Asperger-Syndrom

Cannabis bei Autismus: Wie Marihuana Betroffenen helfen kann

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Marihuana als Arznei? Cannabis soll Symptome bei Autismus lindern können.

Autisten haben oft Probleme im Alltag, weil ihre sozialen Fähigkeiten nicht so gut ausgeprägt sind wie bei anderen Menschen. Wie Cannabis Betroffenen helfen könnte. 

Autismus ist eine Entwicklungsstörung, die sich auf ganz unterschiedliche Art und Weise äußern kann. Man unterscheidet frühkindlichen Autismus, das Asperger-Syndrom und atypischen Autismus, die alle unter dem Begriff Autismus-Spektrum-Störung (ASS) zusammengefasst werden. Betroffene haben große Schwierigkeiten dabei, Umwelt- und Sinnesreize wahrzunehmen und zu verarbeiten. Auch das Deuten von emotionalen Signalen fällt Autisten sehr schwer, was zu Missverständnissen im sozialen Umfeld führt. Viele Autisten reagieren mit Wutausbrüchen oder sogar selbstverletzendem Verhalten.  

Um die Probleme, die die Entwicklungsstörung für Betroffene mit sich bringt, zu lindern, gibt es einige Behandlungsansätze. Dazu gehört Verhaltenstherapie oder aber Medikamente. Auch Inhaltsstoffe in Cannabis sollen Betroffenen helfen. Etwa Cannabidiol-Öl, das Überempfindlichkeit gegen Lärm, körperliche Empfindungen und Gerüche lindert, die bei autistischen Patienten selbstverletzendes oder hyperaktives Verhalten auslösen können.

THC und CBD gegen Wutausbrüche - wann Cannabis bei Autismus helfen kann

Wie das US-amerikanische Portal Hytiva berichtete, fand das Autism Research Institute heraus, dass autistische Kinder von der medizinischen Anwendung von Cannabis profitieren können. So sollen Präparate mit den Inhaltsstoffen THC (Tetrahydrocannabinol) und CBD (Cannabidiol) aus der Hanfpflanze aggressives Verhalten und Angst lindern, bei Panikstörungen und Wutausbrüchen helfen und selbstverletzendem Verhalten vorbeugen.

In Deutschland ist Cannabis zur medizinischen Anwendung bei Autismus nicht zugelassen, doch es gibt viele Verfechter der neuartigen Therapie. So berichtet Hytiva, dass in einigen US-amerikanischen Staaten CBD-Öl aus der Hanfpflanze für autistische Kinder in Ausnahmefällen zugelassen ist, nachdem Eltern eine Petition dafür eingereicht hatten.

Medizinisches Marihuana: Nutzen bei Lethargie und Reizbarkeit

Im US-Bundesstaat Colorado ist der Einsatz von medizinischem Marihuana als Medikament gegen Autismus-Symptome seit Kurzem zugelassen, wie die Hannoversche Allgemeine berichtete. Der Bundesstaat hatte im Jahr 2018 eine Studie in Auftrag gegeben, die den Nutzen von medizinischem Marihuana bei Hyperaktivität, Lethargie, Tourette-Attacken und Reizbarkeit belegt hatte.

Nicht nur immer mehr Studien, auch Erfahrungsberichte zeigen dem Portal Hytiva zufolge positive Wirkung von cannabisbasierter Arznei auf Betroffene. So gab dem Portal Forbes zufolge eine Mutter ihren autistischen Sohn Marinol, eine synthetischen Form von Cannabis. Der Effekt war enorm: So hörte ihr Sohn auf, sich selbst zu verletzen, indem er etwa seinen Kopf gegen Dinge schlug.

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Ihre Meinung ist gefragt

Soziale Situationen und Veränderungen überfordern

Die richtige Behandlung bei Autismus ist deshalb so wichtig, weil Betroffene oft selbst einen enormen Leidensdruck verspüren. Folgende Merkmale sprechen für Autismus, wie autismus Deutschland e.V., der Bundesverband zur Förderung von Menschen mit Autismus aufführt:

  • Betroffene können soziale und emotionale Signale schwer einschätzen.
  • Ihre Reaktion auf Gefühle anderer Menschen ist selten angemessen.
  • Soziale Situationen überfordern Betroffene oft und sie wissen nicht, wie sie sich verhalten sollen.
  • Die Entwicklung der Sprache ist oft beeinträchtigt.
  • Menschen mit Autismus fallen oft durch eingeschränkte, sich wiederholende und stereotype Verhaltensmuster, Interessen und Aktivitäten auf.
  • Auch motorische Auffälligkeiten wie Schaukeln, Wedeln, Kreiseln von Dingen sind typisch bei Autismus.
  • Auf Veränderungen - seien es Einrichtung, Kleidung, Abläufe - können Autisten sehr heftig reagieren.
  • Menschen mit Autismus neigen auch zu psychischen Begleitstörungen wie übergroße Befürchtungen, Phobien, Schlaf- und Essstörungen.
  • Wutausbrüche und fremd- oder selbstverletzendes Verhalten kann bei autistischen Menschen oft beobachtet werden.

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jg

Warum uns die Natur so gut tut

Annette Bernjus leitet Achtsamkeitsübungen an, wenn sie mit den Teilnehmern ihrer Kurse so wie hier im Wald unterwegs ist. Foto: Manfred Bernjus/embe-Foto
Annette Bernjus leitet Achtsamkeitsübungen an, wenn sie mit den Teilnehmern ihrer Kurse so wie hier im Wald unterwegs ist. Foto: Manfred Bernjus/embe-Foto © Manfred Bernjus
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Zum Themendienst-Bericht von Bernadette Winter vom 22. August 2018: Prof. Dr. med. Andreas Michalsen ist Chefarzt der Abteilung Naturheilkunde im Immanuel Krankenhaus Berlin. Foto: Anja Lehmann/Immanuel Krankenhaus Berlin © Anja Lehmann
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Achtsamkeitsübung im Wald. Annette Bernjus rät, dort ganz bewusst zu pausieren. Foto: Manfred Bernjus/embe-Foto
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Einfach mal einen Baum umarmen: Annette Bernjus leitet die Teilnehmer ihrer Seminare an, die Natur wieder bewusster wahrzunehmen. Foto: Manfred Bernjus/embe-Foto © Manfred Bernjus
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