Zu warme Jahreszeit

Haselpollen im Winter: Was Allergiker besser sofort tun sollten

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Da der Winter dieses Jahr auszubleiben scheint, kämpfen manche Allergiker mit Heuschnupfen.

Pollen-Allergiker haben nicht einmal im Winter ihre Ruhe, wie es scheint. Die Haselpollen fliegen bereits - wie Sie sich schützen können, erfahren Sie hier.

Die Nase kribbelt, die Augen jucken – und das schon im Januar: Laut Stiftung Deutscher Polleninformationsdienst hat das relativ milde und meist frostfreie Wetter der vergangenen Wochen bereits für einen ersten Entwicklungsschub in der Natur gesorgt.

Für Baumpollen-Allergiker heißt das: Die Nase läuft in diesem Winter schon früh. Vor allem im Westen und Südwesten Deutschlands sind laut Karten des Deutschen Wetterdienstes bereits Hasel- und Erlenpollen in der Luft. Allergiker im Saarland und im Rhein-Ruhr-Gebiet trifft es in der Regel zuerst, Heuschnupfengeplagte im Norden können dagegen etwas länger durchatmen.

Hasel-und Erlenpollen fliegen wieder - wegen zu warmen Wintermonaten?

Zwar ist die Belastung im Januar schwächer als während der Hauptblütezeit von Hasel und Erle im Februar und März. Dennoch kann der frühe Pollenflug betroffene Allergiker stark belasten, da diese dann über einen längeren Zeitraum unter ihrem Heuschnupfen leiden. Das gilt vor allem, wenn keine anhaltende Winterkälte und Schneefall mehr zu erwarten sind, die den Pollenflug noch einmal bremsen.

Eine Haselpollen-Allergie äußert sich mit den typischen Heuschnupfensymptomen wie etwa Niesen und Augenjucken. Ob es sich tatsächlich um eine Reaktion auf die Pollen oder doch eine Erkältung handelt, lässt sich mittels Haut- und Bluttest herausfinden. "Diese sollten von einem auf Allergien spezialisierten Arzt durchgeführt werden", rät Patric Stamm von der KKH Kaufmännische Krankenkasse in München.

Bei einer Allergie reagiert das körpereigene Immunsystem stark abwehrend gegen an sich harmlose Stoffe aus der Umwelt, sogenannte Allergene. Rasches Erkennen und Behandeln ist wichtig, damit aus einem Heuschnupfen kein allergisches Asthma wird.

Allerdings tappen die Forscher bezüglich der Ursache von Allergien noch immer im Dunkeln. Warum das so ist, erfahren Sie hier.

Experte rät: Das können jetzt Allergiker gegen Beschwerden tun

Während der Heuschnupfenzeit wird vor allem die Einnahme sogenannter Antihistaminika empfohlen. Sie blockieren die Freisetzung des Histamins und verringern so die Allergiebeschwerden. Antihistaminika gibt es in Form von Tabletten, Tropfen, Spray oder Saft. Neuere Präparate machen zudem nicht mehr so müde wie noch vor einigen Jahren.

Wer auf Haselpollen reagiert, sollte außerdem auf etwaige Kreuzallergien achten. Betroffene könnten auch beim Verzehr von Haselnüssen sowie anderen Nusssorten Probleme bekommen. Auch hier bringen entsprechende Tests Klarheit. Patric Stamm hat Tipps parat, die Heuschnupfengeplagten den Alltag erleichtern können:

  • Vor allem während der Hauptblütezeit längere Aufenthalte im Freien meiden.
  • Pollenfilter im Auto installieren.
  • Pollenschutzgitter an den Fenstern anbringen.
  • Vor dem Zubettgehen Haare waschen.
  • Kleidung nicht im Schlafzimmer ausziehen.
  • Nase mit Hilfe einer Nasendusche spülen.
  • Fenster nachts schließen.

Lesen Sie auch: So werden Sie fiese Hausstaubmilben für immer los. ´

Auch interessant: Wie oft muss ich bei Hausstauballergie putzen?

jp

Hier können Allergiker entspannen

Heuschnupfen
Nicht jeder kann sich im Frühling über mildes Wetter, Sonne und die blühende Natur freuen, denn viele Menschen leiden unter Heuschnupfen. Wir zeigen Ihnen Urlaubsorte, wo Sie dennoch frei durchatmen können. © picture alliance / dpa
Allgäu
Unbeschwert die Natur genießen: Das können Sie im Allgäu. Der Ort Bad Hindelang hat sich beispielsweise speziell auf die Bedürfnisse von Allergikern eingestellt. © picture alliance / dpa
Friedrichskoog
Der idyllische Fischerort Friedrichskoog an der Nordseeküste ist ein Paradies für Pollen-Allergiker. Die Meerluft ist reich an gesundem Jod und gut für Haut und Atemwege. Außerdem gibt es hier kaum Pollenflug. © picture alliance / dpa
Kanaren
Für Allergiker ein empfehlenswertes Urlaubsziel: Die kanarischen Inseln. Auf der Inselgruppe um Lanzarote gibt es kaum Birkenpollen. Die frische Brise vom Meer ist außerdem gesund für die Atemwege und schränkt den Pollenflug ein. © picture alliance / dpa
Ostfriesland
Auch in Ostfriesland können Sie unbeschwert ihren Urlaub verbringen. Viele Kur-Orte haben sich sogar auf die Bedürfnisse von Allergikern und Asthmatiker eingestellt. © picture alliance / dpa-tmn
Schweiz
Die Schweiz ist mit seinen zahlreichen Kur-Orten und Wellness-Domizilen wie St. Moritz oder Davos ein willkommenes Urlaubsziel. Aufgrund der hohen Lage haben es Pollen schwer - und Allergiker gut. © picture alliance / dpa
Sylt
Auch in den Dünen von Sylt ist die Luft besonders salzhaltig und gleichzeitig nahezu frei von Pollen. Der Ort eignet sich besonders gut für Menschen mit Allergien und Atemwegserkrankungen. Hier können Sie bei einem Strandspaziergang sorgenfrei die Seele baumeln lassen. © picture alliance / dpa
Spanien
An der Atlantik-Küste der iberischen Halbinsel ist es meistens recht windig. In Spanien oder Portugal finden Heuschnupfen-Geplagte gute Bedingungen vor, um unbeschwert die Sonne zu genießen. © dpa
Ötztaler Alpen
Die Ötztaler Alpen sind ein weiteres Urlaubsziel, welches speziell für Allergiker gut geeignet ist. Die hohe Lage liefert die Höhenluft, die vor allem für Menschen mit Heuschnupfen eine heilende Wirkung hat. Auf dieser Höhe gibt es kaum Pollen, und außerdem so gut wie keine Hausstaubmilben oder Schimmelpilz-Sporen. © picture alliance / dpa

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