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Sechs Hausmittel aus Russland, Türkei und Norwegen: Husten, Schlafstörungen und Müdigkeit natürlich bekämpfen

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Von: Juliane Gutmann

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Schlappheit, Verspannungen, Prellungen, Erkältungssymptome wie Kopfschmerzen: Jede Nation hat ihre eigenen Hausmittel gegen Beschwerden.

Frau kauft im Supermarkt einen Wirsing
1 / 6Bei Prellungen und Schwellungen können Kohlwickel Abhilfe schaffen. Das traditionelle Hausmittel aus der Schweiz setzt auf die Essenzen aus Wirsing oder Weißkohl, die entzündungshemmend wirken sollen. Dazu werden ein paar große, dunkelgrüne Bio-Kohlblätter mit einem Nudelholz oder einem ähnlichen Küchenutensil ausgerollt/sanft abgeklopft, bis der Saft aus den Blättern austritt. Im Anschluss wird das Blatt auf die betroffene Hautstelle gelegt, mit Frischhaltefolie und dann mit einem Stofftuch umwickelt. Am besten lassen Sie den Kohlwickel einige Stunden wirken und wiederholen den Vorgang täglich, bis die Schwellung abnimmt. © Ute Grabowsky/Imago
Glas mit Tomatensaft
2 / 6Tomaten, Knoblauch, Zitrone, Ingwer: Die Kombi, die in Italien bei Erkältungen eingesetzt wird. Die Mischung enthält viele Nährstoffe, Mineralstoffe, Vitamine und Spurenelemente sowie ätherische Öle, die das Immunsystem beim Kampf gegen Viren und Bakterien unterstützen. Für die italienische Tomaten-Passata einfach rund 250 Gramm Tomaten kreuzweise einritzen und mit kochendem Wasser übergießen. Im Anschluss lassen sie sich gut häuten und durch ein Sieb drücken. Jetzt werden zwei Knoblauchzehen zerquetscht und mit dem Saft einer Zitrone vermengt. Nun ein paar Scheibchen Ingwer hinzufügen und alles im Mixer zerkleinern. Im Anschluss wird die Passata erwärmt. © Nailia Schwarz/Imago
Ein Löffel voll mit ganzen Pfefferkörnern
3 / 6Pfeffer verleiht Gerichten Schärfe und regt die Verdauung an. In der Türkei wird er außerdem als Hustenmittel eingesetzt. Seine wärmende Wirkung wird in Form von Pfefferwickeln mit Honig genutzt: Zwei Esslöffel Honig auf dem Rücken verteilen und frisch gemahlenen Pfeffer aufstreuen. Mit einem Handtuch bedeckt sollte man so ungefähr 15 Minuten ruhen, heißt es im Buch „Pfefferwickel, Kurkumamilch & Co. – Traditionelle Hausmittel aus aller Welt“. Der Honig soll die erkältungslindernde Wirkung des Pfeffers verstärken, da er antibiotisch und schleimlösend wirkt. © Antonio Gravante/Imago
Lavendelöl in einem kleinen braunen Glasfläschchen
4 / 6In Frankreich greifen einige Menschen zu Lavendeltinktur, wenn Schlafstörungen plagen. Die beruhigende Wirkung des Heilkrauts ist der Grund dafür, dass Lavendelessenzen in vielen Produkten gegen Ein- und Durchschlafprobleme enthalten sind. Selbst machen können Sie einen Schlummertrunk, indem Sie eine Hand voll getrockneter Lavendelblüten in ein Glas mit Schraubverschluss bröseln und 175 Milliliter Weinbrand aus der Apotheke und 75 Milliliter gefiltertes Wasser dazugeben. Wenn die Blüten bedeckt sind, wird das Glas verschlossen und ein paar Minuten durchgeschüttelt. Nach zwei Wochen an einem kühlen und dunklen Ort (alle zwei Tage muss das Fläschchen geschüttelt werden) ist die Tinktur fertig. Filtern Sie sie durch ein Baumwolltuch und trinken Sie einen halben Teelöffel vor dem Zubettgehen. © matka/Imago
Ein Zweig Rosmarin (Salvia rosmarinus)
5 / 6Rosmarin macht sich nicht nur gut im eigenen Garten oder auf dem Balkon: Das Heilkraut kommt in vielen Nationen wegen seiner antibakteriellen, durchblutungsfördernden und anregenden Wirkung zum Einsatz. In Norwegen wird eine Ingwer-Rosmarin-Tinktur mit Honig bei Kopfschmerzen angewendet. In Kombination entfalten die Inhaltsstoffe schmerzlindernde Wirkung: Ingwer kann bei Übelkeit helfen, Honig wird seit Jahrhunderten wegen der antibakteriellen und krampflösenden Wirkung geschätzt, Rosmarin regt die Durchblutung an, was Kopfschmerz lindern kann. So können Sie die Tinktur selbst herstellen: Wasser mit frisch geriebenem Ingwer aufkochen lassen und nach kurzer Abkühlungsphase gehackten Rosmarin zugeben. Nach erneutem Aufkochen rund zehn Minuten ziehen lassen, alles durch ein Sieb gießen und Honig nach Belieben hinzufügen. © David & Micha Sheldon/Imago
Frau liegt auf einer Liege vor einem Fenster
6 / 6Babuschkas Energiemilch: Ein russisches Hausmittel gegen Abgeschlagenheit und Schlappheit, das durch eine Vielzahl an wichtigen Mineralstoffen und Spurenelementen neue Energie bringen soll. Die Hauptzutat: Milch als Lieferant von Proteinen, Kalzium und Kalium. Zugegeben werden Honig, der antibakterielle Wirkung entfaltet und Butter, der Fett, Eiweiß und Mineralstoffe enthält. Zudem enthält das Glas Energiemilch noch ein Ei als Protein-Spender. Im Buch „Pfefferwickel, Kurkumamilch & Co. – Traditionelle Hausmittel aus aller Welt“ wird geraten, zuerst die Milch (rund 250 Milliliter) zu erwärmen und dann alle Zutaten (von Butter und Honig jeweils ein Esslöffel) gut darin zu verrühren. © Pedro Merino/Imago

Sie fühlen sich schlapp, haben Husten und Kopfschmerzen? In vielen Fällen stecken harmlose Virusinfektionen hinter derartigen Symptomen. Meist reicht dann Ruhe, Schlaf und viel Trinken, um schnell wieder fit zu sein. Hausmittel unterstützen den Genesungsprozess.

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Sanfte Hilfe aus der Natur: Hausmittel aus Deutschland, Russland, der Türkei

Hühnerbrühe bei Erkältung, Thymian-Tee bei Husten, Inhalieren von Kamillentee-Dampf: In Deutschland gibt es eine ganze Reihe an bekannten Hausmitteln bei harmlosen Erkältungsbeschwerden. Und auch andere Symptome können natürlich gelindert werden. So entfalten feuchte Umschläge mit Arnika- oder Rosskastanienextrakt abschwellende Wirkung bei stumpfen Verletzungen oder Tee mit Baldrian und Hopfen fördert guten Schlaf.

In anderen Ländern herrschen oft nicht nur andere klimatische Bedingungen: Auch andere Traditionen als in Deutschland werden gepflegt. Entsprechend unterscheiden sich auch die Hausmittel, die gegen alltägliche gesundheitliche Probleme wie Erkältungssymptome zum Einsatz kommen. Im Buch „Pfefferwickel, Kurkumamilch & Co. – Traditionelle Hausmittel aus aller Welt“ führen die Autoren Karin Berndl und Nici Hofer einige Getränke, Kräutermischungen und andere Rezepturen auf, die weltweit als Hausmittel angewendet werden.

Klingen Krankheitssymptome nicht nach wenigen Tagen ab und treten Fieber und starke Beschwerden ein, sollten Sie in jedem Fall einen Arzt aufsuchen. Bei schwerwiegenden Infekten wie einer Grippe lindern Hausmittel zwar gegebenenfalls die Beschwerden, doch nur ein Mediziner/eine Medizinerin kann entscheiden, ob weitere Maßnahmen eingeleitet werden müssen.

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