfach. Einer Analyse des Vergleichsportals Verivox zufolge zahlen inzwischen 573 Banken und Sparkassen überhaupt keine Zinsen mehr aufs Tagesgeld. Das sei die höchste Zahl, die Verivox bei seinen regelmäßigen Marktauswertungen je erhoben habe, teilte das Unternehmen mit.

573 Banken zahlen laut Analyse null Prozent aufs Tagesgeld

Für die Analyse hat Verivox nach eigenen Angaben die Preisverzeichnisse von 721 Banken und Sparkassen ausgewertet, wie es in der Mitteilung weiter heißt. „Davon bieten 573 Institute einen Tagesgeldzinssatz von 0,00 Prozent – das entspricht einem Anteil von 79 Prozent. Vor gut einem Jahr – im Januar 2020 – lag der Anteil der Nullzins-Banken noch bei 63 Prozent.“

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Sparer aufgepasst: Immer mehr Nullzinsen

Ausgewertet wurden die angebotenen Tagesgeldzinsen den Angaben zufolge bei einer Anlagesumme von 10.000 Euro. Stand der Erhebung war der Mitteilung zufolge der 5. Februar 2021. Die Zinssätze wurden auf die zweite Nachkommastelle gerundet. „Unter den Nullzins-Angeboten finden sich deshalb auch Tagesgelder mit einem Zinssatz von 0,001 Prozent. Bei dieser Verzinsung würde es 10 Jahre dauern, bis eine Tagesgeldanlage von 10.000 Euro einen Euro Zinsen abwirft.“ Darüber hinaus zahlen der Auswertung zufolge 81 Banken und Sparkassen gerade einmal 0,01 Prozent aufs Tagesgeld.

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Zinsen vergleichen: Banken mit unterschiedlichen Konditionen

Sparer sollten auf die Konditionen achten und vergleichen. Verbraucher hätten „Alternativen“, wie es in der Mitteilung von Verivox unter anderem heißt: „Top-Banken mit Sitz im europäischen Ausland zahlen 0,45 Prozent auf Tagesgeld. Bei deutschen Anbietern können Sparer bis zu 0,21 Prozent einstreichen. Wer sein Geld für zwei Jahre fest anlegt, erhält bei Banken im europäischen Ausland in der Spitze 1,25 Prozent und bei deutschen Instituten bis zu 0,8 Prozent Zinsen.“ (ahu) *Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Redaktionsnetzwerks.

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Das Geld vor dem Euro: Kennen Sie diese EU-Währungen noch?

Pesetas, italienische Lire oder Franc: Jedes europäische Land hatte vor dem Euro eine eigene Währung.
Pesetas, italienische Lire oder Franc: Jedes europäische Land hatte vor dem Euro eine eigene Währung. © pixabay
Die Deutsche Mark, auch DM oder D-Mark genannt, war als Bargeld von 1948 bis Ende 2001 die offizielle Währung der Bundesrepublik Deutschlands. Eine Deutsche Mark war wiederum unterteilt in einhundert Pfennig. Neben Münzen gab es sie auch in fünf- bis tausend-DM-Scheinen. Noch heute sollen Milliarden D-Mark im Umlauf sein. Ein Euro soll heutzutage zwei DM wert sein.
Die Deutsche Mark, auch DM oder D-Mark genannt, war als Bargeld von 1948 bis Ende 2001 die offizielle Währung der Bundesrepublik Deutschlands. Eine Deutsche Mark war wiederum unterteilt in einhundert Pfennig. Neben Münzen gab es sie auch in fünf- bis tausend-DM-Scheinen. Noch heute sollen Milliarden D-Mark im Umlauf sein. Ein Euro soll heutzutage zwei DM wert sein. © pixabay
Die italienische Lira war von 1861 bis zur Einführung des Euro das offizielle Zahlungsmittel Italiens. Sie war zudem auch in den beiden Zwergenstaaten San Marino und Vatikanstadt offizielle Währung. Doch vor 2001 spielten wegen einer anhaltenden Inflation nur noch die Werte 50, 100, 200, 500 und 1.000 Lire eine Rolle im Zahlungsverkehr. Ein Euro beträgt nach heutigem Umrechnungskurs etwa 2.000 Lire.
Die italienische Lira war von 1861 bis zur Einführung des Euro das offizielle Zahlungsmittel Italiens. Sie war zudem auch in den beiden Zwergenstaaten San Marino und Vatikanstadt offizielle Währung. Doch vor 2001 spielten wegen einer anhaltenden Inflation nur noch die Werte 50, 100, 200, 500 und 1.000 Lire eine Rolle im Zahlungsverkehr. Ein Euro beträgt nach heutigem Umrechnungskurs etwa 2.000 Lire. © pixabay
Die griechische Drachme galt von 1831 bis 2001. Sie war das offizielle Zahlungsmittel in Griechenland. Der Name ist bereits seit der Antike geläufig und bezeichnete schon damals eine Gewichts- und Münzeinheit aus Silber. Ihre Untereinheit war das Lepto, 100 davon ergaben eine Drachme. Umgerechnet wäre heutzutage ein Euro circa 340 griechische Drachmen wert.
Die griechische Drachme galt von 1831 bis 2001. Sie war das offizielle Zahlungsmittel in Griechenland. Der Name ist bereits seit der Antike geläufig und bezeichnete schon damals eine Gewichts- und Münzeinheit aus Silber. Ihre Untereinheit war das Lepto, 100 davon ergaben eine Drachme. Umgerechnet wäre heutzutage ein Euro circa 340 griechische Drachmen wert. © pixabay
Der Franc (zu deutsch: Franken) war vor der Einführung des Euro die Währung Frankreichs. Zudem galt er seit 1795 in der Schweiz sowie Belgien, Luxemburg und Monaco und den ehemaligen französischen Kolonien wie dem Kongo, Guinea, Ruanda oder Französisch-Polynesien. Ein Franc war wiederum unterteilt in 100 Centimes. Ein Euro wären etwa 6,5 Franc.
Der Franc (zu deutsch: Franken) war vor der Einführung des Euro die Währung Frankreichs. Zudem galt er seit 1795 in der Schweiz sowie Belgien, Luxemburg und Monaco und den ehemaligen französischen Kolonien wie dem Kongo, Guinea, Ruanda oder Französisch-Polynesien. Ein Franc war wiederum unterteilt in 100 Centimes. Ein Euro wären etwa 6,5 Franc. © pixabay
Die spanischen Peseta (zu deutsch: Peseten) und wurde 1869 in Spanien eingeführt. Sie galt ebenfalls im Pyrenäenstaat Andorra. Der offizielle Umrechnungskurs beträgt heute für einen Euro etwa 165 Pesetas. Laut der spanischen Nationalbank können übrig gebliebene Peseten sogar noch bis zum 31. Dezember 2020 in Euro umgetauscht werden.
Die spanischen Peseta (zu deutsch: Peseten) und wurde 1869 in Spanien eingeführt. Sie galt ebenfalls im Pyrenäenstaat Andorra. Der offizielle Umrechnungskurs beträgt heute für einen Euro etwa 165 Pesetas. Laut der spanischen Nationalbank können übrig gebliebene Peseten sogar noch bis zum 31. Dezember 2020 in Euro umgetauscht werden. © pixabay

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