Verbrennungen möglich

Kinder nach Kontakt mit Pflanzensaft sofort abwaschen

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Der Riesen-Bärenklau eignet sich wegen seiner Größe gut als Versteck - Eltern halten ihre Kinder aber besser von der giftigen Pflanze fern. Foto: Marion Nickig

Wenn Kinder die Natur entdecken, kommen sie mit allen möglichen Pflanzen in Kontakt. Das kann gefährlich werden. Denn einige Pflanzenarten enthalten Säfte, die zu starken Hautreaktionen führen können. Eltern sollten daher sofort reagieren.

Köln (dpa/tmn) - Was gibt es Schöneres, als in einer Blumenwiesen verstecken zu spielen? Bekommen Kinder dabei allerdings Pflanzensaft zum Beispiel vom Riesen-Bärenklau ab, kann das sehr schmerzhaft werden.

Pflanzen wie er verursachen durch ihr Furocumarin Verbrennungen, wenn betroffene Hautstellen im Anschluss Sonnenlicht ausgesetzt sind. Noch bis zu drei Tage nach dem Kontakt mit der Pflanze können die Hautreaktionen auftreten. Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) rät daher, die Haut nach dem Kontakt mit Pflanzensaft umgehend gründlich mit Wasser und Seife abzuwaschen und die Hautstellen mit Sonnencreme zu schützen. Die Sonne sollten betroffene Kinder für zwei Tage meiden.

Am besten sei es, Kinder gar nicht in der Nähe von Riesen-Bärenklau oder anderen phototoxischen Pflanzen spielen zu lassen. Weist die Haut bereits Verbrennungen durch Pflanzensaft auf, können Eltern die betroffenen Stellen mit Eisbeuteln und feuchten Kompressen kühlen, erklären die Kinder- und Jugendärzte. Ist die Reaktion stark, sollte sich das ein Arzt anschauen.

Riesen-Bärenklau wächst mehrere Meter hoch und ist deshalb ein besonders verlockendes Versteck. Der Stängel kann bis zu 10 Zentimeter dick werden. Riesen-Bärenklau blüht weiß bis rosa. Die Blüten haben einen Durchmesser von bis zu 80 Zentimetern.

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