Koreanisches Fingerfood

Kennen Sie schon Kimbap? Den Sushi-Trend müssen Sie ausprobieren

Kimbap ist Sushi auf koreanische Art. Wie Sie das leckere Trend-Food auch zuhause selber machen können, erfahren Sie hier.

Haben Sie schon vom Kimbap oder auch Gimbap gehört? Woher der Name kommt, ist ganz einfach zu erklären: „Gim“ oder „Kim“ bedeutet auf Koreanisch Seetang, „Bap“ ist gekochter Reis*. Bei dem runden Imbiss handelt es sich also um Reis in einer Seetangrolle – wie bei japanischem Sushi. In Korea gibt es quasi an jeder Ecke einen Kimbap-Laden, wie bei uns die Pommes- oder Dönerbude. Kimbap wird als Snack oder schnelles Mittagessen gegessen, Eltern geben es ihren Kindern auch gern anstatt Schulbroten mit für die Pause.

Kimbap und Sushi: Das sind die Unterschiede

Die Rollen sehen zwar ähnlich aus, sind aber nicht das Gleiche. In Korea liebt man die Sushi-Variante vor allem bunt: Reis wird hier zum Beispiel gerne mit Rote-Bete-Saft eingefärbt und auch die restlichen Zutaten von Möhren über eingelegten Rettich bis Mango sind schön farbenfroh. Auch die Reis-Zubereitung unterscheidet sich: der Reis für Kimbap wird herzhaft gewürzt, beispielsweise mit Sesamöl und Salz, im Gegensatz zum süßlichen Sushi-Reis. Prinzipiell gilt: Mindestens fünf verschiedene Zutaten stecken in einem Kimbap. Einen entscheidenden Unterschied zum japanischen Pendant gibt es: Die Zutaten für Kimbap sind meistens schon vorgegart statt wie beim Sushi roh. Außerdem ist das Algenblatt, in dem die Zutaten eingerollt werden, doppelt so groß wie bei Sushi üblich. Auf die Algen kommt dann eine Schicht bunter Reis und die weiteren Zutaten. Alles aufrollen, in mundgerechte Stücke schneiden und mit einer Sauce servieren. Gegessen wird Kimbap ebenfalls wie Sushi mit Stäbchen. Es gibt aufgrund der Vielzahl von möglichen Zutaten unterschiedlichste Kombinationen für Kimbap. Sie können es also ganz nach Ihrem Geschmack füllen: vegetarisch mit Omelett oder vegan mit viel Gemüse (z. B. gelber Rettich, Süßkartoffel, Avocado, Rote Bete usw.), aber auch eine Füllung mit Fisch oder gebratenem Fleisch ist möglich.

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Kimbap selber machen: Die Zutaten

Für 4 Portionen brauchen Sie:

  • 300 g Reis (Klebreis)
  • 8 geröstete Seetangblätter (Noriblätter)
  • 2 Eier
  • Salz und Pfeffer
  • 1 Karotte
  • 1 eingelegter Rettich
  • 1/2 Salatgurke
  • 4 EL Essig
  • 4 EL Sojasauce
  • 2 EL Sesam

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Kimbap ist Sushi auf koreanische Art.

Kimbap selber machen: So geht‘s

  1. Kochen Sie zuerst den Reis, benutzen Sie dabei etwas weniger Wasser als gewöhnlich. Rösten Sie nebenbei in einer Pfanne den Sesam. Dann aus der Pfanne nehmen.
  2. Schlagen Sie die Eier in einer kleinen Schüssel auf, verquirlen Sie sie mit Salz und Pfeffer und braten Sie sie in der Pfanne zu einem Omelett. Nehmen Sie das fertige Omelett aus der Pfanne und schneiden Sie es in etwa 1 cm dünne Streifen.
  3. Schälen Sie die Karotte und schneiden Sie sie in dünne Streifen, die Sie dann in der Pfanne anbraten, bis sie etwas weicher ist. Halbieren Sie die Gurke längs, entfernen Sie das Fruchtfleisch und schneiden Sie sie in Stifte. Salzen und beträufeln Sie die Gurkenstreifen mit Essig. Dann ebenfalls kurz in der Pfanne anbraten. Den eingelegten Rettich schneiden Sie auch in Streifen.
  4. Geben Sie den Reis in eine Schüssel, würzen Sie ihn mit Salz, Sesam, Essig und Sojasauce, vorsichtig vermischen, bis der Reis eine geschmeidige Konsistenz hat.
  5. Legen Sie das quadratische Seetangblatt auf einer Bambusmatte vor sich hin, verteilen Sie den Reis gleichmäßig darauf. Lassen Sie dabei einen Rand frei. Legen Sie die weiteren Zutaten in Streifen eng beieinander quer auf den Reis.
  6. Dann rollen Sie den Seetang mit Hilfe der Matte eng auf. Den freigelassenen Rand feuchten Sie mit etwas Wasser an, damit der Seetang klebt.
  7. Lassen Sie die Kimbap-Rolle kurz ruhen, dann schneiden Sie sie mit einem scharfen Messer in mundgerechte Stücke.

Zum Servieren richten Sie das Kimbap auf einem Teller an und reichen dazu eine Sauce nach Wahl, zum Beispiel eine Mischung aus Sojasauce und Wasabipaste. (mad) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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Entenbrust und Shiitakepilze eignen sich gut als Einlage in diesem von Sojasauce (Shoyu) geprägten Ramen-Gericht. Foto: Andrea Thode/Hölker Verlag
Entenbrust und Shiitakepilze eignen sich gut als Einlage in diesem von Sojasauce (Shoyu) geprägten Ramen-Gericht. Foto: Andrea Thode/Hölker Verlag © Andrea Thode
Der japanische Koch Haruhiko Saeki eröffnete 2007 die erste Ramen-Bar in Deutschland. Foto: Takumi Ogata
Der japanische Koch Haruhiko Saeki eröffnete 2007 die erste Ramen-Bar in Deutschland. Foto: Takumi Ogata © Takumi Ogata
Daniela Langkamp ist Japan-Bloggerin und Autorin von "111 Gründe, Japan zu lieben". Foto: Daisuke Nikaido
Daniela Langkamp ist Japan-Bloggerin und Autorin von «111 Gründe, Japan zu lieben». Foto: Daisuke Nikaido © Daisuke Nikaido
Stevan Paul ist Food-Journalist und Kochbuchautor. Foto: Andrea Thode/Hölker Verlag
Stevan Paul ist Food-Journalist und Kochbuchautor. Foto: Andrea Thode/Hölker Verlag © Andrea Thode
In seinem Buch "Meine japanische Küche" betont Stevan Paul die Vorzüge der Ramen-Nudeln. Foto: Hölker Verlag
In seinem Buch «Meine japanische Küche» betont Stevan Paul die Vorzüge der Ramen-Nudeln. Foto: Hölker Verlag © Hölker Verlag
Miso-Ramen wird traditionell gerne mit Ei und Mais serviert. Foto: Andrea Thode/Hölker Verlag
Miso-Ramen wird traditionell gerne mit Ei und Mais serviert. Foto: Andrea Thode/Hölker Verlag © Andrea Thode
Die "Tampopo-Nudelsuppe" besteht aus Ramen, in dünne Scheiben geschnittenen Schweinebauch, Frühlingszwiebeln und einen Streifen vom Nori-Blatt. Foto: Andrea Thode/Hölker Verlag
Die «Tampopo-Nudelsuppe» besteht aus Ramen, in dünne Scheiben geschnittenen Schweinebauch, Frühlingszwiebeln und einen Streifen vom Nori-Blatt. Foto: Andrea Thode/Hölker Verlag © Andrea Thode

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