Nicht mehr grübeln

Ständig Angst wegen Coronavirus? So hören Sie auf, sich zu viele Gedanken zu machen

Die Coronavirus-Pandemie beschert Ihnen schlaflose Nächte und Ihre Gedanken drehen sich nur um die Krankheit? So hören Sie auf, sich verrückt zu machen.

  • Die Covid-19-Pandemie macht Angst und löst bei vielen Menschen Ängste aus. 
  • Doch ständiges grübeln und sich sorgen geht an die Substanz. 
  • Folgende Tipps sollen helfen, sich negatives Denken abzutrainieren. 

Die aktuelle Situation in Deutschland, die mit der Coronavirus-Pandemie einhergehenden Ausgangsbeschränkungen und die eindringliche Empfehlung, soziale Kontakte zu meiden, beunruhigen wohl jeden. Doch die einen kommen besser, die anderen schlechter klar mit dem ungewohnten Alltag, der mit vielen Entbehrungen verbunden ist: Biergärten, Restaurants, Fitnessstudios und viele Geschäfte sind geschlossen, Veranstaltungen werden abgesagt. Frühlingsgefühle kommen nicht wirklich auf. 

Ans traute Heim gefesselt verfallen viele nicht nur der Langeweile, sondern beginnen sich auch zu sorgen. Das Grübeln kann sogar in Panik münden, wenn die Nachrichtenlage neue Coronavirus-Infektionen* und überforderte Gesundheitssysteme in anderen Ländern beinhaltet. Wie man sich gar nicht erst in diesen Negativ-Strudel hineindenkt, hat das US-amerikanischen Wirtschaftsmagazin inc.com in fünf Schritten zusammengefasst

Gehirntraining: Weniger grübeln in fünf Schritten

Gewohnheiten zu ändern, ist immer eine Herausforderung. Wer allerdings hartnäckig am Ball bleibt, kann sich so gut wie alles abtrainieren - auch destruktive Denkmuster. Inc.com zufolge soll man sein Gehirn dahingehend umprogrammieren können, dass ständiges Grübeln und sich sorgen bald der Vergangenheit angehört: 

1. Machen Sie es sich bewusst, wenn Sie wieder grübeln. Ein wichtiger erster Schritt soll sein, auf die eigene Denkweise zu achten und sich negatives Denken bewusst vor Augen zu führen. Merkt man, dass man sich über Dinge Sorgen macht, die man nicht kontrollieren kann, machen Sie sich klar: Diese Gedanken bringen niemandem etwas. 

2. Konzentrieren Sie sich auf die Problemlösung. Sich auf Probleme zu konzentrieren, ist nicht hilfreich. Stattdessen sollten Sie sich darauf konzentrieren, nach Lösungen zu suchen. Wenn es sich um etwas handelt, über das Sie eine gewisse Kontrolle haben, erleichtert das die Sache. Doch auch Situationen, über die der Mensch keine Kontrolle hat, wie etwa Naturkatastrophen oder die Coronavirus-Pandemie, kann man lösungsorientiert angehen. Konzentrieren Sie sich in dem Fall darauf, welche Strategien Sie zur Bewältigung des Problems anwenden können und welche Dinge Sie kontrollieren können - etwa Ihre Einstellung. 

3. Emotionen beiseite lassen: Bevor Sie zu dem Schluss kommen, dass Sie bald an einer Coronavirus-Infektion sterben könnten, sollten Sie sich eingestehen, dass Ihre Gedanken übertrieben negativ sein können. Psychologen empfehlen* bei solchen gedanklichen Horrorszenarien, Emotionen wie Angst beiseite zu schieben, die Situation objektiv zu betrachten und sich die Fakten genau anzusehen. Gibt es Beweise dafür, dass Ihre Gedankengänge nicht übertrieben sind?

Lesen Sie auchCovid-19: Deutschland meldet niedrige Todesrate - bereits geheilte Menschen wohl immun.

4. Erlernen Sie Achtsamkeitsübungen wie Meditation* oder Autogenes Training: "Es ist unmöglich, das Gestern wieder aufzuwärmen oder sich um das Morgen zu sorgen, wenn man in der Gegenwart lebt. Achtsamkeit wird Ihnen helfen, sich des Hier und Jetzt bewusster zu machen", so das Wirtschaftsportal Inc. 

5. Wechseln Sie den Kanal: Wenn Sie sich sagen, dass Sie aufhören sollen, über etwas nachzudenken, wird das nach hinten losgehen. Je mehr Sie versuchen, zu verhindern, dass ein Gedanke in Ihr Gehirn gelangt, desto wahrscheinlicher ist es, dass er immer wieder auftaucht. Lenken Sie sich deshalb bewusst ab, indem Sie etwa den nächsten Urlaub mit Ihrem Partner planen oder sich in ein Arbeitsprojekt stürzen.

WeiterlesenCoronavirus in Deutschland – Merkel warnt: "Wo möglich auf Sozialkontakte verzichten".

jg

Warum uns die Natur so gut tut

Annette Bernjus leitet Achtsamkeitsübungen an, wenn sie mit den Teilnehmern ihrer Kurse so wie hier im Wald unterwegs ist. Foto: Manfred Bernjus/embe-Foto
Annette Bernjus leitet Achtsamkeitsübungen an, wenn sie mit den Teilnehmern ihrer Kurse so wie hier im Wald unterwegs ist. Foto: Manfred Bernjus/embe-Foto © Manfred Bernjus
Zum Themendienst-Bericht von Bernadette Winter vom 22. August 2018: Prof. Dr. med. Andreas Michalsen ist Chefarzt der Abteilung Naturheilkunde im Immanuel Krankenhaus Berlin. Foto: Anja Lehmann/Immanuel Krankenhaus Berlin
Zum Themendienst-Bericht von Bernadette Winter vom 22. August 2018: Prof. Dr. med. Andreas Michalsen ist Chefarzt der Abteilung Naturheilkunde im Immanuel Krankenhaus Berlin. Foto: Anja Lehmann/Immanuel Krankenhaus Berlin © Anja Lehmann
Wer im Wald "badet", soll nicht nur die Geräusche des Waldes bewusst aufnehmen, sondern die Umgebung auch mit den anderen Sinnen erleben. Foto:Manfred Bernjus/embe-Foto
Wer im Wald "badet", soll nicht nur die Geräusche des Waldes bewusst aufnehmen, sondern die Umgebung auch mit den anderen Sinnen erleben. Foto:Manfred Bernjus/embe-Foto © Manfred Bernjus
Achtsamkeitsübung im Wald. Annette Bernjus rät, dort ganz bewusst zu pausieren. Foto: Manfred Bernjus/embe-Foto
Achtsamkeitsübung im Wald. Annette Bernjus rät, dort ganz bewusst zu pausieren. Foto: Manfred Bernjus/embe-Foto © Manfred Bernjus
Einfach mal einen Baum umarmen: Annette Bernjus leitet die Teilnehmer ihrer Seminare an, die Natur wieder bewusster wahrzunehmen. Foto: Manfred Bernjus/embe-Foto
Einfach mal einen Baum umarmen: Annette Bernjus leitet die Teilnehmer ihrer Seminare an, die Natur wieder bewusster wahrzunehmen. Foto: Manfred Bernjus/embe-Foto © Manfred Bernjus
Dirk Teegelbekkers ist Geschäftsführer von PEFC Deutschland. Foto: Franziska Gabbert
Dirk Teegelbekkers ist Geschäftsführer von PEFC Deutschland. Foto: Franziska Gabbert © Franziska Gabbert

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Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa / Jens Kalaene

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