Enthüllt

Warum werden manche Menschen mehr von Mücken gestochen?

Eine Mücke, die gerade jemanden sticht.
+
Mücken stechen manche Menschen besonders gern.

Stimmt der Mythos, dass Stechmücken auf „süßes Blut“ stehen? Manche Menschen werden vermehrt von Mücken gestochen, während andere verschont bleiben.

Wenn zwei Menschen gemeinsam in einem Zelt schlafen, wird es besonders deutlich: Der eine wird von Mücken geradezu zerstochen*, während der andere friedlich schläft und von den Plagegeistern nichts mitbekommt. Denn Stechmücken fahren auf manchen Menschen tatsächlich mehr ab, als auf andere. Das hängt von einigen verschiedenen Faktoren ab.

Auch interessant: Gibt es die Mückenallergie wirklich - und was kann ich dagegen tun?

Deshalb werden manche Menschen häufiger von Mücken gestochen

Früher sagte man gern: „Du hast bestimmt süßes Blut“, wenn jemand vermehrt den Mücken zum Opfer fiel. Doch diese Annahme konnte bisher nicht wissenschaftlich bewiesen werden. Trotzdem scheinen manche Menschen eine besondere Anziehungskraft auf die Blutsauger zu haben. Ausschlaggebend dafür ist unter anderem der Körpergeruch. Das bedeutet nicht, dass Mücken auf besonders gut oder schlecht riechende Personen fliegen. Es kommt auf die Zusammensetzung des körpereigenen Geruchs an. Welche Gerüche genau für die Mücken attraktiv sind, ist noch nicht erforscht.

Wissenschaftler haben außerdem herausgefunden, dass Mücken von Milchsäure (im Schweiß) und Kohlendioxid (im Atem) angelockt werden. Beides nehmen die Insekten über Sensoren an ihren Hinterbeinen und den Fühlern wahr. Auch Schwangere und Frauen, die sich in bestimmten Phasen ihres Menstruationszyklus befinden, locken die Stechmücken scheinbar an. Doch auch unsere Gene und unsere Körpertemperatur entscheiden darüber, ob die Mücken sich auf unserer Haut niederlassen.

Im Video: Das hilft gegen Mückenstiche

Das können Sie gegen Mücken tun

Da sich Mücken von menschlichem Schweiß angezogen fühlen, ist es ratsam beispielsweise nach dem Sport duschen zu gehen. Helle Kleidung, die nicht zu eng am Körper anliegt, ist ebenfalls ratsam – sonst kann die Mücke ganz einfach durch die Kleidung hindurchstechen. Auch Mückensprays können Abhilfe schaffen. Diese überdecken den menschlichen Körpergeruch und halten die Biester fern. Wegen ergiebigen Regenfällen und teilweise hohen Temperaturen könnte es diesen Sommer insbesondere in Spanien zu einer Mückenplage kommen. (cw) *Merkur.de und Costa Nachrichten sind Angebote von IPPEN.MEDIA.

Lesen Sie auch: Juckreiz adé: Diese zehn Hausmittel helfen schnell gegen Mückenstiche.

Blutrünstige Plagegeister: Kleine Mückenkunde

Je feuchter und wärmer der Sommer, desto besser vermehren sich Mücken. Eine Pfütze reicht ihnen schon. Doch nur die Weibchen stechen zu. Eine kleine Mückenkunde: © dpa
Warum stechen Mücken? Stechmücken ernähren sich von zuckerhaltigen Pflanzensäften. Für die Reifung der Eier bei der Vermehrung braucht das Weibchen allerdings eiweißreiche Nahrung. Nur darum saugt es Blut - bei Tier und Mensch. © dpa
Ein Mückenweibchen kann nach einer Blutmahlzeit bis zu 300 Eier legen. Die Vermehrung von Mücken ist temperaturabhängig und dauert im Sommer nur wenige Tage. © dpa
Mückenweibchen besitzen für das Blutsaugen einen hochspezialisierten Rüssel. Beim Blutsaugen wird Speichelflüssigkeit abgegeben, die unter anderem die Stichstelle betäubt. Das Speichelsekret wird in der Regel erst nach dem Stich vom Immunsystem des Gestochenen erkannt. Es löst den Juckreiz und kleine Schwellungen aus. © dpa
Können Mücken Krankheiten übertragen? Für unsere Breiten ist das nicht bekannt. Vor allem in den Tropen gelten Mücken aber als Überträger zahlreicher Krankheitserreger wie Viren, Einzeller und Fadenwürmer. © dpa
Gefährliche Krankheiten, die mit Stechmücken in Zusammenhang stehen, sind die Malaria oder das Gelbfieber. Doch nicht jede Mückenart kann jeden Erreger übertragen. © dpa
Wie schützt man sich am besten vor Mücken?Wer keine Plagegeister mag, sollte auf dünne Kleidung und nackte Haut verzichten. Da viele Mückenarten die Schwüle und die Dämmerung lieben, empfiehlt es sich, im Haus zu bleiben. Dort können Fenstergitter Mücken fernhalten. Haut mit natürlichen und synthetischen Abwehrstoffe einschmieren oder auch damit die Kleidung imprägnieren. © dpa
Oberstes Gebot ist beim Mückenstich: nicht kratzen! Durch das Kratzen verlängert sich nicht nur der Heilungsprozess, sondern es kann auch zu bakteriellen Sekundärinfektionen kommen, die sich zu bösen Entzündungen entwickeln können. Durch Einreiben mit alkoholischen Lösungen kann man die Stichwunde desinfizieren. Kühlung hilft, den Juckreiz zu unterdrücken. Nach einigen Tagen sollten Juckreiz und Quaddel verschwunden sein. © dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.