Studie

Heiligabend erleiden außergewöhnlich viele Menschen Herzinfarkte - wie Sie reagieren sollten

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Streit unter dem Tannenbaum führt nicht selten zu Herzinfarkt.

Laut einer Studie erleiden am Weihnachtsabend besonders viele Menschen einen Herzinfarkt. Woran das liegt und wie Sie vorbeugen können, erfahren Sie hier.

  • Am Weihnachtsabend besteht ein höheres Risiko, einen Myokard-, also einen Herzinfarkt zu erleiden.
  • Dies fand eine Studie aus Schweden bereits im Jahr 2018 heraus.
  • Was Sie dabei auch in diesem Jahr an Weihnachten beachten sollten, erfahren Sie im Überblick.

Darum ist an Weihnachten das Herzinfarktrisiko besonders hoch

Das höchste mit Herzinfarkt verbundene Risiko wurde laut der schwedischen Studie für Heiligabend und die damit in Verbindung stehenden Ereignisse beobachtet. Daher wurde zu erhöhter Vorsicht in der Weihnachtszeit gemahnt.

An den Festtagen könnten unter anderem aufgrund der Anstrengungen für das Gelingen des Festes oder aufkommender familiärer Konflikte vermehrt Stresshormone ausgeschüttet werden. Diese führen demnach zu einem höheren Risiko, einen Herzinfarkt zu erleiden. Es sollte also verstärkt darauf geachtet werden, sich über die Weihnachtsfeiertage nicht allzu sehr aufzuregen.

Lesen Sie hier: Das Herz stärken mit diesen zehn blutdrucksenkenden Lebensmitteln.

Es wurde im Vergleich dazu zum Beispiel kein erhöhtes Risiko während Sportveranstaltungen festgestellt, wie  die Auswertung von Swedeheart zeigte. Ein weiteres Risiko für einen Myokardinfarkt wurde dagegen am frühen Morgen und an Montagen beobachtet. Zudem war das Risiko ausgeprägter bei Patienten über 75 Jahren und bei Patienten mit Diabetes sowie einer Vorgeschichte von koronarer Herzerkrankung.

Lesen Sie hier: Experte verrät: So erkennen Sie sofort eine Herzschwäche.

Zu den kurzfristigen Risikofaktoren für einen Herzinfarkt gehören unter anderem emotionaler Stress, schwere körperliche Aktivität, Kälte und Luftverschmutzung. Einen Herzinfarkt erkennen Sie an folgenden Symptomen:

  • Neu auftretenden, unangenehmen Brustschmerzen, die länger als fünf Minuten andauern
  • Übelkeit
  • Atemnot
  • Schweißausbrüchen 

Dieser Artikel dient nur der Information und ersetzt nicht den Gang zum Arzt. Wer sich nicht sicher ist, woran er leidet, der sollte in jedem Fall seinen Hausarzt aufsuchen und sich entsprechenden Untersuchungen unterziehen.

Video: Wie erkennen Sie Symptome für bevorstehenden Herzinfarkt

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Vorsicht: So erkennen Sie sofort einen Herzinfarkt

Wer einen Herzinfarkt erleidet, verspürt starke, langanhaltende Schmerzen im Brust- und Herzbereich. Doch auch andere Körperregionen wie Arme und Oberbauch können betroffen sein. Meist strahlt der Schmerz von der Brust in die Extremitäten, zwischen die Schulterblätter bis in den Rücken oder in den Hals und Kiefer.
Wer einen Herzinfarkt erleidet, verspürt starke, langanhaltende Schmerzen im Brust- und Herzbereich. Doch auch andere Körperregionen wie Arme und Oberbauch können betroffen sein. Meist strahlt der Schmerz von der Brust in die Extremitäten, zwischen die Schulterblätter bis in den Rücken oder in den Hals und Kiefer. © dpa
Zu den starken Schmerzen kommt häufig noch ein heftiger Druck oder ein sehr starkes Engegefühl im Brust- und Herzbereich hinzu. Viele Betroffenen haben dann das Gefühl, dass ihnen die Luft abgeschnürt wird und ihnen ein Elefant auf der Brust steht.
Zu den starken Schmerzen kommt häufig noch ein heftiger Druck oder ein sehr starkes Engegefühl im Brust- und Herzbereich hinzu. Viele Betroffenen haben dann das Gefühl, dass ihnen die Luft abgeschnürt wird und ihnen ein Elefant auf der Brust steht. © pixabay
Neben den stechenden Schmerzen und der Brustenge verspüren manche Betroffene ein stark brennendes Gefühl, das nicht aufhören will.
Neben den stechenden Schmerzen und der Brustenge verspüren manche Betroffene ein stark brennendes Gefühl, das nicht aufhören will. © pixabay
Auch wenn es erst auf etwas anderes hindeuten kann: Übelkeit und Erbrechen können ebenfalls darauf hindeuten, dass Sie gerade einen Herzinfarkt erleiden. Die sogenannten "unspezifischen" Anzeichen treten bei Frauen sogar häufiger auf als bei Männern. Die Deutsche Herzstiftung rät, immer dann den Notarzt zu rufen, wenn die Beschwerden in zuvor noch nie erlebtem Ausmaß auftreten.
Auch wenn es erst auf etwas anderes hindeuten kann: Übelkeit und Erbrechen können ebenfalls darauf hindeuten, dass Sie gerade einen Herzinfarkt erleiden. Die sogenannten "unspezifischen" Anzeichen treten bei Frauen sogar häufiger auf als bei Männern. Die Deutsche Herzstiftung rät, immer dann den Notarzt zu rufen, wenn die Beschwerden in zuvor noch nie erlebtem Ausmaß auftreten. © Instagram/wiek
Einen Herzinfarkt kann man jemandem sogar im wahrsten Sinne des Wortes ansehen: Meist werden Betroffene vor Schmerz und Angst ganz fahl und totenblass im Gesicht und bekommen zudem Angstschweiß.
Einen Herzinfarkt kann man jemandem sogar im wahrsten Sinne des Wortes ansehen: Meist werden Betroffene vor Schmerz und Angst ganz fahl und totenblass im Gesicht und bekommen zudem Angstschweiß. © pixabay

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