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Ungeimpfte Herz-Patienten sterben häufiger an Covid-19 als Geimpfte: Neue Corona-Studie veröffentlicht

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Von: Juliane Gutmann

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Proteste gegen Corona-Maßnahmen - München
Corona-Impfung ja oder nein? Ein heiß debattiertes Thema. Es gibt viele Argumente, die für eine Impfung sprechen. © Sven Hoppe/dpa

Menschen, die Probleme mit dem Herzen haben, zählen zur Corona-Risikogruppe. Sie entwickeln häufiger einen schweren Verlauf. Doch es gibt effektiven Schutz.

Herzinfarkte gehören zu den Vorerkrankungen, die sich am gefährlichsten auf das Corona-Sterberisiko* auswirken. US-amerikanische und kanadische Forscher haben sich der Frage angenommen, wie sich sogenannte Strecken-Hebungsinfarkte (STEMI) auf den Krankheitsverlauf auswirken – mit besorgniserregenden Ergebnissen. Insgesamt 586 positiv auf Covid-19 getestete STEMI-Patienten hatten sie in ihre Analyse eingebunden – darunter geimpfte und ungeimpfte Menschen. Keiner der geimpften Patienten war im Krankenhaus verstorben, die Sterblichkeit unter den ungeimpften Personen betrug 22 Prozent.

Weiter heißt es in einem Bericht auf der Plattform Kardiologie.org, dass auch frühere Veröffentlichungen ein derartiges Bild zeichnen. So lag das Risiko an Corona zu sterben für STEMI-Herzinfarkt-Patienten im ersten Pandemiejahr 2020 bei ganzen 33 Prozent, wie eine Analyse auf Grundlage des nordamerikanischen Registers (NACMI) zeigt. Im zweiten Pandemiejahr stiegen die Überlebenschancen erheblich. 22 Prozent der Patienten waren es im Jahr 2021, die an Covid-19 verstarben. Dafür gebe es mehrere Gründe, wie die Studienautoren um Dr. Santiago Garcia in ihrer Studie, die im Journal of the American College of Cardiology veröffentlicht wurde, erklären. Zum einen hatten die 2021 behandelnden Menschen seltener einen kardiogenen Schock erlitten oder mussten aufgrund von Lungenproblemen behandelt werden. Doch auch in der steigenden Impfquote sehen die Forschenden einen Grund für Krankheitsverläufe ohne Todesfolge.

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Risiko zu sterben wird durch Corona-Impfung reduziert

Wie eine Subgruppeanalyse ergab, erlitten die geimpften STEMI-Patienten signifikant seltener respiratorische Komplikationen als die ungeimpften, heißt es auf Kardiologie.org. Von den geimpften Patienten sei niemand im Krankenhaus verstorben, wobei es sich um eine kleine Gruppe handelte: „Im Jahr 2021 verstarb keiner der 22 geimpften Patienten im Krankenhaus, während bei 37 (22 %) der nicht geimpften Patienten der Tod im Krankenhaus festgestellt wurde“, schreiben die Studienautoren im Journal of the American College of Cardiology. „Zusammen genommen deuten unsere Beobachtungen an, dass sich das klinische Profil, das Management und die Prognose von STEMI-Patienten mit einer COVID-19-Infektion dem von STEMI-Patienten vor der Pandemie annähert, obwohl die Mortalität für ungeimpfte Patienten hoch bleibt“, zitiert Kardiologie.org die Studienautoren. (jg) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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