Vergiftungsgefahr

Desinfektionsmittel vor Kleinkind wegsperren

Solche Handdesinfektionsmittel sind in Corona-Zeiten in vielen Haushalten zu finden. Foto: Soeren Stache/dpa-Zentralbild/dpa-tmn
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Solche Handdesinfektionsmittel sind in Corona-Zeiten in vielen Haushalten zu finden. Foto: Soeren Stache/dpa-Zentralbild/dpa-tmn

Kleinkinder sind sehr neugierig und wollen vieles ausprobieren. Deshalb sollten Eltern sehr wachsam sein - das gilt aktuell ganz besonders mit Blick auf Handdesinfektionsmittel.

Berlin (dpa/tmn) - Hände gut waschen und desinfizieren: Spätestens seit Corona gibt es in vielen Haushalten Handdesinfektionsmittel. Diese enthalten häufig sehr viel Alkohol.

Eltern sollten darauf achten, dass die Mittel nicht offen herumstehen, damit Kleinkinder sie nicht in die Finger bekommen. Denn trinken die Kinder die Mittel, können bereits geringe Mengen zu einer Alkoholvergiftung führen, warnt Hermann Josef Kahl vom Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ).

Bei Kleinkindern hat eine Alkoholvergiftung oft fatale Folgen. Sie kann zu niedrigem Blutzucker, zu Krämpfen, zum Koma und sogar zum Tod führen. Verwirrung, Erbrechen und Benommenheit könnten Anzeichen für eine Vergiftung sein, so der Mediziner. Haben Eltern den Verdacht, dass ihr Kind das Mittel gekostet hat, sollten sie den Notarzt rufen.

Generell sei auch gründliches Händewaschen mit reichlich Seife effektiv, um im Alltag einer Infektion vorzubeugen, so Kahl.

© dpa-infocom, dpa:200824-99-286320/2

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