Kuhmilch-Alternative

Wie Sie Hafermilch selbst herstellen und in welchen Rezepten der Pflanzendrink am besten schmeckt

Ein Glas Milch
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Statt Kuhmilch haben pflanzliche Alternativen immer mehr Zulauf.

Wussten Sie, dass Sie Hafermilch auch selbst machen können? Wir zeigen Ihnen, wie es geht - Und obendrauf gibt es noch leckere Rezeptideen mit dem Haferdrink.

Pflanzliche Milchalternativen* haben in den letzten Jahren einen regelrechten Boom erlebt: aus Hafer, Soja, Mandel, Lupine, Hanf, Kokos oder Reis hergestellt, gibt es die Pflanzendrinks inzwischen in den meisten Supermärkten und Discountern in vielfältigen Varianten zu kaufen. Nachfrage besteht nicht nur bei Veganern und Laktoseintoleranten, sondern immer mehr Menschen präferieren die Alternativen zu Kuhmilch, um sich nachhaltiger zu ernähren und die konventionelle Haltung von Kühen nicht zu unterstützen. Über die Vorteile von Mandelmilch haben auch die Kollegen von 24vita berichtet.

„Milch“ darf man die pflanzlichen Alternativen offiziell übrigens nicht nennen: Der Europäische Gerichtshof hat 2017 beschlossen, dass die milchähnlichen Getränke nicht so bezeichnet werden dürfen. Seitdem nennt man sie Haferdrink, Sojadrink und Ähnliches. Die verschiedenen Pflanzendrinks bieten verschiedene Vor- und Nachteile im Hinblick auf Nährstoffe und Umweltfreundlichkeit. Für Reis- und Mandeldrinks wird zum Beispiel viel Wasser beim Anbau der Basis verbraucht. Nachhaltiger kommt da die Hafermilch daher: Hafer kann auch bei uns angebaut werden und bietet wertvolle Ballast- und Mineralstoffe wie Vitamine B1, B2, E und gesunde ungesättigte Fettsäuren. Und das Beste: Haferdrink lässt sich ganz einfach selber herstellen! Damit sparen Sie Geld und Verpackungsmüll – und sie wissen genau, was drinsteckt.

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Hafermilch selber machen: Sie brauchen nur 2 Zutaten für den Pflanzendrink

  • 1,5 l Wasser
  • 100 g Haferflocken (am besten zarte)

Die Wassermenge entspricht ungefähr der Menge Hafermilch, die Sie nach der Zubereitung herausbekommen. Dementsprechend können Sie die Mengen natürlich anpassen. Beachten Sie: Je mehr Haferflocken Sie nehmen, desto dickflüssiger wird der Drink.

Nach Belieben können Sie zum Süßen und Aromatisieren der Hafermilch auch weitere Zutaten wie Vanille, Zimt oder Agavendicksaft hinzugeben. Außerdem benötigen Sie einen leistungsstarken Standmixer und einen sogenannten Nussmilchbeutel (werblicher Link). Das ist ein Passiertuch, das man speziell zur Herstellung von pflanzlichen Milchalternativen verwenden kann. Stattdessen können Sie aber auch ein grobes Leinentuch oder ein sehr feines Sieb benutzen.

Video: Soja, Mandel oder Hafer? Diese Milch-Alternative ist die beste

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So machen Sie Hafermilch selbst

  1. Kochen Sie das Wasser in einem Topf auf.
  2. Geben Sie die Haferflocken dazu und nach Belieben auch die weitere Zutat zum Aromatisieren.
  3. Lassen Sie das Ganze für etwa 2 Minuten köcheln.
  4. Jetzt lassen Sie den Topfinhalt abkühlen und geben ihn dann in einen Standmixer, wo Sie alles sehr fein mixen.
  5. Die Hafermischung füllen Sie nun in einen Nussmilchbeutel und drücken sie aus, bis keine Flüssigkeit mehr austritt.

Die fertige Hafermilch können Sie in eine oder mehrere saubere Flaschen füllen und luftdicht verschlossen für etwa drei Tage im Kühlschrank aufbewahren. Je frischer zubereitet, desto besser schmeckt sie. Die restliche Masse, die im Nussmilchbeutel verblieben ist, können Sie anderweitig verwenden, zum Beispiel für Ihr Porridge-Frühstück.

Rezepte mit Hafermilch: Das schmeckt am besten mit dem pflanzlichen Drink

Natürlich können Sie Hafermilch grundsätzlich für alles verwenden, wo Sie auch Kuhmilch nutzen: für Müsli und Porridge, im Shake zum Frühstück, zum Backen von Kuchen, Waffeln oder Pancakes. Vielen Menschen mögen Hafermilch wegen ihres süßlichen Geschmacks auch im Kaffee. Im Handel gibt es von einigen Haferdrink-Herstellen sogar eigene „Barista“-Versionen, die sich besonders gut aufschäumen lassen – für den perfekten Latte Macchiato oder Matcha Latte zuhause.

Aber auch beim Kochen, zum Beispiel von Kartoffelpüree oder einem vegetarischen Curry, kann Hafermilch eingesetzt werden. Auch bei der Zubereitung von Saucen passt der Haferdrink gut: Machen Sie zunächst eine Mehlschwitze aus Öl und Mehl, geben dann 250 ml Hafermilch langsam hinzu, rühren nicht vergessen. Jetzt noch mit Salz, Pfeffer und geriebener Muskatnuss würzen und die Sauce etwas eindicken lassen, dann vom Herd nehmen. Guten Appetit! (mad) *Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

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Was ein gesundes Frühstück ausmacht

Beeren und Müsli sind eine gute Idee zum Frühstück, allerdings keine Fertig-Cerealien. Foto: Christin Klose/dpa-tmn
Beeren und Müsli sind eine gute Idee zum Frühstück, allerdings keine Fertig-Cerealien. Foto: Christin Klose/dpa-tmn © Christin Klose
Milch- und Joghurtprodukte zählen zwar zu einem gesunden Frühstück, aber Fertig-Fruchtjoghurts sind ein No-Go. Foto: Christin Klose/dpa-tmn
Milch- und Joghurtprodukte zählen zwar zu einem gesunden Frühstück, aber Fertig-Fruchtjoghurts sind ein No-Go. Foto: Christin Klose/dpa-tmn © Christin Klose
Mit dem Trinken sollte man rechtzeitig am Tag beginnen, um auf die empfohlene Menge von 1,5 Litern am Tag zu kommen. Dazu zählt auch Kaffee. Foto: Christin Klose/dpa-tmn
Mit dem Trinken sollte man rechtzeitig am Tag beginnen, um auf die empfohlene Menge von 1,5 Litern am Tag zu kommen. Dazu zählt auch Kaffee. Foto: Christin Klose/dpa-tmn © Christin Klose
Ernährungsmediziner empfehlen 500 Gramm Obst und Gemüse am Tag. Damit könne man gleich zum Frühstück anfangen - am besten mit Äpfeln und Beeren. Foto: Robert Günther/dpa-tmn
Ernährungsmediziner empfehlen 500 Gramm Obst und Gemüse am Tag. Damit könne man gleich zum Frühstück anfangen - am besten mit Äpfeln und Beeren. Foto: Robert Günther/dpa-tmn © Robert Günther
Astrid Donalies arbeitet bei der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE). Foto: Fotostudio Lichtblick/dpa-tmn
Astrid Donalies arbeitet bei der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE). Foto: Fotostudio Lichtblick/dpa-tmn © Fotostudio Lichtblick
Dr. Matthias Riedl ist Diabetologe, Ernährungsmediziner und Internist sowie Geschäftsführer des Zentrums medicum Hamburg MVZ. Foto: Andreas Sibler/dpa-tmn
Dr. Matthias Riedl ist Diabetologe, Ernährungsmediziner und Internist sowie Geschäftsführer des Zentrums medicum Hamburg MVZ. Foto: Andreas Sibler/dpa-tmn © Andreas Sibler
Wer Brot zum Frühstück essen will, sollte ein Vollkornprodukt wählen. Foto: Christin Klose/dpa-tmn
Wer Brot zum Frühstück essen will, sollte ein Vollkornprodukt wählen. Foto: Christin Klose/dpa-tmn © Christin Klose

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