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Kinder niemals unbeaufsichtigt in der Badewanne lassen

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Von: Judith Braun

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Kinder können schon ganz früh an Wasser gewöhnt werden. Das Planschen in der Badewanne kann hier helfen. Sie sollten jedoch nie ohne Aufsicht sein.

Im Wasser planschen und spielen ist für viele Kinder der größte Spaß. Allerdings steigt seit ein paar Jahren die Anzahl der Nichtschwimmer immer weiter an. Durch die Schließungen von öffentlichen Schwimmbädern und fehlenden Schwimmkursen während der Corona-Pandemie wurde dieser Trend zusätzlich beschleunigt. Um bei den Kleinen die Freude am Wasser zu wecken, sollten Eltern deshalb regelmäßig mit ihren Kindern ins Schwimmbad gehen. Bei der Bade- und Schwimmsicherheit für Kinder gibt es allerdings ein paar Dinge zu beachten.

Kinder niemals unbeaufsichtigt in der Badewanne lassen

Ein Mädchen steht am Rand einer Badewanne und hält sich fest
Beim Planschen in der Badewanne kann Kindern die Freude am Wasser schon früh vermittelt werden. Allerdings sollte dies nicht ohne Aufsicht geschehen. (Symbolbild) © Peter Muller/IMAGO

„In der heutigen Zeit konkurrieren viele Aktivitäten um wenig Freizeit. Die meisten Kinder sind lange in der Kindertagesbetreuung und besuchen später Ganztagsschulen. Im schwimmlernfähigen Alter bleibt also wenig Zeit für private oder familiäre Wassergewöhnung und Schwimmkurse“, benennt Michael Dietel, Sprecher von Bäderland Hamburg, eine Ursache für die steigende Nichtschwimmer-Anzahl unter Kindern gegenüber dem Erziehungsportal Eltern Online. Viele Eltern würden sich auf den Schwimmunterricht in der Grundschule verlassen. Allerdings sollten seiner Meinung nach Eltern schon früher selbst aktiv werden und zum Beispiel die Wochenenden für regelmäßiges Schwimmen nutzen. Denn „Kinder sollten möglichst früh und ohne Druck ans Wasser gewöhnt werden“, so Dietel.

Mit der Wassergewöhnung können Eltern schon in ganz jungem Alter spielerisch beginnen. Dafür müssen sie nicht mal ins Schwimmbad gehen, denn die Gewöhnung passiert bereits zu Hause in der Badewanne. Sie kann mit dem Tröpfeln von Wasser auf den Kopf starten. Später sitzen die Sprösslinge dann eigenständig in der Wanne und lernen das Aufstehen im Wasser. Selbstverständlich soll dies immer unter Aussicht geschehen.

„Natürlich geht Sicherheit immer vor und Kinder sollten niemals unbeaufsichtigt im Wasser sein. Auch nicht in der Badewanne“, betont der Schwimmexperte. Schließlich kann hier auch die Gefahr von sekundärem Ertrinken bestehen. Damit die Kinder später leichter Schwimmen lernen, sollten Eltern ihre Kinder in dieser Gewöhnungsphase richtig planschen lassen und keine Verbote aussprechen, auch wenn sie das Badezimmer unter Wasser setzen. So wird ihnen die Freude an Wasser vermittelt und gleichzeitig die Angst davor genommen, schließlich gerät beim Planschen und Spritzen automatisch Wasser in die Augen oder auf den Kopf.

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Beaufsichtigung von planschenden und schwimmenden Kindern: Was Eltern beachten sollten

Eltern sind grundsätzlich für die Sicherheit ihrer Kinder verantwortlich. Das gilt umso mehr beim Schwimmen, wenn die Kleinen noch keine sicheren Schwimmer sind. „Dafür ist es wichtig zu wissen, dass Kinder erst mit absolviertem Bronze-Abzeichen als sichere Schwimmer gelten – noch nicht mit einem Seepferdchen“, meint der Bäderland-Pressesprecher weiter.

Ein Elternteil sollte deshalb in diesem Fall nicht auf mehr als zwei Kinder aufpassen und als Begleitperson immer im Becken richtig stehen können. Außerdem sollte sie im besten Fall nur eine Armeslänge der Kinder entfernt sein. Wenn Eltern sich überfordert fühlen, wäre auch ein Babyschwimmkurs eine Möglichkeit, die ganz Kleinen schon mit Wasser vertraut zu machen. Schwimmlehrer können zudem Ängste nehmen und Empfehlungen geben.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteurinnen und Redakteuren leider nicht beantwortet werden.

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