Dreistöckige Torte

Fault Line Cake ist ein echter Hingucker

Diese Torte - hier mit einer Heidelbeer-Himbeer-Füllung und Mascarpone der Tortenmanufaktur LAELIA in Berlin - ist ein Hingucker und ideal für große Feste. Foto: Franziska Gabbert/dpa-tmn
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Diese Torte - hier mit einer Heidelbeer-Himbeer-Füllung und Mascarpone der Tortenmanufaktur LAELIA in Berlin - ist ein Hingucker und ideal für große Feste. Foto: Franziska Gabbert/dpa-tmn
Die Torte ist nicht nur außen großartig dekoriert. Sie hat es auch in sich - so wie diese Fault Line Cake mit Himbeer-Heidelbeer-Füllung und Mascarpone der LAELIA Tortenmanufaktur in Berlin. Foto: Franziska Gabbert/dpa-tmn
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Die Torte ist nicht nur außen großartig dekoriert. Sie hat es auch in sich - so wie diese Fault Line Cake mit Himbeer-Heidelbeer-Füllung und Mascarpone der LAELIA Tortenmanufaktur in Berlin. Foto: Franziska Gabbert/dpa-tmn
Sarina Roscher ist Inhaberin der Patisserie Sarina in Berlin. Foto: Elisabeth Töpfer/www.berlizzima-photography.com/dpa-tmn
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Sarina Roscher ist Inhaberin der Patisserie Sarina in Berlin. Foto: Elisabeth Töpfer/www.berlizzima-photography.com/dpa-tmn
Für die Fault Line eignen sich Früchte zur Deko, aber auch essbare Perlen - wie bei dieser Torte der Tortenmanufaktur LAELIA in Berlin. Foto: Franziska Gabbert/dpa-tmn
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Für die Fault Line eignen sich Früchte zur Deko, aber auch essbare Perlen - wie bei dieser Torte der Tortenmanufaktur LAELIA in Berlin. Foto: Franziska Gabbert/dpa-tmn
Ob hell oder dunkel, blau oder rosa: Jede Torte ist eine Sonderanfertigung - wie diese der Tortenmanufaktur LAELIA in Berlin. Foto: Franziska Gabbert/dpa-tmn
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Ob hell oder dunkel, blau oder rosa: Jede Torte ist eine Sonderanfertigung - wie diese der Tortenmanufaktur LAELIA in Berlin. Foto: Franziska Gabbert/dpa-tmn
Auf einen großen Tortenboden wird Creme gestrichen. Darauf kommt dann der kleinere Boden. Foto: Franziska Gabbert/dpa-tmn
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Auf einen großen Tortenboden wird Creme gestrichen. Darauf kommt dann der kleinere Boden. Foto: Franziska Gabbert/dpa-tmn
Der Fault Line Cake, hier ein Beispiel der Tortenmanufaktur LAELIA in Berlin, hat immer eine Bruchlinie, die kreativ und bunt dekoriert wird. Foto: Franziska Gabbert/dpa-tmn
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Der Fault Line Cake, hier ein Beispiel der Tortenmanufaktur LAELIA in Berlin, hat immer eine Bruchlinie, die kreativ und bunt dekoriert wird. Foto: Franziska Gabbert/dpa-tmn

Es gab schon schattierte Ombre Cakes, Naked Cakes ohne Randdeko, Drip Cakes mit langen Tropfen am Rand und Rainbow Cakes mit bunten Böden. Doch was nun bei Torten angesagt ist, sind Fault Line Cakes.

Augsburg (dpa/tmn) - Kühlen, kühlen, kühlen! Wussten Sie, dass Tortenbacken zur Hälfte aus Kaltstellen besteht? Sonst rutscht einem gleich beim ersten Schritt das ganze Ding weg. Und wussten Sie, dass deutsche Buttercreme sich am einfachsten herstellen lässt?

Für leidenschaftliche Hobbybäcker ist es auf jeden Fall spannend, sich an dem neuesten Tortentrend auszuprobieren - dem Fault Line Cake. Das ist eine dreistöckige Torte, die am Seitenrand eine ungerade gezeichnete Linie hat. Diese Fault Line erinnert ein bisschen an die geologische Bruchlinie nach einem Erdbeben.

"Man sieht das Innenleben oder ein Muster, das auf der Außenseite der Torte angebracht ist", erklärt Gerhard Schenk, Präsident des Deutschen Konditorenbunds Bundesinnungsverband. "Selbst für einen Konditor, der sich da zum ersten Mal rantraut, ist ein Fault Line Cake eine ganz schöne Herausforderung", findet Schenk.

Wie man sich am besten organisiert

Wichtig ist es, sich zuvor die einzelnen Schritte zu überlegen. "Gerade Anfängern empfehle ich, dabei nicht auf Youtube-Videos zu vertrauen. Dort werden einige wichtige Informationen unterschlagen" weiß Konditorin Sarina Roscher von der Patisserie Sarina in Berlin.

Roscher plant für eine Torte mindestens zwei Tage ein. Am ersten Tag gilt es morgens den Tortenboden zu backen, abends die Buttercreme herzustellen, die Böden zu bestreichen und zusammenzusetzen. Am folgenden Tag, an dem die Torte serviert wird, kommt die Deko dran.

Welchen Tortenboden es braucht

Am besten funktioniert die Stapelung mit zwei Tortenböden à 20 Zentimeter Durchmesser und einem für die Mitte mit 18 Zentimeter. Geeignet ist dafür ein einfacher Biskuitteig. Für eher Ungeübte empfiehlt es sich, ein oder zwei Etageren in die Torte einzubauen. Dafür können folierte Pappscheiben genutzt werden. Auch Stäbchen, die in die Böden hineingesteckt werden, können die Torte stabilisieren.

Für die Buttercreme braucht man normale Butter. Diese muss weich und geschmeidig sein, am besten lässt man sie bei einer Raumtemperatur von 18 bis 20 Grad einige Stunden vor der Verarbeitung liegen. "Bei 25 Grad Raumtemperatur läuft sie dahin," sagt Schenk. Ist es kälter als etwa 18 Grad, bleibt sie zu hart.

Deutsche, französische oder italienische Buttercreme

Grundsätzlich gibt es drei Arten Buttercreme. Die deutsche wird mit einer Vanillecreme hergestellt, die unter die schaumig gerührte Butter gehoben wird. Wer die Creme nicht selbst kochen will, kann Fertigpudding nutzen. "Deutsche Buttercreme schmeckt so, wie wir es von unseren Großeltern kennen: etwas teigig und schwer," so Roscher.

Die Konditorin empfiehlt französische Buttercreme. Diese habe eine eher moussige Konsistenz und wird mit frisch aufgeschlagenem Eiweiß und Eigelb hergestellt. Italienische Buttercreme enthält kein Eigelb, sondern nur aufgeschlagenes Eiweiß. Wer sich nicht an Buttercreme wagt, kann auch mit gezuckertem und geschlagenem Frischkäse arbeiten.

Die Deko: Früchte, Macarons, Kristalle oder Perlen

Für die Dekoration ist erlaubt, was gefällt: Macarons, Zuckerperlen oder Früchte. Allerdings sind Früchte mitunter schwierig, "weil sie flüssig werden können," gibt Roscher zu bedenken. Damit die Beeren nicht abrutschen, können sie mit etwas weißer Schokolade angeklebt werden. Grundsätzlich gilt: zwischen jedem Dekoschritt kühlen!

Streicht man die mittlere Schicht außen mit Buttercreme ein, kann man Zuckerperlen an den Tortenrand drücken. Dann wird oberhalb und unterhalb der Deko ein Streifen Buttercreme aufgespritzt und mit einem kleinen Tortenmesser oder Schaber leicht glatt gestrichen. Zum Schluss wird der aufgespritzte Cremerand verziert. Für diese falsche Linie - die Fault Line - einen Pinsel in Lebensmittelfarbe oder in selbst gemachte Ganache tauchen und die Cremewellen nachzeichnen.

Sarina Roscher, Inhaberin der Patisserie Sarina

Gerhard Schenk, Präsident des Deutschen Konditorenbunds Bundesinnungsverband

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