E-Nummern

Krebserregende Inhaltsstoffe in Lebensmitteln: Diese Zusätze besser meiden

Im Supermarkt locken viele schnell zubereitete Fertigprodukte.
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Im Supermarkt locken viele schnell zubereitete Fertigprodukte.

Fertige Pastasoßen, Ravioli aus der Dose und Tiefkühlpizza: Die Auswahl an Fertigprodukten ist riesig. Einige enthalten Inhaltsstoffe, die Sie besser meiden sollten.

  • E122, E620 – E625 und das Süßungsmittel E951: Wer die Zutatenliste von Fertiggerichten prüft, stößt meist auf einige E-Nummern.
  • Es werden zwar alle Lebensmittel, die auf dem europäischen Markt erhältlich sind, von der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit geprüft. Doch längts nicht alle Inhaltsstoffe von Produkten sind ganz und gar unschädlich.
  • So gibt es für einige Zusatzstoffe in Lebensmitteln eine Mengenbeschränkung – darunter auch Substanzen, die in Verdacht stehen, krebserregend zu wirken*.

Am gesündesten ist immer noch die frische Küche – mit regionalen Lebensmitteln frisch vom Markt. Doch oft fehlt die Zeit und die Muße, sich im Supermarkt mit frischen Nahrungsmitteln einzudecken und daraus dann in der Küche ein leckeres Gericht zu zaubern. Vor allem nach einem langen Arbeitstag ist die Verlockung groß, einfach zum fertigen Tiefkühlgemüse oder zur Fertigsuppe zu greifen. Das ist auch in den meisten Fällen keine falsche Entscheidung – doch es gibt Produkte mit Inhaltsstoffen, die als potentiell krebserregend gelten.

Krebserregende Substanzen in Fertigprodukten

Farbstoffe, Konservierungsmittel, Geschmacksverstärker und Süßungsmittel werden von Nahrungsmittelproduzenten zugesetzt, um die Haltbarkeit, den Geschmack und die Konsistenz ihrer Produkte zu verbessern. Über 300 solcher Zusatzstoffe sind in Deutschland zugelassen, doch folgende Bezeichnungen auf der Zutatenliste sollten Sie mit Vorsicht genießen:

  • E102 – Tartrazin: Der gelbe Azofarbstoff soll nicht nur Hautauschläge und Atemnot auslösen können, auch eine krebserregende Wirkung wird diskutiert. Außerdem reagieren Menschen, die eine Unverträglichkeit gegenüber Aspirin haben, auf den Stoff. Der Farbstoff E110 soll dieselbe bedenkliche Wirkung entfalten.
  • E123 – Amaranth: Dieser Farbstoff steht in Verdacht, die Nieren zu schädigen. In Amerika ist er als Zusatzstoff verboten, da er sich im Tierversuch krebserregend ausgewirkt hat.
  • E150 – Zuckerkulör: In den USA müssen Lebensmittel mit dem braunen Farbstoff mit einem Warnhinweis versehen sein, der auf das potentielle Krebsrisiko hinweist, so Focus.de. E150 gilt hierzulande solange als unbedenklich, solange die Tagesdosis von 300 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht nicht überschritten wird.
  • E951 – Aspartam: Das Süßungsmittel soll Kopfschmerzen und sogar Gedächtnisverlust begünstigen. Im Tierversuch wiesen Forscher auch krebserregende Wirkung nach.

Sie wollen beim Einkauf nicht die Zutatenlisten studieren? Für Bio-Lebensmittel sind 47 von 316 Zusatzstoffen zugelassen, von welchen alle unbedenklich sind. Zu den Bio-Anbauverbänden zählen unter anderem Bioland, Demeter und Naturland. Die Embleme der Verbände finden sich auch auf den Produkten. (jg) *Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

Weiterlesen: Krebserregende Lebensmittel bei Stiftung Warentest: Diese fünf erhöhen das Risiko immens.

Achtung: Diese vier Erreger können Krebs auslösen

Das Magenbakterium Helicobacter pylori soll das Risiko in sich bergen, an Magenkrebs zu erkranken. Das Pikante daran: Etwa ein Viertel der deutschen Bevölkerung trägt es bereits in sich. Helicobacter soll Magengeschwüre begünstigen, welche sich dann zu Krebs ausweiten können. Allerdings ist eine Behandlung in den meisten Fällen mit einer Kombination aus Antibiotika und Magensäureblocker äußerst erfolgreich.
Das Magenbakterium Helicobacter pylori soll das Risiko in sich bergen, an Magenkrebs zu erkranken. Das Pikante daran: Etwa ein Viertel der deutschen Bevölkerung trägt es bereits in sich. Helicobacter soll Magengeschwüre begünstigen, welche sich dann zu Krebs ausweiten können. Allerdings ist eine Behandlung in den meisten Fällen mit einer Kombination aus Antibiotika und Magensäureblocker äußerst erfolgreich. © picture-alliance/ dpa/ dpaweb
Hepatitis B fördert dagegen Leberentzündungen. Auch diese können sich zu Leberkrebs weiterentwickeln. Allerdings können Sie sich gegen diesen Hepatitis-Typ beim Hausarzt impfen lassen.
Hepatitis B fördert dagegen Leberentzündungen. Auch diese können sich zu Leberkrebs weiterentwickeln. Allerdings können Sie sich gegen diesen Hepatitis-Typ beim Hausarzt impfen lassen. © pixabay
Gegen Hepatitis C unglücklicherweise (noch) nicht. Die aggressiven Erreger gelten sogar als die zweithäufigste Ursache für Leberkrebs. Etwa 8.500 Menschen sollen jährlich daran erkranken.
Gegen Hepatitis C unglücklicherweise (noch) nicht. Die aggressiven Erreger gelten sogar als die zweithäufigste Ursache für Leberkrebs. Etwa 8.500 Menschen sollen jährlich daran erkranken. © pixabay
Humane Papillomviren (HPV) sind meist ungefährlich - doch es gibt zwei Arten davon, die krebserregend wirken und Gebärmutterhalskrebs auslösen sollen. Zudem stehen sie im Verdacht, Anal- oder Peniskrebs zu begünstigen. Allerdings gibt es auch hier eine sehr effektive Schutzimpfung, die gegen alle HPV-Typen helfen soll.
Humane Papillomviren (HPV) sind meist ungefährlich - doch es gibt zwei Arten davon, die krebserregend wirken und Gebärmutterhalskrebs auslösen sollen. Zudem stehen sie im Verdacht, Anal- oder Peniskrebs zu begünstigen. Allerdings gibt es auch hier eine sehr effektive Schutzimpfung, die gegen alle HPV-Typen helfen soll. © pixabay/jrvalverde

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