Nudeln, Kartoffeln und Co.

So lange sind gekochte Lebensmittel im Kühlschrank und ungekühlt noch haltbar

Manchmal bleiben beim Essen gekochte Reste übrig: Wie lange sind sie dann ungekühlt oder im Kühlschrank noch haltbar? Hier erfahren Sie das Wichtigste zum Thema.

Gekochte Nudeln*, die vom Abendessen übrig geblieben sind, Eier, die nicht mehr in den Kühlschrank gepasst haben, ein Eintopf, der zum Abkühlen noch lange auf dem Herd stand ... Wie lange sind gekochte Lebensmittel noch gut? Je nach Aufbewahrung, also im Kühlschrank oder einfach in der Küche ohne Kühlung gibt es unterschiedliche Richtwerte. Allgemein gilt: Prüfen Sie mit Ihren Sinnen Aussehen, Geruch, Konsistenz und Geschmack der in Frage stehenden Lebensmittel. Wenn Sie Bedenken haben, sollten Sie lieber auf den Verzehr verzichten.

Gekochte Nudeln ohne Kühlschrank aufbewahren

Genau die richtige Menge Pasta zu kochen, grenzt an Zauberei. Wenn Sie also mal wieder gekochte Nudeln übrig haben, gilt es, sie bis zur nächsten oder übernächsten Mahlzeit zu lagern und dann wiederzuverwerten. Doch wie lange sind sie haltbar? Während für die Lagerung im Kühlschrank empfohlen wird, die Nudeln nicht länger als drei bis vier Tage aufzubewahren, bleibt ihnen bei der ungekühlten Aufbewahrung ein noch kleineres Zeitfenster. Beim Abkühlen können Keime hineingeraten: besonders Pasta mit Füllung oder Sauce ist bei Zimmertemperatur anfällig für Bakterien. Lassen Sie die Nudeln nicht länger als zwölf Stunden ungekühlt stehen und erhitzen Sie sie dann mindestens für zwei Minuten bei 70 °C.

Lesen Sie auch: Brot im Glas backen – So wird es bis zu 12 Monate haltbar gemacht.

Eintopf: lieber im Kühlschrank lagern

Eintöpfe gehören zu den Gerichten, die man meistens in großer Menge vorkocht – besonders praktisch, da man dann auch prima Portionen einfrieren und bei Bedarf herausholen kann. Doch wie sieht es mit der kurzfristigen Lagerung aus? Eintöpfe sollten Sie auf jeden Fall nach dem Kochen abkühlen lassen (aber maximal zwei Stunden) und dann im Kühlschrank lagern (für zwei bis drei Tage). Bei Zimmertemperatur hält sich Eintopf nämlich nur etwa einen Tag. Durch die Wärme bilden sich Säurekeime, die Eintöpfe schnell sauer werden lassen. Lassen Sie Gerichte wie Chili con Carne also lieber nicht länger als über Nacht draußen stehen.

Gekochte Kartoffeln aufbewahren

Gekochte Kartoffeln bleiben ebenfalls gerne beim Kochen übrig. Aus ihnen kann man noch hervorragend Bratkartoffeln machen. Wenn Sie Pellkartoffeln übrig haben und nicht sofort verarbeiten können, sind sie an einem kühlen Ort bis zu drei Tage lang haltbar. Tipp: Kartoffeln mit Schale sind sogar besser haltbar als geschälte. Außerdem sollten Sie die Kartoffeln nicht in einer geschlossenen Plastikdose lagern: Durch die luftdichte Verpackung sammelt sich Wasser, was das Verderben der Kartoffeln begünstigt. Also am besten mit einem Tuch abtrocknen.

Auch interessant: Sie können Bratkartoffeln viel schneller zubereiten – wenn Sie ein Küchengerät zweckentfremden.

Übrig gebliebener Reis vom Vortag: So lange ist er noch essbar

Man kennt es: Ähnlich wie bei Nudeln ist es beim Reiskochen nicht so einfach, die richtige Menge für die vorhandene Personenzahl abzupassen. Fast immer bleibt gekochter Reis übrig. Wenn Sie ihn im Topf auf dem Herd statt im Kühlschrank stehen lassen, sollten Sie ihn unbedingt am nächsten Tag aufessen, besser nach maximal zwölf Stunden, da er Wärme und Feuchtigkeit ausgesetzt war. Riechen Sie am Reis und erhitzen Sie ihn gut, bevor Sie ihn verzehren. Wenn Sie den Reis im Kühlschrank lagern, sollten Sie ihn nach maximal zwei Tagen aufessen.

Eier kochen und richtig lagern: im Kühlschrank oder nicht?

Hartgekochte Eier halten sich bis zu drei Tage bei Zimmertemperatur. Im Kühlschrank sind es sogar bis zu zwei Wochen. Aber: Wenn Sie die Eier vor dem Kochen angepiekst haben, gilt das nicht: Keime können ins Innere gelangen, die Haltbarkeit verringert sich erheblich. Also sollten Sie die Eier lieber so bald wie möglich aufbrauchen.

Frischhaltedosen für die optimale Aufbewahrung von Lebensmitteln

Die wasser- und luftdichten Behälter von Basil (werblicher Link) mit Vakuumverschluss sind unverzichtbare Küchenhelfer. Das 5er-Set aus Vorratsdosen ist BPA-frei und spülmaschinengeeignet. So bleiben Vorräte länger haltbar.

Marmelade selber einkochen und richtig aufbewahren

Lieben Sie es, Marmelade selbst einzukochen? Dann sollten Sie auch bei der Lagerung einige Punkte beachten. Die gute Nachricht zuerst: Wegen des hohen Zuckergehalts ist Marmelade im geschlossenen Einmachglas sehr lange haltbar, nämlich bis zu zwei Jahre. Und dabei muss sie nicht einmal im Kühlschrank gelagert werden! Anders sieht es bei angebrochenen Gläsern aus. Diese sollten Sie unbedingt im Kühlschrank aufbewahren, um Schimmel zu vermeiden. Bei Zimmertemperatur würde sich sonst nach etwa zwei Wochen Schimmel auf der Marmelade bilden. (mad) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Weiterlesen: Endlos haltbar: Diese Lebensmittel verderben nicht so schnell.

Diese Lebensmittel dürfen Sie nach dem Auftauen nicht wieder einfrieren

Tiefkühlpizza mit Mozzarella.
Nach dem Auftauen wieder einfrieren? Bei Tiefkühlkost wie Pizza ... © CSH via www.imago-images.de
Fischstäbchen mit Kartoffelbrei und Salat.
... oder Fischstäbchen sollten Sie das lieber bleiben lassen. © imago images / Westend61
Aufgebackene Brötchen auf einem Backrost.
Bei Lebensmitteln, die nur aufgetaut werden müssen, wie Brötchen, ist die Gefahr relativ gering.  © Petra Schneider-Schmelzer/Imago
Tiefkühlgemüse mit Packung.
Auch Gemüse können Sie prinzipiell nach dem Auftauen noch einmal einfrieren. © via www.imago-images.de
Frischer Fisch riecht nach nichts.
Vorsicht geboten ist beim erneuten Einfrieren von Fisch und Fleisch, sowohl roh als auch gegart. © picture alliance/dpa/Christian Charisius
Hackfleisch einfrieren - so geht es richtig.
Hackfleisch sollten Sie niemals auftauen und wieder einfrieren: stattdessen durchgaren, dann ist auch das Einfrieren kein Problem. © picture alliance / Hauke-Christian Dittrich/dpa
Bolognese-Sauce selber kochen.
Zum Beispiel können Sie aus dem Hackfleisch eine leckere Bolognese kochen. Die lässt sich dann auch prima einfrieren. © Kia Cheng Boon via www.imago-images.de

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