Aufmerksamkeitsstörung therapieren

ADHS bei Erwachsenen: Die Kinderkrankheit, die bis ins hohe Alter anhalten kann

Holzbuchstaben in Würfelform bilden das Wort ADHS (Symbolbild)
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Krankhafte Konzentrationsstörungen können in jedem Alter auftreten (Symbolbild).

Lange Zeit galt ADHS als reine Kinderkrankheit. Doch ungefähr die Hälfte aller Betroffenen leidet auch noch im Erwachsenenalter unter der Störung.

Berlin – Menschen mit ADHS reagieren auf stimulierende Substanzen anders als Menschen ohne die Störung. Koffein, Nikotin und Amphetamine wirken bei ihnen nicht anregend, sondern Studien zufolge eher beruhigend. Zum Teil wird ADHS außerdem immer noch als Kinderkrankheit wahrgenommen, kritisieren Expertinnen und Experten. Dabei nehmen viele Kinder die Störung mit ins Erwachsenenalter. Gar nicht so selten wird die Diagnose auch erst im Erwachsenenalter gestellt.

Hyperaktivität zählt neben Konzentrationsschwierigkeiten und Impulsivität zu Kernsymptomen von ADHS. Und das steckt sogar schon im Namen: Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung. Wie stark und in welcher Form die Symptome bei den Betroffenen ausgeprägt sind, ist sehr individuell. Bei manchen nimmt die Störung keinerlei Einfluss auf ihr Leben, während andere sowohl beruflich als auch privat anecken und einen erheblichen Leidensdruck entwickeln. Bei ADHS-Erkrankten funktioniert das Gehirn anders. Verschiedene Neurotransmitter befinden sich nicht im Gleichgewicht, insbesondere Dopamin und Noradrenalin. Diese steuern unter anderem Antrieb und Motivation. Betroffenen fällt es schwer, sich selbst zeitlich zu organisieren. Experten nennen das „Time-Blindness“: Sie leben im Hier und Jetzt, haben Schwierigkeiten Termine einzuhalten, sie sind zeitblind. Deadlines sind ihr persönlicher Feind. Was gegen die Krankheit helfen kann, lesen Sie hier.* *24vita.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteurinnen und Redakteuren leider nicht beantwortet werden.

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