Urteil

Krankenkassen müssen höherwertige Hörgeräte zahlen

Schwerhörige Arbeitnehmer müssen sich auf ihr Hörgerät im Joballtag verlassen können. Foto: Bernd Weissbrod
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Schwerhörige Arbeitnehmer müssen sich auf ihr Hörgerät im Joballtag verlassen können. Foto: Bernd Weissbrod

Hörgeräte unterscheiden sich in Preis und Qualität. Je nach Arbeitssituation benötigen schwerhörige Betroffene demnach auch spezielle, teurere Hörgeräte, um ihren Beruf uneingeschränkt nachgehen zu können.

Darmstadt (dpa/lhe) - Gesetzliche Krankenkassen müssen ihren Versicherten höherwertige Hörgeräte bezahlen, wenn damit Einschränkungen in der Erwerbsfähigkeit vermieden werden können. Behinderte Menschen hätten einen Anspruch auf medizinische Rehabilitation.

Berufliche Einschränkungen sollen damit vermieden werden, teilte das Hessische Landessozialgericht in Darmstadt in einem Urteil mit (AZ L 1 KR 229/17). Hierzu gehörten auch Hilfsmittel wie Hörgeräte. In dem Fall hatte ein schwerhöriger Bau-Projektleiter geklagt und Recht bekommen. Er argumentierte, bei Besprechungen auf Großbaustellen wechselnden Geräuschkulissen ausgesetzt zu sein. Er benötige daher ein Hörgerät, das sich hierauf automatisch einstelle.

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