Neue Studie enthüllt

Darum schädigt bereits wenig Alkohol Ihr Gehirn

Für viele gehört ein Glas Wein zum Feierabend nach einem anstrengenden Arbeitstag. Allerdings kann Ihnen das mehr schaden, als Ihnen lieb ist.
+
Für viele gehört ein Glas Wein zum Feierabend nach einem anstrengenden Arbeitstag. Allerdings kann Ihnen das mehr schaden, als Ihnen lieb ist.

Manche schwören für ein langes und gesundes Leben auf das Gläschen Wein am Abend. Doch eine Studie besagt, dass bereits geringe Mengen gefährlich sind. Was denn nun?

Die Franzosen tun es, die Spanier sowieso – und auch viele Deutsche: das Gläschen Wein oder Bier an den Weihnachtsfeiertagen. Viele wiegen sich schließlich im Glauben, dass Alkohol in Maßen nicht schädlich sein kann. Im Gegenteil. "Die Dosis macht das Gift", sagte bereits Paracelsus.

Und besonders viele Ältere schwören schließlich auf das Glas Wein am Abend – soll es doch gesund halten und für ein hohes Alter sorgen. Doch die Wissenschaftler sind sich uneinig – und streiten bereits seit Jahren, ob Alkohol für unseren Körper nun schädlich ist oder nicht.

Von wegen gesund: Alkohol in Maßen - bereits schädlich für das Gehirn?

Nun wollen britische Wissenschaftler wieder Argumente gegen den Alkoholkonsum gefunden haben – und berichten, dass sich bereits geringe Mengen gefährlich auf Ihre Gesundheit auswirken können. Ihre These: Unter Bier & Co. soll besonders das Gehirn leiden. Das Ergebnis ihrer Langzeitstudie veröffentlichten sie jetzt im britischen Medizin-Fachjournal "BMJ".

Sie hatten dazu Probanden untersucht, die über 30 Jahre 14 bis 21 Gläser Alkohol pro Woche tranken. Am Ende hatten letztere ein bis zu drei Mal höheres Risiko, dass ihr Hippocampus - der Teilbereich des Hirns, der für Gedächtnis und räumliche Orientierung zuständig ist – schwere Schäden davonträgt und mit der Zeit sogar kleiner wird. Der Beweis: So sollen diejenigen, die Alkohol in Maßen tranken, in Sprachtests schlechter abgeschnitten haben, als diejenigen, die gar nicht tranken.

Ein Glas Wein täglich - und das Gedächtnis wird schlechter?

Das Forscherteam der Universität Oxford und des University College London werteten dazu die Daten von 550 Studienteilnehmern aus. Diese wurden im Laufe der Jahrzehnte immer wieder medizinisch untersucht, nach ihrem Alkoholkonsum befragt und Hirntests vorgenommen. Doch was bedeutet das jetzt genau?

Fakt ist, dass die Forscher davon ausgingen, dass die Probanden etwa zwei bis drei große Gläser Alkohol täglich tranken. Ob dies noch moderater Alkoholkonsum ist, bleibt fraglich. Schließlich ist das erheblich mehr, als die empfohlene tägliche Höchstmenge, die von der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) angegeben ist.

Alkohol in Maßen: Studienergebnis bleibt fragwürdig

Die empfiehlt nämlich Frauen nur etwa zwölf Gramm Alkohol pro Tag zu sich zu nehmen. Das entspricht etwa 0,3 Liter Bier oder einem Glas Wein. Bei Männern ist es das Doppelte: also 0,6 Liter Bier oder zwei Gläser Wein täglich.

In Großbritannien hat man jedenfalls schon reagiert: Seit 2016 empfiehlt die Regierung seitdem nicht mehr als 14 Drinks pro Woche. In Spanien dagegen sind es immer noch 35, während es in den USA maximal 25 sind.

Lesen Sie hier, wie sich das Aussehen Ihres Babys verändert, wenn Sie während der Schwangerschaft ab und zu trinken. 

Auch interessant: Das passiert mit Ihrem Körper, wenn Sie mit dem Rauchen aufhören.

Von Jasmin Pospiech

Leckerer Tropfen für besondere Anlässe: So gelingt Likör

Für Anfänger eignen sich für den ersten Fruchtlikör zudem Beerenfrüchte besonders gut. Foto: BLV Verlag/Bethel Fath
Für Anfänger eignen sich für den ersten Fruchtlikör zudem Beerenfrüchte besonders gut. Foto: BLV Verlag/Bethel Fath © Bethel Fath
Bei einem Kaltauszug muss das Gemisch aus Früchten und Neutralalkohol mehrere Wochen durchziehen. Foto: BLV Verlag/Bethel Fath
Bei einem Kaltauszug muss das Gemisch aus Früchten und Neutralalkohol mehrere Wochen durchziehen. Foto: BLV Verlag/Bethel Fath © Bethel Fath
Anfänger starten am besten mit einem Frucht-Likör - etwa aus Erdbeeren. Foto: BLV Verlag/Bethel Fath
Anfänger starten am besten mit einem Frucht-Likör - etwa aus Erdbeeren. Foto: BLV Verlag/Bethel Fath © Bethel Fath
Ursula Lang, Annette Schierhorn: Fruchtwein, Liköre, Most & Säfte (2014 2. Auflage), Verlag blv, 160 Seiten, ISBN: 978-3-8354-0712-1, 14,99 Euro. Foto: BLV Verlag/Bethel Fath
Ursula Lang, Annette Schierhorn: Fruchtwein, Liköre, Most & Säfte (2014 2. Auflage), Verlag blv, 160 Seiten, ISBN: 978-3-8354-0712-1, 14,99 Euro. Foto: BLV Verlag/Bethel Fath © Bethel Fath
Annette Schierhorn ist Autorin des Buches "Fruchtwein, Liköre, Most & Säfte" aus dem blv Verlag. Foto: BLV Verlag/Bethel Fath
Annette Schierhorn ist Autorin des Buches «Fruchtwein, Liköre, Most & Säfte» aus dem blv Verlag. Foto: BLV Verlag/Bethel Fath © Bethel Fath

Das könnte Sie auch interessieren

Meist Gelesen

Produktiver Arbeiten: Mit diesen Tipps bleiben Sie trotz ständiger Erreichbarkeit effektiv
Gesundheit

Produktiver Arbeiten: Mit diesen Tipps bleiben Sie trotz ständiger Erreichbarkeit effektiv

Wer sich bei der Arbeit schnell ablenken lässt, fühlt sich häufig gestresst und überfordert. Wie Sie trotz moderner Technik produktiv bleiben.
Produktiver Arbeiten: Mit diesen Tipps bleiben Sie trotz ständiger Erreichbarkeit effektiv
„100.000 Covid-19-Tote sind nicht die einzigen Toten dieser Pandemie“: So managen Kliniken Corona
Gesundheit

„100.000 Covid-19-Tote sind nicht die einzigen Toten dieser Pandemie“: So managen Kliniken Corona

Es gebe schon längst eine Art von Triage in den Kliniken, heißt es von der Krankenhausgesellschaft. Viele Häuser kommen an ihre Grenzen - und die Lage wird noch …
„100.000 Covid-19-Tote sind nicht die einzigen Toten dieser Pandemie“: So managen Kliniken Corona
Gefährlicher Hype um ein Wurmmittel Ivermectin
Gesundheit

Gefährlicher Hype um ein Wurmmittel Ivermectin

Vor allem in sozialen Medien geistern Erzählungen zur vermeintlichen Wunderwaffe Ivermectin gegen Covid-19 schon länger herum. Mit dem Präparat werden eigentlich …
Gefährlicher Hype um ein Wurmmittel Ivermectin
Omikron: Moderna-Chef rechnet erst im Sommer 2022 mit neuem Corona-Impfstoff
Gesundheit

Omikron: Moderna-Chef rechnet erst im Sommer 2022 mit neuem Corona-Impfstoff

Derzeitige Corona-Impfstoffe sollen nicht gut gegen die Omikron-Variante wirken. Erst im Sommer 2022 wird es einen neuen Impfstoff geben. Und jetzt?
Omikron: Moderna-Chef rechnet erst im Sommer 2022 mit neuem Corona-Impfstoff

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.