Superspreader-Orte

Wer sich an diesen drei Corona-Hotspots aufhält, erhöht das Ansteckungsrisiko enorm

Mann rollt ein Fahrradergometer aus Fitnessstudio
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Fahrradergometer verliehen: Manche Fitnessstudios leihen ihren Mitgliedern für die Dauer der Schließung während des Lockdowns Equipment aus.

Schlecht belüftete Innenräume und viele Menschen: Perfekte Bedingungen für das Coronavirus. US-Forscher fanden heraus, wo genau sich die meisten mit Covid-19 anstecken.

  • Der Hauptinfektionsweg von Covid-19 ist die Tröpfcheninfektion: Mit Coronaviren kontaminierte Atemluft* trifft auf die Schleimhaut von Mund oder Nase und dringt so in den Körper ein.
  • Eine groß angelegte US-Studie konnte nun mithilfe der Handy-Bewegungsdaten von 98 Millionen Amerikanern nachweisen, wo sich die meisten Menschen mit Covid-19 ansteckten.
  • Rund 80 Prozent der Infektionen waren auf nur zehn Prozent der Orte zurückzuführen, an welchen sich die Menschen aufgehalten hatten.

Vor allem im Winter ist die Eindämmung der Corona-Pandemie ein schwieriges Unterfangen: Die Menschen halten sich wieder vermehrt in geschlossenen, meist nicht gut durchlüfteten Räumen auf, was die Ansteckungsgefahr drastisch erhöht. Weltweit beschäftigt Forscher die Frage, wo sich Menschen gehäuft mit Coronaviren infizieren. Eine Auswertung anonymisierter Handy-Daten von 98 Millionen Amerikanern zeigte nun die Hotspots auf – sogenannte Superspreader-Orte, an welchen es zu den meisten Covid-19-Ansteckungen kam.

Das Forscherteam der US-amerikanischen Stanford University und der Northwestern University führte die anonymisierten mobilen Bewegungsdaten in einem Computermodell zusammen und konnte so errechnen, an welchen Orten es zu höheren Corona-Infektionsraten kommt. Es handelte sich um die Daten von Menschen, die sich zwischen März und Mai 2020 in zehn der größten Ballungsgebiete der USA bewegten, darunter New York und Los Angeles.

Lesen Sie auch: Corona-Forschung: So viele Menschen infizieren Superspreader im Schnitt.

Coronavirus: „Bis zu 80 Prozent der Infektionen waren auf nur zehn Prozent der Orte zurückzuführen“

Die US-Forscher speisten ihr Computermodell mit den Aufenthaltsorten der Menschen, mit der Anzahl derjenigen, auf die sie trafen und der Anzahl der gemeldeten Covid-19-Fälle. So lernte das Modell dem Spiegel zufolge, die Wahrscheinlichkeit für Ansteckungen in den verschiedenen Städten anhand der Mobilitätsdaten vorherzusagen. „Wir können simulieren, wo und wann sich Menschen anstecken“, zitiert der Spiegel Serina Chang, die an der Studie beteiligt war: „Bis zu 80 Prozent der Infektionen waren auf nur zehn Prozent der Orte zurückzuführen“.

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Dabei handelte es sich um Örtlichkeiten, an welchen sich größere Menschengruppen über längeren Zeitraum aufhielten. Erwähnt werden hier unter anderem Restaurants, Cafés und Fitnessstudios. „Wir haben herausgefunden, dass Verringerungen der Personendichte an einem Ort das Infektionsrisiko erheblich senken“, zitiert Spiegel.de David Grusky von der Stanford University in Kalifornien. Wenn sich weniger Menschen in Restaurants und Fitnessstudios aufhalten würden, könnte man auch deren kompletter Schließung im Rahmen von Lockdowns vorbeugen, wie die Forscher anmerken. So konnte etwa die Zahl der Neuinfektionen um ganze 80 Prozent reduziert werden, wenn die Auslastung öffentlicher Orte im Großraum Chicago im Computermodell um 20 Prozent reduziert wurde. (jg) *Merkur.de gehört zum deutschlandweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerk.

Zur Studie

Weiterlesen: Haupttreiber der Pandemie: Wo sich die meisten Menschen mit Covid-19 anstecken.

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Warum uns die Natur so gut tut

Annette Bernjus leitet Achtsamkeitsübungen an, wenn sie mit den Teilnehmern ihrer Kurse so wie hier im Wald unterwegs ist. Foto: Manfred Bernjus/embe-Foto
Annette Bernjus leitet Achtsamkeitsübungen an, wenn sie mit den Teilnehmern ihrer Kurse so wie hier im Wald unterwegs ist. Foto: Manfred Bernjus/embe-Foto © Manfred Bernjus
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Zum Themendienst-Bericht von Bernadette Winter vom 22. August 2018: Prof. Dr. med. Andreas Michalsen ist Chefarzt der Abteilung Naturheilkunde im Immanuel Krankenhaus Berlin. Foto: Anja Lehmann/Immanuel Krankenhaus Berlin © Anja Lehmann
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Wer im Wald «badet», soll nicht nur die Geräusche des Waldes bewusst aufnehmen, sondern die Umgebung auch mit den anderen Sinnen erleben. Foto:Manfred Bernjus/embe-Foto © Manfred Bernjus
Achtsamkeitsübung im Wald. Annette Bernjus rät, dort ganz bewusst zu pausieren. Foto: Manfred Bernjus/embe-Foto
Achtsamkeitsübung im Wald. Annette Bernjus rät, dort ganz bewusst zu pausieren. Foto: Manfred Bernjus/embe-Foto © Manfred Bernjus
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Einfach mal einen Baum umarmen: Annette Bernjus leitet die Teilnehmer ihrer Seminare an, die Natur wieder bewusster wahrzunehmen. Foto: Manfred Bernjus/embe-Foto © Manfred Bernjus
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