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Schneller gesund dank Brot? Neue Studie zeigt auf, welche Ernährung den Covid-19-Verlauf positiv beeinflusst

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Von: Juliane Gutmann

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Kohlenhydrate können sich positiv auf den Corona-Krankheitsverlauf auswirken, so Forscher.
Kohlenhydrate können sich positiv auf den Corona-Krankheitsverlauf auswirken, so Forscher. © Lars Zahner/Imago

Die einen erkranken schwer an Covid-19, die anderen spüren die Infektion nicht einmal. Forscher fanden jetzt heraus, dass die Ernährung den Krankheitsverlauf beeinflussen kann.

Übergewicht, fortgeschrittenes Alter und Vorerkrankungen wie Diabetes oder Bluthochdruck: Faktoren, die dem Robert Koch-Institut zufolge das Risiko für schwere Corona-Verläufe steigern. Doch auch der Lebensstil kann die Genesung vorantreiben – oder aber negativ beeinflussen. Wer etwa zu früh wieder in den stressigen Alltag zurückkehrt oder zu bald nach der Corona-Infektion wieder mit anstrengendem Sport beginnt, riskiert eine Herzmuskelentzündung*.

Wie ein mexikanisch-australisches Forscherteam aus einer Studie schlussfolgert, spielt auch die Ernährung eine Rolle. So zeigten diejenigen Studienteilnehmer, die regelmäßig Brot, Hülsenfrüchte und Getreide zu sich nahmen, weniger starke Symptome, heißt es.

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Ballaststoff- und nährstoffreiche Ernährung verringert Risiko schwerer Corona-Verläufe

Die Studie, die im British Medical Journal Nutrition, Prevention & Health veröffentlicht wurde, umfasste 236 Menschen aus Mexiko-Stadt, die entweder an Corona litten oder bei welchen ein Verdacht auf Covid-19 bestand. Im Rahmen der Analyse wurden die Symptome der Studienteilnehmer erfasst sowie tägliche Ernährungsgewohnheiten und demografische Daten verglichen. 103 Personen wurden letztlich als Corona-positiv eingestuft. Auffällig war, dass die Schwere der Symptome mit den Ernährungsgewohnheiten korrelierte. Die Forscher stellten fest, dass diejenigen, die regelmäßig Lebensmittel wie Hülsenfrüchte, Brot, Getreide und Körner verzehrten, im Vergleich zu ihren Altersgenossen weniger schwere Symptome aufwiesen.

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Die Forschenden wiesen außerdem darauf hin, dass frühere Studien bereits gezeigt hätten, dass eine ballaststoff-, kohlenhydrat- und nährstoffreiche Ernährung das Risiko von Atemwegsinfektionen wie Erkältungen* und Lungenentzündungen verringern und auch deren Dauer verkürzen kann. „Ein häufigerer Verzehr von Hülsenfrüchten und Körnern, Brot und Getreide verringerte den Gesamtschweregrad der Symptome bei Patienten mit Covid-19“, heißt es in der Studie. Diese Ergebnisse würden Experten ermöglichen, bei der Behandlung von Corona-Patienten "ernährungsbasierte Interventionen" in Betracht zu ziehen, heißt es weiter. (jg) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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