Therapiechancen erhöhen

Bei Parkinson frühzeitig mit dem Arzt über Ängste sprechen

Eine Folge von Parkinson können auch Depressionen und Angstzustände sein. Patienten sollten so früh wie möglich mit dem Arzt darüber sprechen. Foto: Victoria Bonn-Meuser
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Eine Folge von Parkinson können auch Depressionen und Angstzustände sein. Patienten sollten so früh wie möglich mit dem Arzt darüber sprechen. Foto: Victoria Bonn-Meuser

Verlangsamte Bewegungen oder ein Zittern der Gliedmaßen - das sind typische Symptome einer Parkinson-Erkrankung. Doch oft leiden Betroffene auch unter Angstzuständen. Eine frühzeitige Therapie kann helfen.

Krefeld (dpa/tmn) - Parkinson-Patienten sind häufig von Ängsten geplagt. Aufgrund ihrer Bewegungseinschränkungen stürzen sie häufiger als andere. Hinzu kommt bei vielen Betroffenen Scham - und sie ziehen sich immer weiter aus Kontakten zu anderen Menschen zurück.

Wichtig ist dann, dass Betroffene ihre Ärzte über solche Ängste informieren, erklärt der Berufsverband Deutscher Neurologen. Je früher eine Angststörung erkannt wird, desto besser stehen die Chancen auf eine erfolgreiche Therapie. Zum Einsatz kommt meist eine kognitive Verhaltenstherapie. Auch Medikamente helfen unter Umständen.

Neben Angststörungen kommen auch Depressionen im Zusammenhang mit Parkinson häufig vor, erläutern die Fachärzte. Sie werden als eigenständiges Merkmal der Erkrankung angesehen und gehen vermutlich auf Veränderungen im Gehirn zurück. Eine Depression äußert sich zum Beispiel durch Schuldgefühle, Hoffnungslosigkeit und Schlafstörungen, die mehr als zwei Wochen anhalten. Behandelt werden sie mit Medikamenten und ergänzend mit Psychotherapie.

www.neurologen-im-netz.org

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