Aggressiv, gereizt, antisozial

Depression-Auslöser bei Männern: Arbeitslosigkeit oder Rente

Bei Männern gibt es meist andere Ursachen für eine psychische Krankheit als bei Frauen. Foto: Rolf Vennenbernd
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Bei Männern gibt es meist andere Ursachen für eine psychische Krankheit als bei Frauen. Foto: Rolf Vennenbernd

Männer neigen dazu, ganz bewusst ihre Rolle in der Gesellschaft erfüllen zu wollen. Diese Erwartungshaltung an sich selbst kann jedoch schnell zum Bumerang werden und zu einer Depression führen.

Krefeld (dpa/tmn) - Depressionen äußern sich nicht nur bei vielen Männern anders als bei Frauen - sie werden bei ihnen auch durch andere Dinge ausgelöst. Liegt bei Frauen der Auslöser häufig im Privatleben, sind Männer anfälliger für berufsbedingten und leistungsbezogenen Stress.

Typisch männliche Risikofaktoren seien daher zum Beispiel der Verlust der Arbeitsstelle, ein geringes Einkommen, Krisen im Job oder auch der Eintritt in die Rente, erläutert der Berufsverband Deutscher Psychiater (BVDP). Hintergrund sind den Psychiatern zufolge unter anderem in der Gesellschaft noch immer verankerte Stereotype. Viele Männer verstünden es als ihre Aufgabe, stressresistent und belastbar zu sein sowie die Familie zu ernähren.

Während sich die Erkrankung bei Frauen häufig durch Niedergeschlagenheit, Selbstzweifel oder Schlafstörungen äußert, reagieren viele betroffene Männer eher aggressiv, gereizt und antisozial. Allerdings lassen sich weder Risikofaktoren noch Symptome pauschal auf ein Geschlecht anwenden. Es gebe auch Männer, die gängige Symptome aufweisen - und Frauen, die gewissermaßen an der "Männerdepression" erkranken.

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