Schlüssel geknackt

Krankschreibung: Diese Diagnosen stecken wirklich hinter den Codes

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Wer weiß, was das kryptische Gekritzel bedeutet, erfährt so, welche Diagnose der Arzt tatsächlich gestellt hat.  

Wer krank ist, braucht für seine Arbeit eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung. Doch die Codes darauf sind meist kryptisch. Wir erklären deren Bedeutungen.

Wer sich vom Arzt krankschreiben lässt, bekommt meist drei dünne Zettel mit nach Hause. Eine ist für den Arbeitgeber, eine für die zuständige Krankenkasse und eine weitere für die eigenen Unterlagen. Besonders die zwei ersteren sollten Sie so schnell wie möglich mit der Post an die jeweiligen Adressen schicken, damit Arbeitgeber und Krankenkasse Bescheid wissen.

Krankschreibung: Codes stehen für Diagnosen

Schließlich steht auf der Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (kurz AU) nicht nur das Datum, bis einschließlich wann Sie krankgeschrieben sind, sondern auch meist der Grund, warum. Doch dieser ist meist durch kryptische Codes verschlüsselt – und viele verstehen sie nicht. Doch die Redaktion klärt Sie auf.

Die Kombination aus Buchstaben- und Zahlenfolge rührt vom System namens "International Statistical Classification of Diseases and Related Health Problems, Release 10" her. Dieser gibt den Diagnoseschlüssel vor, nach dem sich Ärzte, Psychologen und Zahnärzte richten und die Diagnosen ihrer Patienten codieren. Das System wurde von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) eingeführt, um Krankheiten universell definieren zu können. Dabei stehen die Buchstaben für eine Krankheitsgruppe. Beispiele sind:

  • Buchstabe "I": Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  • Buchstabe "F": Psychische Erkrankungen
  • Buchstabe "O": Schwangerschaft, Geburt
  • Buchstabe "K": Verdauungsstörungen

Die dazugehörigen Zahlen stehen für eine spezifische Krankheit. Daher können die Zahlen hinter einem Buchstaben sogar bis zu fünf Stellen lang sein.

  • A09: Diarrhoe (Durchfall) und Gastroenteritis (Schleimhautentzündung des Magens)
  • B34: Viruskrankheit
  • F32: Depressive Episode
  • F41.01: Generalisierte Angststörung
  • F45: Somatoforme Störungen (das heißt ohne nachweisbare Gründe)
  • G43: Migräne
  • I10: Bluthochdruck
  • J01: akute Sinusitis (Nasennebenhöhlenentzündung)
  • J06: eine akute Infektion der oberen Atemweg
  • J11: Grippe
  • J45: Asthma
  • K52: Nichtinfektiöse Gastroenteritis (Magenschleimhautentzündung) und Kolitis (Darmentzündung)
  • M54: Rückenschmerzen
  • N39: Sonstige Krankheiten des Harnsystems
  • R10: Bauch und Beckenschmerzen
  • R11: Übelkeit und Erbrechen
  • R42: Schwindel und Taumel
  • R50: Fieber unbekannter Ursache
  • R51: Kopfschmerz

Lesen Sie auch: Grippewelle 2018 - so ist die aktuelle Lage in Deutschland. Und hier erfahren Sie alles, was Sie über die Influenza jetzt wissen müssen.

jp

Überraschend: Diese fünf Berufe machen krank

In einigen Berufen melden sich die Mitarbeiter besonders häufig krank - sei es wegen Atemwegsinfektionen, Rückenschmerzen oder Depressionen. Welche Jobs die meisten Fehltage verursachen, zeigt eine Auswertung der Krankenkassen.
In einigen Berufen melden sich die Mitarbeiter besonders häufig krank - sei es wegen Atemwegsinfektionen, Rückenschmerzen oder Depressionen. Welche Jobs die meisten Fehltage verursachen, zeigt eine Auswertung der Krankenkassen. © dpa
Platz 5: Mitarbeiter der öffentlichen Verwaltung und Sozialversicherung - 18,6 Fehltage
Platz 5: Öffentliche Verwaltung und Sozialversicherung - 18,6 Fehltage © dpa
Platz 4: Angestellte der Müllabfuhr oder Recycling-Mitarbeiter - 19,4 Fehltage
Platz 4: Angestellte der Müllabfuhr oder Recycling-Mitarbeiter - 19,4 Fehltage © dpa
Platz 3: Verkehrsbranche wie LKW- oder Lokfahrer bzw. Mitarbeiter im Straßenbau - 19,8 Fehltage
Platz 3: Verkehrsbranche wie LKW- oder Lokfahrer bzw. Mitarbeiter im Straßenbau - 19,8 Fehltage © dpa
Platz 2: Mitarbeiter der Arbeitsvermittlung oder von Zeitarbeitsfirmen - 20,3 Fehltage
Platz 2: Mitarbeiter der Arbeitsvermittlung oder von Zeitarbeitsfirmen - 20,3 Fehltage © dpa
Platz 1: Post- und Paketzusteller - 22,8 Fehltage
Platz 1: Post- und Paketzusteller - 22,8 Fehltage © dpa

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