Innovativer Ansatz

Krankenschwester verliert vier Kleidergrößen in sechs Monaten - ohne Diät

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Eine App soll jetzt beim Abnehmen helfen - doch ohne Sport- und Ernährungstipps.

Von Größe 46 auf Größe 38: Eine Britin verlor rund 30 Kilo in sechs Monaten. Nur neun Minuten hatte sie dafür täglich "trainiert" - allerdings machte die 32-Jährige dafür keine normale Diät.

Krankenschwester Laura-Beth Ives hatte nach ihrer Schwangerschaft zugenommen. Die 32-Jährige aus der Nähe von Manchester, Großbritannien, machte daraufhin alle möglichen Diäten - die allerdings keinen langfristigen Nutzen hatten - schnell waren die Kilos wieder da. Bis sie eine neuartige Diät ausprobierte, die eigentlich gar keine ist.

App soll Gehirn umprogrammieren - weg von ungesundem Essen

In dem Krankenhaus, in dem sie arbeitet, wurde ein neues Programm zur Gewichtsabnahme getestet - mit der sogenannten Slimpod-App. Dabei handelt es sich nicht um eine normale Abnehm-App, die einen Ernährungs- und Trainingsplan vorgibt. Stattdessen geht es bei Slimpod darum, die Einstellung zum Essen zu verändern

Die Studienteilnehmer - darunter Laura-Beth Ives - mussten die Video-Coachings und Audio-Dateien der App täglich neun Minuten über drei Monate anhören. Das Ziel Gründerin Sandra Roycroft-Davis zufolge: Das Gehirn dahingehend schulen, dass man instinktiv gesündere Entscheidungen trifft, sich mehr bewegt und in Folge mehr Willenskraft beim Abnehmen entwickelt. Das Gehirn soll sozusagen umprogrammiert werden: Der Spaß an ungesundem Essen soll ersetzt werden mit dem Spaß, der Wohlbefinden durch Sport und gesunde Ernährung mit sich bringt.

Ihre Meinung ist gefragt

Fast 90 Prozent der Studienteilnehmer waren begeistert

Studienteilnehmerin Ives war begeistert vom Erfolg: "Seit ich mit dem Slimpod-Programm angefangen habe, hat sich alles geändert - wie ein Schalter, der sich in meinem Kopf umgelegt hat", sagte sie dem britischen News-Portal The Mirror: "Ich greife nicht mehr nach zuckerhaltigem Essen, mein Warenkorb ist voll mit gesundem Essen und ich nehme auch Gesundes mit zur Arbeit mit."

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Nicht nur die 32-Jährige war überrascht vom positiven Effekt der App: Auch die über 100 anderen Studienteilnehmer - allesamt Mitarbeiter des National Health Service in Großbritannien - profitierten vom neuen Ansatz. 87 Prozent der Teilnehmer verloren während des dreimonatigen Projekts an Gewicht und 90 Prozent gaben an, dass sie Verhaltensänderungen an sich beobachteten.

Unbewusst abnehmen mit mentalem Training: neuer Diät-Trend?

Der Slimpod-Ansatz findet viele Interessenten, unter anderem Dr. Xand Van Tulleken, ein prominenter britischer Arzt und Fernsehmoderator. In einer TV-Sendung widmete er sich der Frage, ob unbewusste Überzeugung die Zukunft der Diät sein könnte. Laura-Beth Ives ist sich jedenfalls sicher: "Ich weiß, dass ich nicht mehr zunehmen werde, weil meine neuen Ess- und Bewegungsgewohnheiten bestehen bleiben werden - sie sind zur Routine geworden."

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Weiterlesen: Frau ernährt sich 40 Tage ohne Zucker - das hat schwerwiegende Folgen.

jg

Vor versteckten Zuckerbomben in Acht nehmen

Wer nicht zu viel Zucker zu sich nehmen will, sollte Obst besser essen statt trinken. Oder gleich zu mehr Gemüse greifen. Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn
Wer nicht zu viel Zucker zu sich nehmen will, sollte Obst besser essen statt trinken. Oder gleich zu mehr Gemüse greifen. Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn © Andrea Warnecke
Dressing ist nicht gleich Dressing. Statt mit cremigen Fertigsoßen machen Gesundheitsbewusste ihren Salat lieber mit Essig und etwas Öl an. Foto: Christin Klose/dpa-tmn
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Besser grün statt weiß: Smoothies können sehr gesund sein. Dafür mixt man aber besser Gemüse und Kräuter. Foto: Christin Klose/dpa-tmn
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Joghurt hält manch einer für einen gesunden Snack. Doch Fruchtjoghurt enthält häufig viel Zucker. Foto: Christin Klose/dpa-tmn
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