Drei Jahre lang

Dreifache Mutter spürt Stich im Nacken – dann erlebt sie blanken Horror

Rachel Foulkes-Davies dachte sich nichts, als sie bei der Gartenarbeit einen kleinen Stich im Nacken spürte. Doch dieser veränderte ihr Leben drei Jahre lang.

"Es fühlt sich an wie der schlimmste Kater in der Welt und das Einzige, was du tun möchtest, ist dich hinzulegen" – so ist es Rachel Foulkes-Davies tatsächlich drei Jahre lang ergangen. Quälende Jahre, in denen ihr Körper teils gelähmt war, sie nur Suppe durch einen Strohhalm zu sich nehmen konnte und sie unter unvorstellbaren Schmerzen litt.

Frau wird im Garten gestochen – drei Jahre lang kann sie ihr Gesicht fast nicht mehr bewegen

Alles hatte im Juni 2015 begonnen, als die dreifache Mutter in ihrem Garten werkelte. Plötzlich spürte sie einen Stich in ihrem Nacken, dachte sich aber erst nichts. Doch später am Abend bemerkte sie, wie die Einstichstelle anschwoll und weiß wurde. Nur drei Tage danach begann der Horror: Die Lippen der Britin wurden taub, zudem konnte sie ihre linke Gesichtshälfte nicht mehr bewegen.

Sofort suchte die 43-Jährige ein Krankenhaus auf, dort wurde ihr ein künstliches Cortisol-Präparat verabreicht sowie eine Augenklappe angebracht. Dann wurde sie nach Hause geschickt. Dennoch verschlechterte sich Foulkes-Davies' Gesundheit die folgenden sieben Monate zunehmend: Am Ende konnte sie kaum mehr sprechen, sie konnte ihre Augen nicht mehr schließen und musste durchgehend (sogar im Winter) Sonnenbrillen tragen.

Diagnose: Lyme-Borreliose – dennoch ist die Genesung nur schleppend

Schließlich machte die 43-Jährige eine teure bioenergetische Analyse, nachdem die Ärzte versagten. Die erschreckende Diagnose: Lyme-Borreliose. Die Infektionskrankheit wird hauptsächlich durch Zeckenbisse auf den Menschen übertragen. Typische Symptome sind eine ringförmige Rötung, Nerven- und Gelenkschmerzen sowie Erschöpfungszustände. In späteren Stadien kann es zudem zu Lähmungen ganzer Körperteile kommen.

Heute geht es der Mutter von drei Kindern zwar wieder besser. Dennoch mache sie nur langsam Fortschritte und könne sich kaum um ihre Familie kümmern, geschweige denn arbeiten, verrät sie gegenüber der britischen Sun.

"Ich bin ständig müde und habe nicht mal für die einfachsten Aufgaben genug Energie. Mein Gesicht hängt immer noch herunter, wenn ich erschöpft bin. Außerdem juckt mein Auge und wird nach innen gedrückt, wenn ich esse", so Foulkes-Davies traurig.

Algen sollen ihre Beschwerden lindern

Außerdem haben ihr die Schulmedizin und die vielen Antibiotika nicht geholfen, berichtet sie. Sie lindere ihre Symptome nun mit natürlichen Mitteln, in denen die Algenextrakte Chlorella und Spirulina enthalten sind, so die Britin.

Lesen Sie auch: Dieser Familienvater hat plötzlich unerträgliche Schmerzen - und bettelt am Ende um eine Beinamputation.

jp

Aufgepasst: Das sind die acht häufigsten Irrtümer über Zecken

Von April bis September lauern sie auf ihre Wirte: Holzbock, Schafzecke oder die braune Hundezecke. Doch über Zecken existieren etliche Mythen. Wir klären die häufigsten Irrtümer auf.
Von April bis September lauern sie auf ihre Wirte: Holzbock, Schafzecke oder die braune Hundezecke. Doch über Zecken existieren etliche Mythen. Wir klären die häufigsten Irrtümer auf. © dpa
Mythos I: Zecken fallen nur von Baumkronen.
Mythos I: Zecken fallen nur von Baumkronen. © dpa
Dass Zecken nur von Bäumen auf ihre Wirte fallen, ist ein weit verbreiteter Irrglaube. Die Blutsauger halten sich vielmehr in hohen Gräsern und im Unterholz in einer Höhe von bis zu 1,50 Meter auf. Entsprechend sollte bei Spaziergängen geschlossene Kleidung mit langen Ärmeln und langen Hosen getragen werden.
Dass Zecken nur von Bäumen auf ihre Wirte fallen, ist ein weit verbreiteter Irrglaube. Die Blutsauger halten sich vielmehr in hohen Gräsern und im Unterholz in einer Höhe von bis zu 1,50 Meter auf. Entsprechend sollte bei Spaziergängen geschlossene Kleidung mit langen Ärmeln und langen Hosen getragen werden. © dpa
Mythos II: Zecken mit Öl und Klebstoff entfernen.
Mythos II: Zecken mit Öl und Klebstoff entfernen. © dpa
Ja keine Zeckenbeseitigung mit Hilfe von Öl und Klebstoff. Die Zecke wird dadurch zwar erstickt, gibt aber im Todeskampf vermehrt Viren (FSME) und Bakterien (Borreliose) in die Blutbahn ab. Die Zecke sollte nur mit einer Zeckenpinzette oder ärztlich entfernt werden.
Ja keine Zeckenbeseitigung mit Hilfe von Öl und Klebstoff. Die Zecke wird dadurch zwar erstickt, gibt aber im Todeskampf vermehrt Viren (FSME) und Bakterien (Borreliose) in die Blutbahn ab. Die Zecke sollte nur mit einer Zeckenpinzette oder ärztlich entfernt werden. © dpa
Mythos III: Ein weiterer Irrtum ist, dass Zecken sofort entfernt werden müssen.
Mythos III: Ein weiterer Irrtum ist, dass Zecken sofort entfernt werden müssen. © ap
Zecken: Die häufigsten Irrtümer
Ruhe bewahren: Denn wenn Zecken zu abrupt von der Haut entfernt werden, können Teile ihres Körpers abreißen und zu Infektionen führen. © ap
Mythos IV: Infektionen durch Zecken gibt es nur in Risikogebieten.
Mythos IV: Infektionen durch Zecken gibt es nur in Risikogebieten. © ap
Infizierte Zecken gibt es überall in Deutschland. Es ist also auch überall von möglichen Infektionen auszugehen.
Infizierte Zecken gibt es überall in Deutschland. Es ist also auch überall von möglichen Infektionen auszugehen. © ap
Mythos V: Eine Zeckeninfektion ist kein Unfall.
Mythos V: Eine Zeckeninfektion ist kein Unfall. © ots
Falsch ist die Annahme, dass Zeckenbissinfektionen nicht von der Unfallversicherung abgedeckt werden. Eine aus einer Infektion mit einem Erreger der Infektionskrankheiten Borreliose und Frühsommermeningitis resultierende Invalidität ist in der Unfallversicherung mitversichert.
Falsch ist die Annahme, dass Zeckenbissinfektionen nicht von der Unfallversicherung abgedeckt werden. Eine aus einer Infektion mit einem Erreger der Infektionskrankheiten Borreliose und Frühsommermeningitis resultierende Invalidität ist in der Unfallversicherung mitversichert. © ots
Mythos VI: Mit richtiger Kleidung kann ich mich schützen.
Mythos VI: Mit richtiger Kleidung kann ich mich schützen. © dpa
Im Prinzip halten Gummistiefel und lange Hosen Zecken ab oder zumindest auf. Sicheren Schutz kann Kleidung allein jedoch nicht gewähren. Zecken können auf der Suche nach einer geeigneten Stichstelle eine ganze Weile herumkrabbeln.
Im Prinzip halten Gummistiefel und lange Hosen Zecken ab oder zumindest auf. Sicheren Schutz kann Kleidung allein jedoch nicht gewähren. Zecken können auf der Suche nach einer geeigneten Stichstelle eine ganze Weile herumkrabbeln. © dpa
Mythos VII: Zecken können verhungern.
Mythos VII: Zecken können verhungern. © zecken.de
Mit einer einzigen Blutmahlzeit kann eine Zecke sehr lange überleben. Im Labor konnten Zecken, die vorher Blut gesaugt hatten, bis zu zehn Jahre lang ohne weitere Nahrung überleben.
Mit einer einzigen Blutmahlzeit kann eine Zecke sehr lange überleben. Im Labor konnten Zecken, die vorher Blut gesaugt hatten, bis zu zehn Jahre lang ohne weitere Nahrung überleben. © zecken.de
Mythos VIII: FSME Frühsommer-Menigoenzephalitis kommt nur im Frühsommer vor.
Mythos VIII: FSME Frühsommer-Menigoenzephalitis kommt nur im Frühsommer vor. © zecken.de
Der Name der Krankheit täuscht. Die Zecken, die FSME übertragen, sind ab sieben Grad Celsius aktiv. Liegt im Winter über einen längeren Zeitraum die Temperatur darüber, bleiben die Zecken aktiv und können auch in dieser Jahreszeit zustechen und Menschen infizieren.
Der Name der Krankheit täuscht. Die Zecken, die FSME übertragen, sind ab sieben Grad Celsius aktiv. Liegt im Winter über einen längeren Zeitraum die Temperatur darüber, bleiben die Zecken aktiv und können auch in dieser Jahreszeit zustechen und Menschen infizieren. © zecken.de

Rubriklistenbild: © Facebook / Rachel Foulkes-Davies

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