Schlafforscher gibt Ratschläge

Das hilft bei Einschlafproblemen

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Wenn die Gedanken nicht zur Ruhe kommen: Jeder Dritte bis Vierte leidet in Deutschland unter gelegentlichen Einschlafproblemen. Foto: Christin Klose

Von einer Seite zur anderen wälzen, Kissen aufschütteln, an die Decke starren - Einschlafprobleme sind für viele Menschen nerviger Alltag. Was können Betroffene tun, wenn sie stundenlang wach liegen?

Klingenmünster (dpa/tmn) - Kommen die Gedanken bei Nacht nicht zur Ruhe, sollten Betroffene noch mal aufstehen. Wichtig ist dabei, das Schlafzimmer zu verlassen, rät Schlafforscher Hans-Günter Weeß. So schafft man eine räumliche Distanz zwischen den Sorgen und Problemen sowie der Bettsituation.

Haus- oder Schreibtischarbeit ist nachts allerdings tabu. "Man sollte auf keinen Fall etwas Aktivierendes machen", empfiehlt Weeß. Gedämpftes Licht und entspannte Musik ist hingegen erlaubt. "Alles was dazu führt, wieder in die Entspannung zu kommen". Da kann zu Beginn sogar Grübeln sinnvoll sein - wenn die Gedanken danach wieder zur Ruhe kommen. Kommt die Müdigkeit, darf man zurück ins Bett.

Rund sechs Prozent der Menschen in Deutschland haben nach Angaben des Schlafforschers eine behandlungsbedürftige Ein- und Durchschlafstörung. Die Gründe dafür sind verschieden. Gelegentliche Schlafprobleme hat sogar jeder Dritte bis Vierte.

Wer bis kurz vor dem Schlafengehen noch gedanklich und gefühlsmäßig aktiv ist, findet schwerer in die notwendige Entspannung. Daher sollte man Nervenaufreibendes vermeiden - auch Surfen im Internet kann darunter fallen. Um die Gedanken zur Ruhe zu bringen, helfen Lesen bei dämmrigem Licht, Entspannungsmusik oder auch eine geführte Traumreise über eine Einschlafapp. Spezielle Schlafgadgets wie Soundkissen oder Stirnbänder, die eine Gehirnstimulation herbeiführen sollen, sieht der Schlafexperte allerdings kritisch.

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