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Kinderkrankentage wegen Corona: Gesetzgeber verlängert Regelung

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Von: Natalie Hull-Deichsel

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Berufstätige Eltern können länger Kinderkrankentage wegen Corona beantragen. Der Gesetzgeber verlängert die Krankengeldregelung.

Berlin – Gute Nachricht für alle Eltern: Kann Ihr Kind wegen einer Corona-Infektion oder coronabedingten Einschränkungen nicht zur Kita oder Schule gehen, können Sie sich auch weiterhin freistellen lassen. Der Deutsche Bundestag hatte das kürzlich auslaufende „Gesetz zur Verlängerung des Sozialdienstleister-Einsatzgesetzes“ erneut verlängert.

Kinderkrankentage wegen Corona: Gesetzgeber verlängert Regelung

Für Eltern ist die Corona-Pandemie* nach wie vor eine Herausforderung: Erkrankt das eigene Kind an Corona oder muss die Kita wegen Corona-positiv-getesteten und erkrankten Betreuern schließen, können die Eltern des betroffenen Kindes häufig nur schwer ihrem Beruf nachgehen. Was bleibt, ist für viele nur die Notbremse „Krankmeldung“. Telefonisch ist diese bis Ende Mai 2022 möglich*. Eine enorme Entlastung ist in dieser Zeit dann verstärkt die Möglichkeit, dass Eltern in Deutschland Kinderkrankentage bzw. Kinderkrankengeld beantragen können.

Kinderkrankentage wegen Corona: Wie viele Kinderkrankentage können genommen werden?

Danach können nach genanntem Gesetz pro Kind und pro Elternteil 30 Tage Kinderkrankentage bzw. -geld genutzt werden. Ein Elternpaar kann demnach für ein Kind 60 Tage in Anspruch nehmen. Der Anspruch besteht bei mehreren Kindern für maximal 65 Arbeitstage.

Alleinerziehende Eltern, die unter Umständen in der Corona-Pandemie noch zusätzlich gefordert sind und dringend Unterstützung benötigen, ist der gesetzliche Anspruch pro Kind auf 60 Tage festgesetzt – bei mehreren Kindern auf maximal 130 Arbeitstage.

Krankes Mädchen liegt im Bett mit Fieber, Mutter fasst ihr an die Stirn. (Symbolbild)
Berufstätige Eltern können länger Kinderkrankentage wegen Corona beantragen. (Symbolbild) ©  YAY Images/Imago

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Kinderkrankentage wegen Corona: In welchen Fällen können extra Kinderkrankentage genommen werden?

Unabhängig davon, ob Eltern zu Hause im Homeoffice oder an einem anderen Ort arbeiten, besteht der Anspruch der zusätzlichen Kinderkrankentage bzw. des Kinderkrankengelds. Bis zum 23. September 2022 können Eltern die Kinderkrankentage einsetzen, wenn:

Die Schwierigkeiten in der Betreuung während Corona ist für Eltern nicht immer mit dem Beruf leicht zu vereinbaren, insbesondere Mütter arbeiten dann nahezu mehr als zwei Vollzeitjobs*. Die extra Kinderkrankentage können eine enorme Entlastung für die betreffenden Eltern sein, um ihnen die benötigte Zeit für ihr Kind zu ermöglichen – beispielsweise um zu eruieren, wie sie den Genesen-Status für das eigene Kind* erhalten.

Kinderkrankentage und Kinderkrankengeld in der Corona-Pandemie: Wer hat Anspruch?

Anspruch auf extra Kinderkrankentage bzw. Kinderkrankengeld haben alle gesetzlich Versicherten und berufstätigen Eltern, deren Kind nicht älter als zwölf Jahre ist und gesetzlich versichert ist – sofern es im Haushalt keine andere Person gibt, die das Kind betreuen kann. Für viele stellt sich häufig auch die Frage, wie hoch das Kinderkrankengeld angesetzt ist.

Kinderkrankentage und Kinderkrankengeld in der Corona-Pandemie: Wie wird es beantragt?

Tritt der Fall ein, dass Ihr Kind während Ihrer Arbeitszeit von Ihnen betreut werden muss, so müssen Sie Ihren Arbeitgeber darüber informieren und sich krankmelden. Bereits ab dem ersten Tag benötigen Sie vom Kinderarzt ein ärztliches Attest für das Kind und Sie bzw. Ihren Arbeitgeber, anstatt mit dem dritten Tag, wenn Sie selbst erkranken. In jedem Fall sollten Sie eine Krankschreibung vorlegen* können.

Des Weiteren müssen Sie im Falle einer pandemiebedingten Betreuung einen Antrag für Kinderkrankengeld bei der Krankenkasse Ihres Kindes stellen. Es ist möglich, dass Krankenkassen einen Nachweis durch die Einrichtung (Kita, Hort oder Schule) benötigen. Mit der entsprechenden Bescheinigung des Bundesfamilienministeriums kann eine Betreuungseinrichtung bestätigen, dass sie aus Gründen des Infektionsschutzes schließen musste oder der Zugang beschränkt ist.

Die Corona-Pandemie ist und bleibt eine große psychische Herausforderung – für Kinder und Eltern. So ist es nicht verwunderlich, dass die zusätzlichen Kinderkrankentage und das extra Kinderkrankengeld von Eltern stark genutzt wird. *Merkur.de und 24vita.de sind ein Angebot von IPPEN.MEDIA

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren RedakteurInnen leider nicht beantwortet werden.

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