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So retten Sie Fleisch, das nicht richtig gegart ist

Fleisch braten ist gar nicht so einfach.
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Fleisch braten ist gar nicht so einfach.

Mit Fleisch ist es so eine Sache. Manchmal ist es zu roh und öfter zu durch, weil es schwer ist, den richtigen Garpunkt zu treffen. So retten Sie es vor dem Müll.

  • Wenn Fleisch auf Ihrem Speiseplan steht, müssen Sie es auch garen.
  • Das ist nicht immer ganz einfach.
  • Wir verraten Ihnen, was Sie brachten müssen, wenn Sie Fleisch retten wollen, das nicht richtig gegart ist.

Der richtige Garpunkt zwischen "zu roh" und "zu durch" ist bei Fleisch relativ schwer zu treffen - zumindest für Hobbyköche mit weniger Erfahrung. Ein Tipp ist es, auf die korrekte Kerntemperatur zu achten, die je nach Fleischstück variiert und die Sie mit einem Fleischthermometer ganz leicht bestimmen können. Bei Schweinefleisch sollte sie  zwischen 65 und 75 Grad liegen, bei Hühnchen mindestens bei 72 Grad.

Die richtige Temperatur ist nicht nur wichtig, damit das Fleisch die perfekte Konsistenz hat. Besonders bei Geflügelfleisch ist sie auch entscheidend, damit mögliche Bakterien abgetötetwerden. Einen weniger gefährlichen als geschmacklich bedenklichen Effekt hat es, wenn Sie das Fleisch zu sehr durchgaren. Es wird dann schnell trocken, zäh und schmeckt im schlimmsten Fall auch noch seltsam.

Um letzteres Szenario zu vermeiden, nehmen viele Hobbyköche (und auch Profiköche in Restaurants*) das Fleisch eher mal zu früh als zu spät vom Grill oder aus der Pfanne. Das Ergebnis: Das Fleisch ist noch nicht ganz durch. Mit einem Fleischthermometer lässt sich dieses "Problem" verhindern, aber auch ohne können Sie das Fleisch natürlich noch auf den Punkt bekommen.

Auch interessant: Wenn Sie diese Zutat benutzen, wird jedes Fleisch butterzart

Was können Sie tun, wenn Fleisch noch nicht durch ist

Es klingt logisch, dass Sie das Fleisch einfach noch mal in die Pfanne oder auf den Grill legen, damit es durchgaren kann. Allerdings birgt hier allzu sorgloses Verhalten zwei Gefahren:

  1. Das Fleisch braucht meist nicht mehr viel Zeit und ist dann eben schnell zu durch und damit dann wirklich nicht mehr zu retten.
  2. Außerdem könnte es anbrennen, wenn es außen eigentlich schon perfekt war.

Ist dasFleisch nicht gerade blutig*, sondern nur etwas zu rosa für Ihren Geschmack, ist Zeit Ihr Küchenhelfer. Lassen Sie das Fleisch einfach noch etwas liegen. Es gart noch etwas nach und die Fleischsäfte verteilen sich wieder. Das kann schon ausreichen.

Wenn Sie doch etwas mit der Pfanne oder dem Grill nachhelfen müssen, sollten Sie das Fleischstück rechtzeitig wenden, damit es gleichmäßig durchgart. Leichter tun Sie sich, wenn Sie das Fleisch einfach im Backofen bei 120 Grad noch einmal etwa fünf Minuten nachziehen lassen, je nach Dicke und Garzustand des Stückes.

Haben Sie Sorge, dass das Fleischstück anbrennen könnte, hilft Ihnen ein Schluck Wasser oder Brühe für mehr Geschmack und ein Deckel für die Pfanne, empfiehlt das Portal Yummy. Achtung: Hier darf sich kein heißes Fett in der Pfanne befinden, sonst könnte es spritzen und Sie verletzen. Der sich bildende Dampf dämpft das Fleischstück durch. Eine knusprige Fleischkruste dürfen Sie bei dieser Methode allerdings nicht erwarten.

Lesen Sie auch: Braten Sie Fleisch "rückwärts" - so bleibt es immer saftig und zart

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Von Entrecôte bis Tenderloin: Eine kleine Steakkunde

Rumpsteak, Filet, Entrecote: Die Auswahl an Fleisch, die über die Verkaufstheken - hier bei der Metzgerei «Kumpel & Keule» in Berlin - wandern, ist groß. Foto: Lino Mirgeler/dpa
Rumpsteak, Filet, Entrecote: Die Auswahl an Fleisch, die über die Verkaufstheken - hier bei der Metzgerei «Kumpel & Keule» in Berlin - wandern, ist groß. © Lino Mirgeler
Fett ist ein wichtiger Geschmacksträger bei Fleisch. Foto: Lino Mirgeler/dpa
Fett ist ein wichtiger Geschmacksträger bei Fleisch. © Lino Mirgeler
Als Entrecôte wird das Zwischenrippenstück bezeichnet. Es ist leicht von Fett durchzogen und daher besonders saftig. Foto: Lino Mirgeler/dpa
Als Entrecôte wird das Zwischenrippenstück bezeichnet. Es ist leicht von Fett durchzogen und daher besonders saftig. © Lino Mirgeler
Das Filet oder auch Tenderloin stammt aus der Lendenmuskulatur und ist besonders zart und mager. Foto: Lino Mirgeler/dpa
Das Filet oder auch Tenderloin stammt aus der Lendenmuskulatur und ist besonders zart und mager. © Lino Mirgeler
Das Rumpsteak, auch Roastbeef genannt, wird aus dem hinteren Rücken geschnitten und ist sehr saftig. Foto: Lino Mirgeler/dpa
Das Rumpsteak, auch Roastbeef genannt, wird aus dem hinteren Rücken geschnitten und ist sehr saftig. © Lino Mirgeler
Beim Dry Aged Beef reift das Fleisch in einer Salzgrotte. So wird das Fleisch butterzart. Foto: Lino Mirgeler/dpa
Beim Dry Aged Beef reift das Fleisch in einer Salzgrotte. So wird das Fleisch butterzart. © Lino Mirgeler
Das T-Bone Steak ist stark marmoriert und hat ein intensives Aroma. Foto: Lino Mirgeler/dpa
Das T-Bone Steak ist stark marmoriert und hat ein intensives Aroma. © Lino Mirgeler
Das Tri-Tip oder auch Bürgermeisterstück hat eine markante, spitze Form. Foto: Lino Mirgeler/dpa
Das Tri-Tip oder auch Bürgermeisterstück hat eine markante, spitze Form. © Lino Mirgeler
Diese Bildkombo (l.o.- r.u.) zeigt Stücke vom Rumpsteak, T-Bone Steak, Wet Aged Entrecote, Dry Aged Entrecôte, Tri-Tip, Bürgermeisterstück sowie Filet. Foto: Lino Mirgeler/dpa
Diese Bildkombo (l.o.- r.u.) zeigt Stücke vom Rumpsteak, T-Bone Steak, Wet Aged Entrecote, Dry Aged Entrecôte, Tri-Tip, Bürgermeisterstück sowie Filet. © Lino Mirgeler
Steak, Ribeye, Onglet: Diese Zuschnitte stammen aus verschiedenen Teilen des Rinds. Grafik: dpa-infografik Foto: dpa-infografik GmbH
Steak, Ribeye, Onglet: Diese Zuschnitte stammen aus verschiedenen Teilen des Rinds. Grafik: dpa-infografik Foto: dpa-infografik GmbH © dpa-infografik GmbH

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