Studie

Wer so viele Stunden am Tag sitzt, hat ein höheres Sterberisiko

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Im Büro steht langes Sitzen auf der Tagesordnung. Warum Sie etwas Abwechslung in Ihren Alltag bringen sollten, erklärt nun eine Studie.

Bei einem Bürojob lässt es sich kaum vermeiden, mehrere Stunden am Tag zu sitzen - aber wer sich zu wenig bewegt, hat laut einer Studie eine niedrigere Lebenserwartung.

Rückenschmerzen und schwere Beine sind oft die Folge von zu langem Sitzen. Aber es kommt noch dicker: Eine Studie behauptet nun, dass Menschen, die länger als eine bestimmte Stundenanzahl am Tag sitzen, früher sterben könnten.

Langes Sitzen ist gefährlich für die Gesundheit

Ulf Ekelund, Professor an der Norwegian School of Sport Sciences und Thomas Yates, Professor am Diabetes Research Centre am College of Life Sciences an der University of Leicester, veröffentlichten ihre Studie über zu langes Sitzen vor Kurzem im British Medical Journal. Darin verarbeiteten sie die Daten von 36.000 Erwachsenen mit einem Durchschnittsalter von 62 Jahren, die sie über sechs Jahre beobachteten. Die Probanden trugen dabei einen Beschleunigungssensor, der ihre körperlichen Aktivitäten messen sollte.

Sein Ergebnis: Diejenigen, die am aktivsten waren, senkten ihr Sterberisiko um satte 70 Prozent. Von den 36.000 Teilnehmern verstarben sechs Prozent innerhalb von knapp sechs Jahren nach der Studie. Dabei waren ungefähr fünfmal so viele Tote unter denjenigen, die sich am wenigsten körperlich betätigten - verglichen mit den Aktiven.

Auch interessant: Sie nehmen trotz Sport einfach nicht ab? Daran könnte es liegen.

Wer so lange am Tag sitzt, steigert sein Sterberisiko

"Unsere Erkenntnisse liefern deutliche wissenschaftliche Beweise, dass ein höheres Level an körperlicher Gesamtaktivität - unabhängig von der Intensität - und weniger Sitzzeiten mit einem geringeren Risiko an vorzeitiger Sterblichkeit verbunden ist", erklärt Ekelund in einem Bericht zur Studie. 

Genauer gesagt, empfiehlt er in der Woche 150 Minuten an körperlichen Aktivitäten mit moderater Intensität, um auch im Alter gesund zu bleiben. Gleichzeitig sollte nicht länger als neuneinhalb Stunden am Tag mit Sitzen verbracht werden. Alles darüber hinaus verbanden die Wissenschaftler mit einem erhöhten Sterberisiko.

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So gut ist Sport für die Psyche

Laufstrecke hinter Gefängnismauern - trotzdem verschafft der Sport einen freien Kopf. Foto: Alexander Heinl/dpa-tmn
Laufstrecke hinter Gefängnismauern - trotzdem verschafft der Sport einen freien Kopf. Foto: Alexander Heinl/dpa-tmn © Alexander Heinl
Kaum etwas baut Stress so gut ab wie Sport. Einige Häftlinge der JVA Plötzensee in Berlin nehmen deshalb an einem regelmäßigen Lauftraining teil. Foto: Alexander Heinl/dpa-tmn
Kaum etwas baut Stress so gut ab wie Sport. Einige Häftlinge der JVA Plötzensee in Berlin nehmen deshalb an einem regelmäßigen Lauftraining teil. Foto: Alexander Heinl/dpa-tmn © Alexander Heinl
Laufen gegen Stress: Am vierten Berliner 10- km-Lauf für Gefangene konnten Häftlinge aller Berliner Vollzugsanstalten teilnehmen. Foto: Alexander Heinl/dpa-tmn
Laufen gegen Stress: Am vierten Berliner 10- km-Lauf für Gefangene konnten Häftlinge aller Berliner Vollzugsanstalten teilnehmen. Foto: Alexander Heinl/dpa-tmn © Alexander Heinl
Den Geist durch Sport befreien: Dabei hilft Lauftherapeutin Joanna Zybon unter anderem Häftlingen in der Berliner JVA Plötzensee. Foto: Alexander Heinl/dpa-tmn
Den Geist durch Sport befreien: Dabei hilft Lauftherapeutin Joanna Zybon unter anderem Häftlingen in der Berliner JVA Plötzensee. Foto: Alexander Heinl/dpa-tmn © Alexander Heinl
Auch hinter Gefängnismauern tut Sport gut. Und nicht nur der Körper profitiert, sondern auch die Psyche. Foto: Alexander Heinl/dpa-tmn
Auch hinter Gefängnismauern tut Sport gut. Und nicht nur der Körper profitiert, sondern auch die Psyche. Foto: Alexander Heinl/dpa-tmn © Alexander Heinl
Mit Banane und Müsliriegel gegen den Hunger nach dem Sport: Ein Teilnehmer des vierten Berliner 10-km-Laufs für Gefangene stärkt sich in der JVA Plötzensee. Foto: Alexander Heinl/dpa-tmn
Mit Banane und Müsliriegel gegen den Hunger nach dem Sport: Ein Teilnehmer des vierten Berliner 10-km-Laufs für Gefangene stärkt sich in der JVA Plötzensee. Foto: Alexander Heinl/dpa-tmn © Alexander Heinl
Lauftherapeutin Joanna Zybon feuert ihre Schützlinge beim vierten Berliner 10-km-Lauf für Gefangene in der Justizvollzugsanstalt Plötzensee an. Foto: Alexander Heinl/dpa-tmn
Lauftherapeutin Joanna Zybon feuert ihre Schützlinge beim vierten Berliner 10-km-Lauf für Gefangene in der Justizvollzugsanstalt Plötzensee an. Foto: Alexander Heinl/dpa-tmn © Alexander Heinl
Erinnerungsfoto nach dem Zieleinlauf - Joanna Zybon mit ihren Schützlingen. Foto: Alexander Heinl/dpa-tmn
Erinnerungsfoto nach dem Zieleinlauf - Joanna Zybon mit ihren Schützlingen. Foto: Alexander Heinl/dpa-tmn © Alexander Heinl

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