Seltenes Exemplar

Schauen Sie gleich nach: Diese Münzen sind ein Vermögen wert - haben Sie eine davon?

2002 tauschten Millionen EU-Bürger ihre Landeswährung gegen den Euro. Dennoch horten viele ihre alten Münzen. Darunter können sich sogar wahre Schätze verbergen.

  • 2002 löste der Euro die Deutsche Mark und den Pfennig ab.
  • Alte Münzen aus der Prä-Euro-Zeit können viel Geld bringen.
  • Wertvolle Münzen sind ziemlich selten.

Seit rund 18 Jahren zahlen wir in Deutschland mit dem Euro, doch von der guten alten Deutschen Mark haben sich einige Bürger noch nicht verabschieden wollen. Rund 13 Milliarden Mark waren 2016 immer noch nicht an die Deutsche Bundesbank zurückgegeben worden. Diese geht aber davon aus, dass es sich größtenteils um verlorengegangenes oder zerstörtes Geld handelt.

2-Pfennig-Münzen können viel wert sein

Dennoch kann sich in Ihrem Sparschwein ein kleiner Schatz verstecken. Einige DM-Münzen sind nicht nur aufgrund des Euros begehrte Sammlerstücke*, sondern wegen ihres Materials. Besonders wertvoll ist eine früher eher ungeliebte Münze: das 2-Pfennig-Stück.

Allerdings sind nur 2-Pfennig-Münzen aus einem bestimmten Zeitraum wertvoll. Es geht um Prägungen bis um Jahr 1968 und ganz wenige von 1969. Der Grund: Bis 1968 wurden die 2-Pfennig-Stücke aus einer 95-prozentigen Kupferlegierung gefertigt. Danach kam nur noch kupfer-plattiertes Eisen zum Einsatz. Allerdings wurden 1969 noch 500 Stück aus Kupfer geprägt - zu erkennen am Prägezeichen "J".

Diese Münzen werden heutzutage zwischen 2.000 bis 5.000 Euro gehandelt, wenn man den richtigen Käufer findet. Sie sollten also schnell mal einen Blick auf ihre alte DM-Sammlung werfen, ob sich so ein wertvolles 2-Pfennig-Stück noch irgendwo versteckt. Allerdings gibt die Webseite Münzkatalog Online den Wert einer 2-Pfennig-Münze aus dem Jahre 1968 mit gerade mal 175 Euro an - und auch nur mit der Einstufung Stempelglanz, sprich makellos.

Lesen Sie mehr: Psychologin enthüllt - Darum sollten Sie immer einen 100-Euro-Schein dabei haben.

Ebay-Nutzer verlangen für Fehlprägungen hohe Summen

Auf Auktionsbörsen wie Ebay finden sich dennoch 2-Pfennig-Stücke für Preise bis zu rund 3.000 Euro. Diese sind in der Regel nicht im Neuzustand, sondern deutlich gebraucht. Am Ende ist es aber den Sammlern selbst überlassen, welchen Preis sie gewillt sind auszugeben.

In Zeiten des Euro sind vor allem 2-Euro-Münzen mit Fehlprägungen gefragt. Dabei verlangen manche Verkäufer aber astronomische Preise. So wollte im Januar 2020 ein Ebay-Verkäufer 200.000 Euro mit vermeintlichen Fehlprägungen*. Ob er am Ende sein Geld bekommen hat, ist leider nicht bekannt.

Sie haben eine Münze mit Fehldruck? So machen Sie sie zu Geld

Sie haben die Vermutung, dass Sie auch eine Münze mit Fehlprägung besitzen? Dann lesen Sie hier, wie Sie das Geldstück zu viel Geld machen.*

Auch interessant: Halten Sie diese 2-Euro-Münze in Händen? Dann kassieren Sie 130.000 Euro.

Das Geld vor dem Euro: Kennen Sie diese EU-Währungen noch?

Pesetas, italienische Lire oder Franc: Jedes europäische Land hatte vor dem Euro eine eigene Währung.
Pesetas, italienische Lire oder Franc: Jedes europäische Land hatte vor dem Euro eine eigene Währung. © pixabay
Die Deutsche Mark, auch DM oder D-Mark genannt, war als Bargeld von 1948 bis Ende 2001 die offizielle Währung der Bundesrepublik Deutschlands. Eine Deutsche Mark war wiederum unterteilt in einhundert Pfennig. Neben Münzen gab es sie auch in fünf- bis tausend-DM-Scheinen. Noch heute sollen Milliarden D-Mark im Umlauf sein. Ein Euro soll heutzutage zwei DM wert sein.
Die Deutsche Mark, auch DM oder D-Mark genannt, war als Bargeld von 1948 bis Ende 2001 die offizielle Währung der Bundesrepublik Deutschlands. Eine Deutsche Mark war wiederum unterteilt in einhundert Pfennig. Neben Münzen gab es sie auch in fünf- bis tausend-DM-Scheinen. Noch heute sollen Milliarden D-Mark im Umlauf sein. Ein Euro soll heutzutage zwei DM wert sein. © pixabay
Die italienische Lira war von 1861 bis zur Einführung des Euro das offizielle Zahlungsmittel Italiens. Sie war zudem auch in den beiden Zwergenstaaten San Marino und Vatikanstadt offizielle Währung. Doch vor 2001 spielten wegen einer anhaltenden Inflation nur noch die Werte 50, 100, 200, 500 und 1.000 Lire eine Rolle im Zahlungsverkehr. Ein Euro beträgt nach heutigem Umrechnungskurs etwa 2.000 Lire.
Die italienische Lira war von 1861 bis zur Einführung des Euro das offizielle Zahlungsmittel Italiens. Sie war zudem auch in den beiden Zwergenstaaten San Marino und Vatikanstadt offizielle Währung. Doch vor 2001 spielten wegen einer anhaltenden Inflation nur noch die Werte 50, 100, 200, 500 und 1.000 Lire eine Rolle im Zahlungsverkehr. Ein Euro beträgt nach heutigem Umrechnungskurs etwa 2.000 Lire. © pixabay
Die griechische Drachme galt von 1831 bis 2001. Sie war das offizielle Zahlungsmittel in Griechenland. Der Name ist bereits seit der Antike geläufig und bezeichnete schon damals eine Gewichts- und Münzeinheit aus Silber. Ihre Untereinheit war das Lepto, 100 davon ergaben eine Drachme. Umgerechnet wäre heutzutage ein Euro circa 340 griechische Drachmen wert.  
Die griechische Drachme galt von 1831 bis 2001. Sie war das offizielle Zahlungsmittel in Griechenland. Der Name ist bereits seit der Antike geläufig und bezeichnete schon damals eine Gewichts- und Münzeinheit aus Silber. Ihre Untereinheit war das Lepto, 100 davon ergaben eine Drachme. Umgerechnet wäre heutzutage ein Euro circa 340 griechische Drachmen wert.   © pixabay
Der Franc (zu deutsch: Franken) war vor der Einführung des Euro die Währung Frankreichs. Zudem galt er seit 1795 in der Schweiz sowie Belgien, Luxemburg und Monaco und den ehemaligen französischen Kolonien wie dem Kongo, Guinea, Ruanda oder Französisch-Polynesien. Ein Franc war wiederum unterteilt in 100 Centimes. Ein Euro wären etwa 6,5 Franc.
Der Franc (zu deutsch: Franken) war vor der Einführung des Euro die Währung Frankreichs. Zudem galt er seit 1795 in der Schweiz sowie Belgien, Luxemburg und Monaco und den ehemaligen französischen Kolonien wie dem Kongo, Guinea, Ruanda oder Französisch-Polynesien. Ein Franc war wiederum unterteilt in 100 Centimes. Ein Euro wären etwa 6,5 Franc. © pixabay
Die spanischen Peseta (zu deutsch: Peseten) und wurde 1869 in Spanien eingeführt. Sie galt ebenfalls im Pyrenäenstaat Andorra. Der offizielle Umrechnungskurs beträgt heute für einen Euro etwa 165 Pesetas. Laut der spanischen Nationalbank können übrig gebliebene Peseten sogar noch bis zum 31. Dezember 2020 in Euro umgetauscht werden.
Die spanischen Peseta (zu deutsch: Peseten) und wurde 1869 in Spanien eingeführt. Sie galt ebenfalls im Pyrenäenstaat Andorra. Der offizielle Umrechnungskurs beträgt heute für einen Euro etwa 165 Pesetas. Laut der spanischen Nationalbank können übrig gebliebene Peseten sogar noch bis zum 31. Dezember 2020 in Euro umgetauscht werden. © pixabay

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