Weltdiabetestag 2015

Diabetes Typ 1 und Typ 2 - wo ist der Unterschied

Diabetes  Weltdiabetestag 2014
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In Deutschland sind rund sechs Millionen Menschen von Diabetes betroffen. Die Erkrankung wird oft nur durch Zufall entdeckt.

Wer von Diabetes spricht, meint meist Diabetes Typ 2. Diese Form der Stoffwechselerkrankung wurde früher Altersdiabetes genannt, weil sie häufig erst bei älteren Menschen auftritt.

Die Bauchspeicheldrüse kann das Hormon Insulin zwar noch produzieren, es wirkt im Körper aber nicht richtig. Typ 2 ist die mit Abstand am meisten verbreitete Diabetesart. Früher wurde die Stoffwechselstörung Diabetes Typ-2 "Altersdiabetes" genannt, weil diese Form vor allem bei älteren Menschen auftritt. Es gibt aber auch immer mehr junge Typ-2-Diabetiker, bei denen das Hormon Insulin nicht mehr richtig wirkt.

Ursachen können schlechte Ernährung, Fettleibigkeit und mangelnde Bewegung sein. Oft wird Typ 2 erst bei einer Folgeschädigung entdeckt.

Rund 95 Prozent der sechs Millionen Diabetiker in Deutschland leiden nach Angaben der Deutschen Diabetes-Hilfe daran. Ursachen können Fettleibigkeit, mangelnde Bewegung und schlechte Ernährung sein.

Die auch als Zuckerkrankheit bekannte Stoffwechselstörung Diabetes mellitus kann etwa zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Nierenleiden und Erblindungen führen.

Diabetes Typ 1 ist eine Autoimmunerkrankung

Bei Diabetes Typ 1 fehlt das Hormon Insulin komplett. Betroffene müssen sich daher mehrmals täglich Insulin spritzen. Diabetes Typ 1 tritt häufig bereits im Kindesalter auf, weshalb es früher auch Jugenddiabetes genannt wurde. Die Erkrankung ist genetisch angelegt und wird durch bis jetzt noch unbekannte Faktoren ausgelöst.

Diabetes: Das sollten Sie wissen

Diabetes: Das sollten Sie wissen

Mehrere Millionen Menschen in Deutschland leiden unter einer Vorstufe von Diabetes, wissen aber nichts von der Gefahr. Die Krankheitszeichen sind oft recht allgemein, doch folgende Alarmsignale können auf einen krankhaft erhöhten Blutzuckerspiegel hinweisen. © dpa/dak
1. Verschwommenes Sehen © dpa/dak
2. Taube Hände und Füße © dpa/dak
3. Heißhunger © dpa/dak
4. Übermäßiger Harndrang © dpa/dak
5. Anhaltende Müdigkeit © dpa/dak
6. Plötzlicher Gewichtsverlust © dpa/dak
7. Ständiger Durst © dpa/dak
8. Sexuelle Störungen © dpa/dak
9. Schlecht heilende Wunden © dpa/dak
Ohne Zucker geht beim Menschen gar nichts: Weder würden die Beine einen Schritt gehen, noch das Gehirn einen klaren Gedanken fassen. Wie der Automotor Benzin, so verbrennt unser Körper Traubenzucker und bezieht daraus seine Energie. Allein das Gehirn verbraucht 140 Gramm pro Tag! © dpa/dak
Der Körper holt sich die Glukose aus der Nahrung, über das Blut wird es zu den Organen transportiert und hineingeschleust. Doch dieser Glukose-Stoffwechsel ist bei jedem zehnten Menschen gestört. © dpa/dak
Eine Schlüssel- rolle spielt das Hormon Insulin, das für die Aufnahme des Zuckers in die Organe verantwortlich ist. Es verliert zunächst unbemerkt seine Wirkung. Um die gleiche Menge Zucker zu verarbeiten, wird also mehr Insulin benötigt. Der Körper produziert immer mehr Insulin, bis die dafür zuständigen Zellen in der Bauchspeicheldrüse zugrunde gehen. © dpa/dak
In Folge steigt der Blutzucker im Blut drastisch an, die Organe werden nicht mehr ausreichend mit Treibstoff und Sauerstoff versorgt. Die Folgen sind dramatisch wie Herzinfarkte, Nierenschäden oder schlecht heilendes Gewebe. © dak
Pro Jahr werden in Deutschland 28.000 Füße von Diabetikern amputiert. Mithilfe einer speziellen Stimmgabel überprüft hier der Arzt das Vibrationsempfinden des Fußes und kann davon weitere Maßnahmen ableiten. © dpa/obs
Die Deutsche Diabetes-Gesellschaft empfiehlt über 45-Jährigen alle drei Jahre eine sogenannte Nüchtern-Blutglukosebestimmung beim Hausarzt. Früh erkannt, ist die Krankheit gut behandelbar. Wird Diabetes heilbar? Das Neueste von der Impfung bis zur Stammzellen-Therapie lesen Sie hier... © dak

Diabetes erkennen

Diabetes wird oft nur durch Zufall entdeckt. Wenn die Symptome auftreten wie starker Durst, häufiges Wasserlassen, ist die Erkrankung oft schon stark fortgeschritten.

dpa

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