Plätzchen-Saison

Vermeiden Sie diese zehn Fehler beim Plätzchenbacken in der Weihnachtsbäckerei

Jetzt ist es wieder so weit mit der Weihnachtsbäckerei: Butterplätzchen, Lebkuchen, Vanillekipferl. Um den Backspaß und leckere Ergebnisse zu garantieren, sollten Sie einige Fehler vermeiden.

Plätzchen gehören für die meisten Menschen zur Weihnachtszeit wie Dekoration, Glühwein* und Geschenke. Selbstgemacht schmeckt das Gebäck meistens hundertmal besser als gekauft. Es gibt unzählige Rezepte für selbstgebackene Plätzchen, je nach Zeit und Können der Bäcker: von einfachen Butterplätzchen über Kokosmakronen und Zimtsterne bis hin zu Spitzbuben mit Marmelade. Je nach Rezept sind nicht alle Plätzchen immer so einfach zuzubereiten, wie Sie vielleicht denken. Zum Prozess gehört oft etwas mehr Sorgfalt als nur das Mischen der Zutaten und das Blech in den Ofen zu schieben.

Plätzchen sind anfällig für eine Vielzahl von Fehlern, gerade für Backanfänger – zu kurz gebacken, angebrannt oder auseinanderlaufender Teig, um ein paar Beispiele zu nennen. Glücklicherweise sind all diese Probleme zu 100 Prozent vermeidbar. Hier finden Sie eine Liste der häufigsten Fehler beim Backen von Plätzchen, die auftreten können – und wie Sie diese vermeiden.

Fehler beim Plätzchenbacken: Sie schlagen Butter und Zucker nicht schaumig

Oft findet man in Rezepten die Anweisung „Schlagen Sie Butter und Zucker schaumig.“ Aber was bedeutet das eigentlich und ist das wirklich so wichtig für das Endergebnis? Die Antwort lautet: Ja! Egal, ob Sie die Butter-Zucker-Mischung per Hand oder mit einem Handrührgerät aufschlagen, eins ist dabei wichtig: Sie vermischen die Zutaten nicht einfach nur. Durch das Aufschlagen entsteht eine fluffige, schaumige Textur, die sich letztendlich auf die Plätzchenkonsistenz auswirkt.: Sie wollen doch bestimmt locker-luftige Plätzchen statt steinharte, flache? Sie erkennen gut schaumig geschlagene Butter daran, dass sie heller, fast weiß wird. Nehmen Sie sich mindestens fünf Minuten für das Aufschlagen Zeit – mit dem Mixer, per Hand dauert es noch einmal länger.

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Fehler beim Plätzchenbacken: Sie benutzen kalte Zutaten statt zimmerwarme

Ein Klassiker unter den Backfehlern: Man will sofort loslegen beim Backen, holt die Butter und die Eier aus dem Kühlschrank und los geht‘s mit dem Teig. Aber halt: Wenn das Rezept „Zimmertemperatur“ oder „weiche“ Butter verlangt, sollten Sie sich auch daran halten. Butter, die die perfekte Temperatur zum Backen hat, steht weder kurz vor dem Schmelzen, noch fühlt sie sich eiskalt und fest an. Warum das wichtig ist? Übermäßig warme Butter schmilzt sofort im Ofen und lässt Ihre Plätzchen flach auseinanderlaufen.

Wenn ein Rezept Butter, Eier oder Milch bei Raumtemperatur erfordert, nehmen Sie sie etwa eine halbe Stunde, bevor Sie mit dem Backen anfangen wollen, aus dem Kühlschrank. Wenn diese Zutaten bei Raumtemperatur vermischt werden, emulgieren sie und fangen besser die Luft ein, was wiederum zu fluffigen Plätzchen führt.

Fehler beim Plätzchenbacken: Sie backen die Plätzchen zu lange im Ofen

Einige Kekse sollen in der Tat knusprig sein, andere sollen eher weich und klebrig bleiben. Wenn Sie eher Zweiteres von Ihren Plätzchen wollen, sollten Sie sie nicht zu lange im Ofen lassen und in der Nähe bleiben. Sobald sich die Ränder der Plätzchen zu färben beginnen, können Sie die guten Stücke schon herausholen, auch wenn es etwas vor Ende der angegebenen Backzeit ist. Lassen Sie sich nicht irritieren, wenn die Oberfläche beim vorsichtigen Draufdrücken weich nachgibt: Die Plätzchen backen auf dem heißen Blech noch nach und härten beim Abkühlen aus. Lassen Sie sie auf dem Backblech noch etwa 5-10 Minuten liegen, bevor Sie sie vom Blech heben, sonst besteht Bruchgefahr.

Auch interessant: Haferflocken-Kekse aus nur drei Zutaten – schnell gebacken, einfach und lecker.

Fehler beim Plätzchenbacken: Sie lassen keinen Abstand zwischen den Plätzchen

Gerade bei ausgestochenen Butterplätzchen ein typischer, aber unangenehmer Fehler: Wenn Sie auf dem Backblech nicht genügend Abstand zwischen den Plätzchen lassen, besteht die Gefahr, dass sie im Ofen größer werden und ineinanderlaufen. Dann haben Sie zum Schluss ein großes Plätzchen-Mosaik und müssen die einzelnen Teile auseinanderbrechen. Lassen Sie also ausreichend Abstand! Das bedeutet zwar meistens, dass Sie zwei Backbleche brauchen statt eins. Aber das ist ohnehin besser, als wenn Sie auf das heiße Blech aus dem ersten Durchgang die neue Charge Plätzchen legen.

Fehler beim Plätzchenbacken: Sie vergessen die Prise Salz

Nicht umsonst steht in vielen Plätzchenrezepten etwas von einer Prise Salz, die man dem Teig hinzufügen soll. Das haben Sie bisher immer weggelassen? Gerade bei süßem Gebäck macht es tatsächlich einen Unterschied: Salz verstärkt die Aromen von süßem Zucker und Vanille. Ihre Plätzchen werden dadurch also noch feiner.

Fehler beim Plätzchenbacken: Sie benutzen zu viel Mehl

Dieser Fehler betrifft nicht nur Plätzchen, sondern alle Arten von Gebäck, bei dem Sie Mehl verwenden. Viele Hobbybäcker verwenden zum Abmessen des Mehls einen Messbecher, dabei ist es tatsächlich recht schwierig, Mehl nach seinem Volumen zu messen. Das bedeutet, dass häufig zu viel Mehl für einen Teig verwendet wird und dieses nicht im richtigen Verhältnis zu den restlichen Zutaten steht. Um diesem Fehler entgegenzuwirken, sollten Sie das Mehl lieber mit einer Küchenwaage abmessen.

Eine sprechende Küchenwaage für Sehbehinderte

Unterstützung beim Kochen und Backen für Senioren, Blinde und Menschen mit Sehschwäche liefert eine digitale, sprechende Küchenwaage (werblicher Link). Laut und deutlich wird dabei das Messergebnis in Gramm oder Milliliter angegeben. Auch Bedienung und Menüführung erfolgen sprachgesteuert.

Beim Teigausrollen nimmt man gerne Mehl zum Bestäuben der Arbeitsfläche und damit das Nudelholz nicht festklebt. Dabei kann jedoch ebenfalls zu viel Mehl in den Teig gelangen, sodass der Teig zu trocken wird. Als Trick können Sie Ihren Teig stattdessen auf einer Lage Backpapier oder Frischhaltefolie ausrollen.

Fehler beim Plätzchenbacken: Sie heizen den Backofen nicht vor

Während es bei sonstigen Gerichten Befürworter und Gegner gibt, ob man den Ofen nun vorheizen muss oder nicht, ist es beim Plätzchenbacken tatsächlich sinnvoll: Wenn Sie den Backofen vorheizen und die Plätzchen erst bei der richtigen Temperatur hineingeben, können Sie die Backzeit viel besser bemessen und sich genau ans Rezept halten. Aber auch hier gilt: Jeder Backofen ist anders. Bleiben Sie in der Küche und beobachten Sie die Plätzchen: Wenn sich der Rand goldbraun färbt, sind sie fertig. Auch wichtig: Nehmen Sie die Bleche aus dem Ofen, bevor Sie ihn vorheizen! Nur dann kann der Backofen gleichmäßig heizen.

Fehler beim Plätzchenbacken: Sie kühlen den Teig nicht

Dieser Tipp gilt vor allem für Mürbeteig-Gebäck. Oft steht in Rezepten, dass man den Teig nach der Zubereitung im Kühlschrank lagern soll. Haben Sie diesen Part schon mal weggelassen, um Zeit zu sparen? Das ist ein Fehler: Die Gefahr, dass die Plätzchen im Ofen auseinanderlaufen, ist dadurch größer. Lassen Sie den Teig lieber in Kugelform in Frischhaltefolie eingewickelt für 30-60 Minuten im Kühlschrank ruhen. Wenn Sie ihn über Nacht kühlen, ist das auch kein Problem. Zum Ausrollen und Ausstechen kneten Sie den Teig dann einfach portionsweise wieder weicher.

Fehler nach dem Plätzchenbacken: Sie verzieren Ihre Plätzchen falsch

Wenn Sie Probleme beim Verzieren mit Zuckerguss oder Kuvertüre haben, könnte das an einigen Fehlern liegen. Beachten Sie deshalb diese Tipps:

  • Lassen Sie die Plätzchen zuerst gut auskühlen, auf warmen Plätzchen halten Zuckerguss und Co. nicht gut.
  • Nehmen Sie für einen Zuckerguss aus Puderzucker und Wasser oder Zitronensaft nicht zu viel Flüssigkeit. Man unterschätzt, wie viel Puderzucker in Relation zur Flüssigkeitsmenge nötig ist. Der Guss sollte schön dickflüssig sein, damit er gut auf den Plätzchen hält.
  • Lassen Sie den Guss oder die Kuvertüre kurz antrocknen, damit die weitere Deko, wie Zuckerperlen oder Streusel, auch gut haften. Natürlich nicht so lange, dass der Guss zu trocken ist.

Beim Verzieren der Weihnachtsleckereien können Sie durchaus kreativ werden. Abgesehen von Kuvertüre und Zuckerguss eignen sich auch Kräuter aus dem eigenen Garten zum Verzieren der Plätzchen. Zu welch ungewöhnlichen Deko-Mitteln Sie noch greifen können, verrät 24garten.de*.

Fehler nach dem Plätzchenbacken: Sie lagern die Plätzchen falsch

Plätzchen sollten Sie am besten nach Sorten getrennt aufbewahren, damit sich die Aromen nicht vermischen. Bei den meisten Plätzchensorten möchte man, dass sie schön knackig bleiben und nicht weich werden. Am besten lagert man Plätzchen deshalb in einer luftdichten Blechdose. Profi-Tipp: Damit nichts aneinander klebt, können Sie Plätzchen-Schichten mit einer Lage Backpapier trennen. Und wenn älteres Gebäck zu hart wird, können Sie ein Apfelstück mit in die Dose legen, dadurch wird es wieder saftig – aber nach spätestens zwei Tagen den Apfel austauschen – oder die Plätzchen einfach aufessen. (mad) *Merkur.de und 24garten.de sind Teil des Ippen-Digital-Netzwerkes.

Weiterbacken: Kokosmakronen – das schnelle und beliebte Gebäck im Advent und zu Weihnachten.

Weihnachtsplätzchen mit Wow-Effekt

Das Schwarz-Weiß-Gebäck von Foodbloggerin Kathrin Runge kommt ganz ohne Dekormaterial aus. Foto: dpa-tmn
Das Schwarz-Weiß-Gebäck von Foodbloggerin Kathrin Runge kommt ganz ohne Dekormaterial aus. Foto: dpa-tmn © Kathrin Runge
Andreas Neubauer: "Weihnachtsplätzchen", Gräfe und Unzer Verlag, 64 S., 9,99 Euro, ISBN 978-3-8338-7074-3. Foto: dpa-tmn
Andreas Neubauer: «Weihnachtsplätzchen», Gräfe und Unzer Verlag, 64 S., 9,99 Euro, ISBN 978-3-8338-7074-3. Foto: dpa-tmn © Andreas Neubauer
Christiane Kührt: "Weihnachten ganz easy - Yummy", ZS Verlag GmbH, 96 S., 14,99 Euro, ISBN 978-3-8988-3800-9. Foto: dpa-tmn
Christiane Kührt: «Weihnachten ganz easy - Yummy», ZS Verlag GmbH, 96 S., 14,99 Euro, ISBN 978-3-8988-3800-9. Foto: dpa-tmn © ZS Verlag
Christiane Kührt ist Kochbuch-Autorin. Foto: dpa-tmn
Christiane Kührt ist Kochbuch-Autorin. Foto: dpa-tmn © Franziska Voigtmann
Kathrin Runge ist Food-Bloggerin und Autorin. Foto: dpa-tmn
Kathrin Runge ist Food-Bloggerin und Autorin. Foto: dpa-tmn © Tobias Hase
Andreas Neubauer ist Kochbuchautor. Foto: dpa-tmn
Andreas Neubauer ist Kochbuchautor. Foto: dpa-tmn © Julia Schärdel & Ines Häberlein
Herzhafte Spitzbuben bäckt Kathrin Runge auch mal mit einem salzigen Mürbeteig. Dann füllt sie die Doppeldecker mit Frischkäse statt der üblichen Marmelade. Foto: dpa-tmn
Herzhafte Spitzbuben bäckt Kathrin Runge auch mal mit einem salzigen Mürbeteig. Dann füllt sie die Doppeldecker mit Frischkäse statt der üblichen Marmelade. Foto: dpa-tmn © Kathrin Runge

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