Basilikum, Koriander & Co.

Ein häufiger Fehler: Darum sollten Sie bestimmte Kräuter niemals kochen

Verschiedene Küchenkräuter im Garten: Basilikum, Thymian, Minze und Co.
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Kochen ohne Kräuter ist für Sie unvorstellbar? Dann sollten Sie eine Sache ab sofort beachten.

Sie geben Kräuter gerne frühzeitig in den Topf dazu, wenn Sie ein Gericht zubereiten? Probieren Sie ab sofort eine neue Strategie für mehr Geschmack aus.

  • Beim Kochen benutzen wir Kräuter, um ein Gericht geschmacklich aufzupeppen.
  • Sollte dieses Vorhaben nicht gelingen, steckt wahrscheinlich ein kleiner Fehler dahinter.
  • Wir verraten, wie der Geschmack von Gewürzen am besten zur Geltung kommt.

Haben Sie in Ihrer Küche ein volles Gewürz-Regel, das schon förmlich aus allen Nähten platzt? Das dürfte wohl ein Anzeichen dafür sein, dass Hobby-Köche ihre Gerichte gerne mit Basilikum, Dill, Oregano & Co. aufpeppen. Und tatsächlich lohnt sich eine vielfältige Auswahl an Kräutern, denn unzählige Speisen schmecken mit nur sehr kleinen Mengen an Gewürzen schon gleich viel besser. Ein banales, aber sehr treffendes Beispiel: Rührei*. Je nachdem, wie Sie es würzen, kann es jedes Mal komplett anders schmecken.

Kräuter kochen: Darum sollten Sie es vermeiden

Der richtige Umgang mit Gewürzen will aber gelernt sein. Wer beispielsweise zu viel Salz oder Pfeffer erwischt, kann sehr schnell das gesamte Abendessen für die Familie ruinieren. Entsprechend verzichten viele Menschen komplett auf Kräuter - denn lieber schmeckt das Essen langweilig, als viel zu würzig.

Langweilig kann ein Gericht übrigens auch schmecken, wenn Kräuter zu früh in den Kochtopf wandern. Manche Kandidaten des Gewürz-Regals verlieren nämlich ihren Geschmack, wenn sie zu lange einer großen Hitze ausgesetzt sind. In diesem Fall hilft es auch nicht, eine große Portion an Kräutern in den Topf zu geben, um einen Geschmacksverlust auszugleichen. Die einzige Lösung des Problems: Warten Sie mit dem Würzen ab, bis das Essen fertig ist. Frühstens gegen Ende der Koch-Zeit sollten Kräuter zum Einsatz kommen.

Lesen Sie auch: Knoblauch, Salz und Messer: Starkoch verrät seinen köstlichen Tipp.

Diese Kräuter sollten Sie nicht zu früh in den Kochtopf geben

Um gleich eine Entwarnung auszusprechen: Nein, die beiden Klassiker Salz und Pfeffer können Sie schon von Anfang an verwenden. Etwas kritischer wird es hingegen in Bezug auf Basilikum, Dill, Koriander, Rosmarin und Schnittlauch, berichtet unter anderem das Magazin Freundin. Wer diese Kräuter schon beim Aufwärmen des Herds in den Topf gibt, merkt am Ende vielleicht gar nicht mehr, dass sie überhaupt Teil des Gerichts sind - oder sie verleihen dem Endergebnis eine bittere Note, wie im Falle das Rosmarins. Warten Sie also ab sofort etwas länger, bis sie ihr Frühstück, Mittag- und Abendessen mit Gewürzen aufwerten.

Video: Gewürze – So lange sind sie haltbar

Falls Ihnen noch die passenden Gewürze (werblicher Link) zum Kochen fehlen, können Sie auf Amazon übrigens ein ganzes Set bestellen. (soa) *merkur.de und 24garten.de sind Teil des Ippen-Zentral-Netzwerks.

Auch interessant: Spiegelei braten - Diesen Fehler mit dem Salz machen viele.

Wie gesund sind Gewürze?

Kurkuma wirkt anti-entzündlich - und kann in gewissen Mengen auch als Detox-Gewürz zur Entlastung der Leber funktionieren. Foto: Christin Klose/dpa-tmn
Kurkuma wirkt anti-entzündlich - und kann in gewissen Mengen auch als Detox-Gewürz zur Entlastung der Leber funktionieren. Foto: Christin Klose/dpa-tmn © Christin Klose
Gabriele Kaufmann ist Diplom-Oecotrophologin und Wissenschaftsredakteurin beim Bundeszentrum für Ernährung. Foto: Michael Ebersoll/BLE/dpa-tmn
Gabriele Kaufmann ist Diplom-Oecotrophologin und Wissenschaftsredakteurin beim Bundeszentrum für Ernährung. Foto: Michael Ebersoll/BLE/dpa-tmn © Michael Ebersoll
Manuela Mahn ist Autorin und Gewürz-Expertin aus Bamberg. Foto: Alexander Haselhoff/dpa-tmn
Manuela Mahn ist Autorin und Gewürz-Expertin aus Bamberg. Foto: Alexander Haselhoff/dpa-tmn © Alexander Haselhoff
Jan Frank ist Professor am Institut für Ernährungswissenschaften der Universität Hohenheim. Jan Frank: Jan Frank/dpa-tmn Foto: Jan Frank
Jan Frank ist Professor am Institut für Ernährungswissenschaften der Universität Hohenheim. Jan Frank: Jan Frank/dpa-tmn Foto: Jan Frank © Jan Frank
Mehr als ein Gewürz: Thymian verleiht vielen Gerichten das gewisse Etwas - und hilft auch bei Erkältungen, in Sirupform etwa. Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn
Mehr als ein Gewürz: Thymian verleiht vielen Gerichten das gewisse Etwas - und hilft auch bei Erkältungen, in Sirupform etwa. Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn © Andrea Warnecke
Zaubermittel? Gewürzen werden viele segensreiche Wirkungen nachgesagt - wissenschaftlich nachgewiesen sind aber nur einige von ihnen. Foto: Franziska Gabbert/dpa-tmn
Zaubermittel? Gewürzen werden viele segensreiche Wirkungen nachgesagt - wissenschaftlich nachgewiesen sind aber nur einige von ihnen. Foto: Franziska Gabbert/dpa-tmn © Franziska Gabbert

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