Entzündung außer Kontrolle

Blutvergiftung erkennen und behandeln: So verhalten Sie sich bei einer Sepsis richtig

Eine Blutvergiftung kostet jedes Jahr unzählige Menschen das Leben: Als dritthäufigste Todesursache zählt die Sepsis zu den gefährlichsten Krankheiten. So äußert sie sich.

  • Eine Sepsis ist in Deutschland dritthäufigste Todesursache nach Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs. Auf nicht-kardiologischen Intensivstationen ist sie sogar häufigste Todesursache. 
  • Rund 154.000 Menschen erkranken in Deutschland jährlich an einer Blutvergiftung, etwa 56.000 Patienten versterben an den Folgen. Weltweit betrachtet liegt die Sterberate bei 33 Prozent: Von etwa 1.500.000 Patienten überleben 500.000 die Sepsis nicht. 
  • Bei den ersten Anzeichen einer Sepsis sollten Sie sofort handeln. Folgende Symptome sind typisch. 

Einer kleinen Wunde schenkt wohl kaum jemand große Aufmerksamkeit. "Wird schon wieder zuwachsen", denken sich die meisten, kleben ein Pflaster über die Stelle und vergessen die Unachtsamkeit in der Küche oder bei der Gartenarbeit sofort. Dabei kann eine unzureichend versorgte Wunde, in die Bakterien eindringen, im schlimmsten Fall Lebensgefahr bedeuten. In der Regel bekämpft der Körper eine einfache Entzündung zwar erfolgreich, doch gelingt es der körpereigenen Abwehr nicht, die Krankheitserreger zu eliminieren, droht eine Blutvergiftung

Die drei Stadien einer Blutvergiftung

Eine Blutvergiftung wird meist in Zusammenhang mit vorangegangenen Krankheiten und Operationen dokumentiert. So kann etwa eine Meningokokken-Infektion*, eine Lungenentzündung oder eine Infektion mit dem MRSA-Keim eine schwere Sepsis mit toxischem Schocksyndrom und Multiorganversagen zur Folge haben.

Eine Sepsis wird in drei Stadien eingeteilt: Bei einer einfachen Sepsis verlassen Krankheitserreger den Entzündungsherd - etwa eine Wunde - und breiten sich im Körper aus. Im Verlauf entwickelt sich eine schwere Sepsis, die den Ausfall einzelner Organe zur Folge hat. Im Endstadium kommt es zum septischen Schock*, der Blutdruck fällt massiv ab und es kommt zum Multiorganversagen. 

Um einen schweren Verlauf zu vermeiden, muss bei den ersten Symptomen sofort gehandelt, ein Arzt aufgesucht oder der Notruf alarmiert werden. Die Krux: Sepsis-Symptome sind sehr unspezifisch. "Dadurch wird eine Sepsis von Patienten und auch von Medizinern oft mit einer Erkältung oder Grippe verwechselt", informiert die Sepsis Stiftung. 

Typische Symptome einer Sepsis - zählt roter Strich zum Herzen hin dazu?

Folgende Symptome können in Verbindung mit einer Infektion wie einer Blasen- oder Lungenentzündung, einer Wunde oder sogar einem entzündeten Insektenstich Anzeichen einer Blutvergiftung sein: 

  • Fieber 
  • Schüttelfrost 
  • starke Schmerzen 
  • extremes Krankheitsgefühl 
  • Verwirrtheit 
  • schnelle Atmung 
  • Kurzatmigkeit
  • fleckige Haut an Armen / Beinen 

Es kursiert das Gerücht, dass ein dunkler Strich, der sich vom Arm aus zum Herzen zieht, eine Sepsis kennzeichnet. Bei den meisten Sepsis-Patienten sei dies nicht der Fall, wie die Sepsis Stiftung berichtet. Jedoch könne es tatsächlich zu dem Strich kommen, wenn sich eine Lymphbahn entzündet. 

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Sepsis-Therapie: Schnelle Hilfe erhöht Überlebenschance

Wird eine Blutvergiftung frühzeitig erkannt und behandelt, steigen die Überlebenschancen. Daher sollten Sie bei einem Verdacht auf Sepsis sofort ärztliche Hilfe suchen. Eine Sepsis ist ein Notfall, der im Krankenhaus und in schweren Fällen auf der Intensivstation behandelt werden muss

Mediziner werden in einem ersten Schritt Blut abnehmen, um das Bakterium oder andere Krankheitserreger zu bestimmen, die die Sepsis ausgelöst haben. Da die Auswertung mehrere Tage dauern kann, wird in der Regel vorsorglich ein Breitbandantibiotikum verabreicht und eine Infusion gegeben, um den Kreislauf* zu stabilisieren. Je nach Zustand des Patienten kann auch eine zusätzliche Versorgung mit Sauerstoff und die Gabe von kreislaufstabilisierenden Medikamenten notwendig sein. 

Mehr Quellen: www.sepsis-hilfe.org/de

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jg

Diese Viren und Bakterien machen uns krank

HIV-Virus: Das Virus löst die Immunschwäche Aids aus. Rund 20 Jahre nach seiner Entdeckung ist Aids die verheerendste Infektionskrankheit, die die Menschheit seit der Pest im 14. Jahrhundert herausgefordert hat.
Pest Erreger Yersinia pestis: Die Infektionserkrankung wird erstmals im 6. Jahrhundert im Mittelmeerraum nachgewiesen. 1894 wird das Bakterium entdeckt. Heutzutage sind bei früher Diagnose die Heilungschancen durch Antibiotika hoch.
Ebola Virus: Das Virus verursacht mit inneren Blutungen einhergehendes Fieber. In bis zu 90 Prozent der Fälle verläuft die Krankheit tödlich. Wissenschaftler arbeiten mit Hochdruck an einem Impfstoff.
Grippe Virus: Antigene (gelbe und blaue Antennen) sitzen auf einer doppelten Fettschicht, die sich um die Erbsubstanz im Inneren schließt. Mit der Vermischung verschiedener Virentypen entstehen neue Erbsubstanzen und damit auch Antigene.
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